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Beate Böhlens größte Verärgerungen der letzten 12 Monate - Zur Windkraft: "Sehr falsche Informationen" - Zur Gemeinschaftsschule: "Erschüttert wie mit Entscheidungsfindungen umgegangen wird"

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goodnews4-Sommergespräch von Nadja Milke mit Beate Böhlen

Baden-Baden, 12.09.2016, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Einiges hat die Landtagsabgeordnete und Baden-Badener Fraktionschefin der Grünen, Beate Böhlen, umgetrieben in den letzten 12 Monaten. Während des Höhepunkts der Flüchtlingskriese wurde ihr dabei eine besondere Fügung des Schicksals zuteil.

Ungeplant fuhr sie gemeinsam mit Flüchtlingen im Zug von Wien nach München. «Nach der Ministerreise in Bulgarien und Rumänien, bin ich auf Grund des Lufthansastreiks in Wien gestrandet und bin mit einem der Flüchtlingszüge nach München gefahren», erzählt sie im goodnews4-Sommergespräch von dieser Fügung. Sie habe die Hilfsbereitschaft der Menschen erlebt und habe auch mit Flüchtlingen sprechen können.

Bei manchen vergleichsweisen kleinen Sorgen auf Landes- und kommunaler Ebene kann sie ihre Verärgerung nicht unterdrücken. Bei dem Mühen um ein gerechteres Schulsystem musste sie in Baden-Baden eine bittere Stunde erleben: «Der Gesamtelternbeirat hat die Entscheidung getroffen, dass keine Gemeinschaftsschule eingerichtet wird. Dass man sich dabei gegen die Entscheidung der Schulkonferenz aus Lehrern und Schülern gestellt hat, hat mich betrübt.» Ihr Unmut richtet sich vor allem an die Eltern, «die mit der Entwicklung Gemeinschaftsschule gar nichts zu tun hatten». Das habe sie «erschüttert wie mit Entscheidungsfindungen umgegangen wird».

Eine andere für sie betrübliche Entwicklung ist für die grüne Landtagsabgeordnete und Fraktionschefin in Baden-Baden die Entscheidungsfindung im Gemeinderat in Sachen Windkraft. «Sehr falsche Informationen» seien bei diesem Thema an die Öffentlichkeit gekommen. «Da muss die Stadtverwaltung hingehen und selbst Bilder veröffentlichen wie es aussehen könnte», kritisiert sie die aus ihrer Sicht unzulängliche Informationspolitik der Stadtverwaltung. Wichtig sei, «dass die Stadt mit objektiven Informationen rausgeht», legt Beate Böhlen nochmals nach.

Das Mäzenatentum in Baden-Baden mit den vielen Burdas und Grenkes sieht sie positiv, doch mit dem Prinzip ist sie nicht ganz einverstanden. «Ich bin Fan der sozialen Marktwirtschaft. Durch Stiftungen, wo Steuersparmodelle angeboten werden, haben wir uns von der sozialen Marktwirtschaft in den letzten 20 Jahren entfernt.»

Und wenn sie für eine Entscheidung «Weltpräsidentin» wäre, würde sie «sofort weltweit die Transaktionssteuer einführen» und als Oberbürgermeisterin von Baden-Baden würde sie «versuchen, den öffentlichen Nahverkehr noch viel attraktiver und günstiger zu machen». Und auch als Bundeskanzlerin würde sie sofort wissen, was zu tun ist: «Verhandlungen zu TTIPP und CETA öffentlich machen.» Und für alle, die mal so zwischendurch von allem möglichem die Nase voll haben, hat sie ein Allheilmittel parat, das es nur in Baden-Baden zu genießen gibt: «Das Friedrichsbad, das kann ich nur jedem empfehlen.»

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