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Vision Baden-Baden als autofreie Stadt

Baden-Baden soll "komplett zu 30 km Zone" werden - FBB-Stadtrat Heinrich Liesen greift Vision von Bürgermeister Uhlig auf

Baden-Baden soll "komplett zu 30 km Zone" werden - FBB-Stadtrat Heinrich Liesen greift Vision von Bürgermeister Uhlig auf
FBB-Stadtrat Heinrich Liesen erinnert Ersten Bürgermeister Alexander Uhlig an dessen Vision von Baden-Baden als autofreie Stadt. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 12.12.2016, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Das Baden-Badener Rathaus verfügt über wenig Zeit für größere Visionen. Zu sehr sind die verschiedenen personellen und finanziellen Ressourcen unseres Rathauses durch Projekte gebunden, die eher Partikularinteressen bedienen. Nun ergreift Heinrich Liesen, FBB-Stadtrat und ehemaliger Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, eine Initiative, die sich auf einen Nutzen aller Bürger und Gäste richtet.

Die Stadt soll «komplett zu einer 30 km Zone» erklärt werden, die Bundesstraßen ausgenommen. Der international als Sportmediziner bekannte Baden-Badener Stadtrat schießt dabei nicht unvorbereitet aus der Hüfte. In einem Schreiben an den Ersten Bürgermeister Alexander Uhlig erinnert er diesen an dessen Vision zur Verkehrspolitik in Baden-Baden: «Wir empfanden und empfinden es auch heute noch bemerkenswert, dass Sie bei Ihrer Vorstellung für das Amt des Ersten Bürgermeisters − nach einem Versuch, mit dem Fahrrad Baden-Baden zu erkunden − erklärten, Sie möchten Baden-Baden zu einer autofreien Stadt entwickeln. Auch wenn ‘der Straßenverkehr’ nicht in Ihr Ressort fällt, ist das eine Vision, bei der wir Sie gerne unterstützen möchten.» Mit dieser Erinnerung macht das Schreiben des FBB-Stadtrates an Alexander Uhlig auf.

Wohl als ein erster Schritt zur Vision als autofreie Stadt könnte die Forderung nach einem Tempo-30-Limit für das Stadtgebiet zu verstehen sein. In vier Punkten formuliert Heinrich Liesen seine Initiative:
a) die Stadt komplett zu einer 30 km Zone zu erklären (die Bundesstraßen ausgenommen)
b) die Lichtentaler Allee (LA) möglichst durchgehend, vor allem vom «Hirtenhäuschen» bis zum Lichtentaler Klosterplatz, zur verkehrsberuhigten Zone auszuweisen. Dadurch würde mit der Klosterwiese, dem Dahliengarten und der Leisberg-Obstwiese (06/2017) ein «Park» zur Regeneration und für die Gesundheit der Bürger und Gäste im Sinne der Historie der LA geschaffen.
c) die Lichtentaler Straße vom «Leo» bis zum Ende des Augustaplatzes zur verkehrsfreien Zone zu erklären!
d) das bewilligte Verkehrsleitsystem zu nutzen, um die Gäste schon auf der B 500 vor der Weststadt auf die autofreie Stadt aufmerksam zu machen. Und ihnen dort Parkplätze anzubieten mit der bequemen Möglichkeit, per eng getackten kleinen E-Shuttlebussen das Zentrum zu erreichen.

Es ist zu hoffen, dass die Initiative des emeritierten Medizinprofessors und FBB-Stadtrats zumindest eine gründliche Diskussion auslöst und nicht gleich im Parteien-Filter stecken bleibt, da der Vorschlag nicht von den gefühlten Dauer-Koalitionären im Baden-Badener Rathaus kommt.


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