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Lärmbelastung durch Windkraftanlagen

"Es wäre Wahnsinn, wenn die Verwaltungsspitze Baden-Badens den Bau von Windenergieanlagen zuließe" - Rückenwind für "Windkraftfreies Grobbachtal! - Landratsamt Ortenau droht mit Stilllegung von Anlagen

"Es wäre Wahnsinn, wenn die Verwaltungsspitze Baden-Badens den Bau von Windenergieanlagen zuließe" - Rückenwind für "Windkraftfreies Grobbachtal! - Landratsamt Ortenau droht mit Stilllegung von Anlagen
Der Wettersberg oberhalb von Geroldsau und Schmalbach könnte vom Baden-Badener Gemeinderat als Standort für Windkraftanlagen ausgewiesen werden.

Baden-Baden, 24.11.2016, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Die aktuelle Anordnung des Landratsamtes Ortenau sei «eine schallende Ohrfeige für die Windkraft-Lobby», heißt es in einer Erklärung der Bürgerinitiative «Windkraftfreies Grobbachtal» von gestern. Die Lärmbelastung durch die Windkraftanlagen im Bürgerwindpark der Südlichen Ortenau im Schuttertäler Regelsbach hatte eine Entscheidung des Landratsamtes Ortenau ausgelöst, die sogar zu einer Stilllegung der Anlagen führen könnte.

Für die Bürgerinitiative «Windkraftfreies Gobbachtal» muss dies ein Signal für das Baden-Badener Rathaus sein. «Es wäre ein Wahnsinn, wenn die Verwaltungsspitze Baden-Badens wider besseren Wissens in einem ökologisch und kulturlandschaftlich hoch sensiblen Gebiet, das viel zu nahe an der Wohnbebauung von Geroldsau, Malschbach sowie des Bühlertaler Ortsteils Büchelbach liegt, den Bau von Windenergieanlagen zuließe oder gar fördere.»

Schon im Sommer hatte Green-City-Energie, der Betreiber der umstrittenen Anlagen in der Ortenau, zugesagt, den «unnatürlichen Geräuschen» bei den Anlagen des Bürgerwindparks auf den Grund zu gehen. Der von vielen Anwohnern in der Ortenau beanstandete Lärm ist wohl bis heute nicht im Griff. In der Stellungnahme des Landratsamtes Ortenau heißt es dazu: «Im Rahmen einer orientierenden Lärmmessung hat das Landratsamt Ortenaukreis nun festgestellt, dass von den Windenergieanlagen des Bürgerwindparks Südliche Ortenau deutlich wahrnehmbare Impulshaltigkeiten ausgehen, die von der immissionschutzrechtlichen Genehmigung nicht abgedeckt sind. Das Landratsamt hat deshalb gegenüber dem Betreiber des Bürgerwindparks angeordnet, die Anlagen ab sofort so zu betreiben, dass von diesen keine deutlich wahrnehmbaren Impulshaltigkeiten mehr ausgehen. Hierfür kann der Anlagenbetreiber Anlagen in einem schallreduzierten Betrieb fahren. Ist auf diesem Wege die Verringerung der Impulshaltigkeit nicht in ausreichendem Maße möglich, sind gegebenenfalls auch einzelne oder mehrere Anlagen bis zur Ursachenbeseitigung stillzulegen.»

Ungekürzter Text der Erklärung der Bürgerinitiative «Windkraffreies Gobbachtal»:

Am 05. November hatte Markus Schätzle in der voll besetzten Grobbach-Halle in Geroldsau im Rahmen der Veranstaltung «Gesundheitliche Auswirkungen durch Windkraftanlagen» seine Lärmprotokolle verlesen. Jetzt erhält der vom Lärm des Bürgerwindparks Südliche Ortenau geplagte Anwohner aus Regelsbach im südlichen Ortenau-Kreis behördliche Unterstützung. Er und viele andere Bewohner des Schuttertals leiden seit Monaten unter dem Lärm, der von Windkraftanlagen ausgeht, die in knapp 2 Kilometer Entfernung seines Wohnhauses in Betrieb genommen wurden. Nun hat − wie die Badische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15.11. berichtete − das zuständige Landratsamt festgestellt, dass die Windräder Geräusche verursachen, die deutlich lauter sind als erlaubt. Gegenüber dem Betreiber des Windparks, der Green City Energy AG, wurde nach einer orientierenden Lärmmessung angeordnet, dass die Anlagen ab sofort so zu betreiben seien, dass von diesen keine deutlich wahrnehmbaren Impulshaltigkeiten mehr ausgehen dürften. Sei dies nicht in ausreichendem Maße möglich, seien gegebenenfalls einzelne oder mehrere Anlagen bis zur Ursachenbeseitigung stillzulegen. Aus Sicht der Bürgerinitiative «Windkraftfreies Grobbachtal» ist die Anordnung des Landratsamtes eine schallende Ohrfeige für die Windkraft-Lobby. Gleichzeitig sieht sie sich in ihrem Einsatz für ein Nein zu Windkraftanlagen auf dem Wettersberg, südlich von Geroldsau gelegen, bestätigt. «Es wäre ein Wahnsinn, wenn die Verwaltungsspitze Baden-Badens wider besseren Wissens in einem ökologisch und kulturlandschaftlich hoch sensiblen Gebiet, das viel zu nahe an der Wohnbebauung von Geroldsau, Malschbach sowie des Bühlertaler Ortsteils Büchelbach liegt, den Bau von Windenergieanlagen zuließe oder gar fördere, zumal die ökonomische Sinnlosigkeit vorher zu sehen sei», so die Bürgerinitiative. Wie gefährlich der von Windkraftanlagen ausgehende Lärm und Infraschall für Mensch und Tier ist, war in der Veranstaltung der Bürgerinitiative Anfang November deutlich geworden.

Pressemitteilung des Landratsamtes Ortenaukreis
www.badische-zeitung.de


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