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Checkliste für vollständigen Bauantrag

Broschüre „Bauen in Baden-Baden“ von "jungen, frischen, hungrigen Menschen" - "Von Abstandsflächen bis Zauneidechse" - Baubürgermeister Uhlig: "Das Stadtbild direkt nicht"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Alexander Uhlig

Baden-Baden, 20.04.2017, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Bauen in Baden-Baden hat längst eine Goldgräberstimmung ausgelöst, die Spekulanten aus nah und fern in unsere Stadt gelockt hat. Für den klassischen Normalverdiener sind Bauplätze in der Kernstadt rar geworden. Dennoch präsentierte Alexander Uhlig gestern die Broschüre «Bauen in Baden-Baden».

Im goodnews4-VIDEO-Interview erklärte der Baubürgermeister die Zielsetzung des 68-seitigen Werks, das noch ganz konventionell auf Papier in einer Auflage von 5.000 Exemplaren verteilt werden soll: «Im Grunde genommen an all diejenigen, die sich fürs Bauen interessieren, sowohl für den Privatmann, der vielleicht ein Eigenheim bauen und sich kundig machen möchte, als auch den Architekten, der sämtliche Themen kurz zusammengefasst haben möchte. Gerade die Checkliste im Inneren der Broschüre ist für Architekten sicherlich hilfreich, um nochmal abzuchecken, ob man alle Unterlagen beisammen hat, um dann auch einen vollständigen Bauantrag einreichen zu können.»

Erst auf Seite 53 findet sich ein Hinweis auf die spezielle Herausforderung beim Bauen in unsere Stadt mit einer historisch prägenden Bausubstanz. Die Broschüre «Bauen in Baden-Baden» verspricht im Untertitel Themen «Von Abstandsflächen bis Zauneidechse». Für die Redaktion waren Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung tätig. Dort ist die Baden-Badener Oberbürgermeisterin Margret Mergen als ständiges Mitglied im Hochschulrat im Einsatz. Das «Kehl-Baden-Badener Projekt» wurde am Nachmittag im Rahmen des Hochschultages in Kehl präsentiert, teilte das Baden-Badener Rathaus mit. Baden-Badener Bürger oder der Verein Stadtbild waren an dem Projekt offenbar nicht beteiligt. Als elektronisches Angebot, etwa als PDF, ist die Broschüre derzeit nicht erhältlich.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Alexander Uhlig:

goodnews4: «Bauen in Baden-Baden» − an wen wendet sich denn diese Broschüre?

Alexander Uhlig: Im Grunde genommen an all diejenigen, die sich fürs Bauen interessieren, sowohl für den Privatmann, der vielleicht ein Eigenheim bauen und sich kundig machen möchte, als auch den Architekten, der sämtliche Themen kurz zusammengefasst haben möchte. Gerade die Checkliste im Inneren der Broschüre ist für Architekten sicherlich hilfreich, um nochmal abzuchecken, ob man alle Unterlagen beisammen hat, um dann auch einen vollständigen Bauantrag einreichen zu können.

goodnews4: Und was ist die Kernbotschaft beim «Bauen in Baden-Baden» − auch ein Appell für das Stadtbild?

Alexander Uhlig: Das Stadtbild, was die Ausgestaltung anbelangt, direkt nicht, weil das obliegt speziellen Regelungen. Hier geht es im Wesentlichen darum, Bauanträge, Baugesuche vollständig zu erarbeiten und dann entsprechend einzureichen.

goodnews4: Was sind denn aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen beim Bauen und haben Sie vielleicht auch einen Tipp für künftige Bauherren?

Alexander Uhlig: Man muss sich letztlich vom Grundstück her der Angelegenheit nähern. Wo befinde ich mich, gibt es bereits Planungsrecht an der Stelle, wie sieht die Umgebung aus, wo kann man gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der Behörde zu Lösungen kommen? Es ist nicht alles in Stein gemeißelt, aber bestimmte Vorschriften müssen einfach eingehalten werden. Und was die Vollständigkeit anbelangt, spricht die Broschüre sämtliche Themen an − ob das Umweltschutz ist oder auch Schornsteinfegerwesen − alles, was damit in Zusammenhang steht, findet hier seinen Niederschlag.

goodnews4: Die Verwaltungshochschule war der Partner des Rathauses bei der Entwicklung der Broschüre. Warum fiel die Wahl auf die Kehler Verwaltungshochschule?

Alexander Uhlig: Die Studenten müssen dort ohnehin eine Projektarbeit absolvieren und deswegen war es naheliegend, an junge, frische, hungrige Menschen heranzutreten, die sich mitten in der Ausbildung befinden und sich mit dem Thema auseinandersetzen und das auch nicht stoisch herunterschreiben und nur Paragraphen aneinanderfügen, sondern dass es auch eine Form und eine Sprache findet, die für jedermann gefällig ist.

goodnews4: Wie wird die Broschüre nun verbreitet?

Alexander Uhlig: Die Broschüre gibt es im Rathaus, die Gemeinderäte bekommen sie, wir schicken sie auch an die Architektenkammer. Wir haben eine Auflage von 5.000 Stück, also ich denke, jeder, der sich dafür interessiert, wird auch eine Broschüre bekommen.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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