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Erste Betonplatten auf Leo gegossen

Alexander Uhlig zum Baden-Badener Wackel-Leo - "Eine Garantiezeit von zehn Jahren gibt es" - Zu Leo-Ermittlungen: "Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und gegebenenfalls Gerichtsverfahren abwarten"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Alexander Uhlig

Baden-Baden, 13.04.2018, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch «Bis Frühsommer 2018», lässt die Baden-Badener Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite ihren ehemaligen Baubürgermeister Werner Hirth, CDU, eine inzwischen längst überholte Terminplanung zur Fertigstellung des Leopoldsplatzes verbreiten. Im goodnews4-VIDEO-Interview bringt Alexander Uhlig, Nachfolger des glücklosen Werner Hirth, die Terminplanung für die Fertigstellung der Schachbrettmuster-Oberfläche auf aktuellen Stand.

«Beginn war Anfang Februar 2018 und der Bauzeitenplan geht bis zum 22. Dezember 2018. Heute beginnen die Betonagearbeiten und man wird dann sehen, wie zügig man vorankommt. Der nächste große Stichtag wird dann Anfang Juli sein mit dem Wechsel der Seiten von der Westseite zur Ostseite des Platzes.» Und Alexander Uhlig ist aus den bisherigen Ereignissen zum Leopoldsplatz klug geworden und schränkt ein: «Man muss jetzt die Firmen arbeiten lassen und ob sich dann Zeiteinsparungen ergeben, das wird man sehen.»

Nach Fertigstellung des Schachbrettmusters aus einer Betonkonstruktion mit 200 Platten je 3,60 Metern im Quadrat, soll dann die Ära des Baden-Badener Wackel-Platzes zu Ende gehen. Die täglich fast 700 Busse hatten seit 1990 jede Oberflächen-Konstruktion verschlissen. Schließlich gehörten die wackelnden Platten zur charaktaristischen Audio-ID des Leopoldsplatzes. Mehr: PDF Beginn Betonage, Quelle: Stadt Baden-Baden

Noch immer sind Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei mit Ermittlungen im Zusammenhang mit den Auftragsvergaben der Leo-Baustelle beschäftigt. Allein durch die Neuvergabe des zweiten Bauabschnittes konnte eine Million Euro an Steuergeldern eingespart werden. Ausgelöst wurden die Ermittlungen nach Berichten in unserer Online-Tageszeitung. «Jetzt muss man mal die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und dann gegebenenfalls auch noch ein Gerichtsverfahren und dessen Ausgang abwarten und dann wird man die richtigen Schlussfolgerunen daraus ziehen», erklärte Alexander Uhlig zu diesem Teil der Leopoldsplatz-Geschichte.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Alexander Uhlig:

Bild Alexander Uhlig goodnews4: Beton und Baden-Baden − das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Können wir uns nochmals erinnern, weshalb es eine Mehrheit im Gemeinderat für dieses Material gab?

Alexander Uhlig: Die Oberflächengestaltung des Leopoldsplatzes ist ja schon jahrelang Thema hier in Baden-Baden und ich bin froh, dass der Gemeinderat im vergangenen Jahr sich definitiv für Beton ausgesprochen hat, was ja 2015 schon mal beschlossen wurde. Vorangegangen war ein Suchverfahren, welche Qualitäten hier auf dem Leopoldsplatz platziert werden sollen, zuletzt ging es um Asphalt oder Beton und die Betonbauweise als die nachhaltigste Art die Oberfläche darzustellen, hat sich dann durchgesetzt.

goodnews4: Die Leo-Baustelle hat wegen zweifelhafter Baufirmen viele Schlagzeilen gemacht. Ist die Arbeit auf der Baustelle nun unter Kontrolle?

Alexander Uhlig: Seit der zweite Bauabschnitt am 5. Februar diesen Jahres begonnen hat, läuft alles sehr ordnungsgemäß und sehr zügig ab. Ich habe sehr positive Rückmeldungen von Anliegern bekommen. Von Anliegern, die unmittelbar betroffen sind und die sich sehr gefreut haben, dass es so zügig vonstattengeht. Ich habe bisher keine Klagen vernehmen müssen und da bin ich natürlich sehr froh drum.

goodnews4: Wie ist die Terminplanung für das größte Schachbrettmuster der Stadt?

Alexander Uhlig: Die Terminplanung hat sich nicht verändert. Beginn war Anfang Februar 2018 und der Bauzeitenplan geht bis zum 22. Dezember 2018. Heute beginnen die Betonagearbeiten und man wird dann sehen, wie zügig man vorankommt. Der nächste große Stichtag wird dann Anfang Juli sein mit dem Wechsel der Seiten von der Westseite zur Ostseite des Platzes. Man muss jetzt die Firmen arbeiten lassen und ob sich dann Zeiteinsparungen ergeben, das wird man sehen.

goodnews4: Ist denn im Untergrund alles fertig oder gibt es neben den Betonagearbeiten noch größere Aufgaben zu erledigen am Leopoldsplatz?

Alexander Uhlig: Es gab noch einiges zu erledigen im Untergrund, was im ersten Bauabschnitt technisch nicht möglich war. Das hat natürlich ein Stück weit für Unverständnis bei den Bürgerinnen und Bürgern geführt, aber da gab es technische Zwänge. Die Firma Grötz hat die Vorarbeiten geleistet, hat jetzt den Untergrund mit einer Asphalttragschicht eingezogen und jetzt kann drauf betoniert werden.

goodnews4: Seit 1990 wackelte der Platz mit seinen Platten vor sich hin. Wenn nun die Betonplatten doch nicht halten sollten, was sie versprechen, gibt es eine Garantiezeit und wer haftet?

Alexander Uhlig: Eine Garantiezeit von zehn Jahren gibt es und wir gehen einfach davon aus, dass die Platten halten.

goodnews4: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen möglicher illegaler Preisabsprachen und anderer Delikte dauern nach Auskunft der Staatsanwaltschaft weiter an. Haben Sie in ihrem Verantwortungsbereich Spielregeln geändert und auf die Mentalität mancher Mitarbeiter eingewirkt?

Alexander Uhlig: Die Spielregeln der öffentlichen Hand sind klar festgelegt und dementsprechend steht uns da kein Ermessensspielraum zu. Jetzt muss man mal die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und dann gegebenenfalls auch noch ein Gerichtsverfahren und dessen Ausgang abwarten und dann wird man die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen.

goodnews4: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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