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Informationsveranstaltung in Geroldsau

Entschlossene Bürgerinitiative "Windkraftfreies Grobbachtal" - Karl Maier: "Bereit Klage einzureichen gegen diese unsinnige Maßnahme"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Karl Maier

Baden-Baden, 13.07.2016, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Im goodnews4-VIDEO-Interview bestätigte Karl Maier, Sprecher der Bürgerinitiative «Windkraftfreies Grobbachtal», dass es bisher zu keinem Gespräch mit der Baden-Badener Oberbürgermeisterin oder anderen Vertretern der Rathausspitze gekommen sei. «Wir sind seit einem guten Jahr im Einsatz für ein windkraftfreies Grobbachtal und wie haben leider noch keine Möglichkeit gehabt mit der Verwaltungsspitze zu sprechen», bedauerte Karl Maier den Status der einjährigen Sprachlosigkeit zwischen Rathaus und besorgten Geroldsauer Bürgern.

Die Planungen für Windkraftanlagen in Baden-Baden durch die Stadtverwaltung finden bei den 853 Unterstützern der Bürgerinitiative ein vernichtendes Urteil, das Karl Maier so zusammenfasst: «Ökologisch nicht vertretbar, ökonomisch sinnlos und dauerhaft für Baden-Baden als Kur- und Tourismusstadt schädlich.» Kompromisslinien sieht Karl Maier keine: «Es gibt nur eine befriedigende Lösung und die wünschen wir uns, nämlich Abstand zu nehmen von einem unsinnigen Projekt, das den Steuerzahler viel Geld kostet und den betroffenen Bürgern große Probleme bringen wird.»

Argumente, dass die Stadtverwaltung bei den Planungen unter rechtlichem Zwang handele, lässt Karl Maier nicht gelten. «Die Spielräume sind groß, es gibt keinen Zwang, Windkraft über Naturschutz zu stellen, wir haben den Paragrafen 20 des Grundgesetzes gehört», verweist der Sprecher der Bürgerinitiative auf die Ausführungen von Ulrich Bielefeld, Landschaftsplaner aus Überlingen, der gestern während des Informationsabends in der Grobbachhalle auch auf die rechtliche Seite des geplanten Projektes einging. Eine Abwägung zu Gunsten der Windenergie sei unverhältnismäßig und rechtsfehlerhaft, so die Einschätzung des Referenten. Es sei kein öffentliches Interesse erkennbar, der Windenergie Vorrang vor dem Schutz der menschlichen Gesundheit, der Natur und Landschaft einzuräumen, führte Ulrich Bielefeld gestern Abend vor etwa 200 Zuhörern in der Geroldsauer Grobbachhalle seine Einschätzung zur Rechtslage aus.

Fazit seines detailreichen Vortrages war, dass es in Baden-Baden genügend Kriterien gebe, die rechtlich ausreichten, um keine Standorte auszuweisen zu müssen. Dazu gehöre der Nationalpark, die Landschaftsschutzgebiete und die geringe Windhöffigkeit.

Bei der fast dreistündigen Veranstaltung hatten die Referenten Ulrich Bielefeld und Hansjörg Jung aus Herrenberg neben grundsätzlichen Aspekten zur Windenergienutzung an Land die konkrete ökologische und ökonomische Situation am Wettersberg unter anderem durch Visualisierungen beleuchtet. Beide Referenten beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen industrieller Windkraftanlagen wie sie in Baden-Baden geplant sind.

Die Entschlossenheit der Bürgerinitiative ist gestern nicht geringer geworden. «Wir wären bereit, eine Klage einzureichen gegen diese unsinnige Maßnahme und das werden wir auch durchziehen», erklärte Karl Maier im goodnews4-VIDEO-Interview, aber er hofft noch, «dass die Stadträte am Donnerstag und Montag gute Entscheidungen fällen werden».

Für eigentlich notwendige Gespräche, um zwischen Rathaus und betroffenen Bürgern eine gemeinsame Linie zu finden, ist es wohl wieder einmal zu spät.

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