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Antrag an OB Mergen

FBB fordert mehr Rücksichtnahme der Baden-Badener Busfahrer – „Angst und die Gefahr zu stürzen bei älteren oder behinderten Menschen“

FBB fordert mehr Rücksichtnahme der Baden-Badener Busfahrer – „Angst und die Gefahr zu stürzen bei älteren oder behinderten Menschen“
Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 14.09.2018, Bericht: Redaktion In einem Schreiben an OB Mergen fordert die FBB-Gemeinderatsfraktion mehr Rücksichtnahme der Busfahrer der Baden-Baden-Linie auf die Fahrgäste.

In dem von dem Mediziner und Stadtrat Heinrich Liesen formulierten Schreiben wird vor allem auf die Einschränkungen von älteren Fahrgästen hingewiesen. Die Busse des ÖPNV Baden-Baden sollten «erst dann anfahren, wenn ältere, alte Passagiere und Behinderte nach dem Einsteigen einen Sitzplatz eingenommen haben», heißt es in dem Schreiben an Oberbürgermeisterin Margret Mergen, die auch für den Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden verantwortlich ist. Zu den Aufgaben der Stadtwerke gehört auch das Management der Baden-Baden Linie, für deren Busfahrer vielleicht eine zeitgemäße Schulung in Sachen Empathie und Kundennähe helfen könnte.

Der Antrag der FBB im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Mergen,

die FBB-Fraktion beantragt, dass die Busse des ÖPNV Baden-Baden erst dann anfahren, wenn ältere, alte Passagiere und Behinderte nach dem Einsteigen einen Sitzplatz eingenommen haben.

Begründung:

Die Busfahrer des ÖPNV Baden-Baden sind in der Regel einem starken Stress ausgesetzt, um den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Dies führt dazu, dass sie unmittelbar nachdem neue Passagiere eingestiegen sind, bezahlt haben oder ihre Tickets kontrolliert wurden losfahren.

Das ist unter anderem mit z. T. starken frontalen und seitlichen Beschleunigungskräften verbunden. Diese verursachen bei den in der Regel körperlich instabilen älteren oder behinderten Menschen Angst und die Gefahr zu stürzen. Aus diesem Grunde ist ihnen das Busfahren in Baden-Baden zu gefährlich.

Dies führt dazu, dass einige auch noch im hohen Alter (> 85) mit ihrem Auto in die Stadt fahren, um ihre Besorgungen zu erledigen. Um u. a. dies zu reduzieren, beantragen wir, dass die Busse erst dann anfahren, wenn diese alten oder behinderten Passagiere einen Sitzplatz eingenommen haben. Für den Fall, dass keine Sitzplätze frei sein sollten, bitten wir, die Busfahrer anzuweisen, jüngere Passagiere aufzufordern, den Älteren oder Behinderten ihren Sitz anzubieten. Dies würde auch das häufig zu Unrecht bestehende schlechte Image der Busfahrer verbessern durch ein konstruktives menschliches Miteinanderumgehen. Diese Maßnahme dürfte vereinzelt zu Verzögerungen führen. Die festgeschriebenen Taktungen, Zeitpläne sollte man deshalb offener gestalten. Der Einsatz von mehr Bussen ist unseres Erachtens nicht erforderlich. Dagegen würde die Innenstadt vom PKW-Verkehr entlastet. Im Bereich Londons z. B. wird diese Handhabung mit großem Erfolg praktiziert.

Mit freundlichen Grüßen
Freie Bürger für Baden-Baden e.V.

Prof. Dr. med. Heinrich Liesen
Stadtrat


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