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Gemeinschaftswohnprojekt „Bretagne“

Hoffnung für wohnraumsuchende Normalverdiener in Baden-Baden - Michael von Göler: "Darauf achten, dass das Projekt nicht in die Hände von Investoren fällt"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Michael von Göler

Baden-Baden, 20.05.2017, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Kaum noch erschwinglich ist der Wohnraum in der Innenstadt und anderen bevorzugten Baden-Badener Wohngebieten für die sogenannten Normalverdiener. Fünftausend Euro pro Quadratmeter Wohnraum müssen Käufer nicht selten auf den Tisch der Investoren und Baugesellschaften blättern. Nun haben private Bauherren in Baden-Baden ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen.

«Wir wollen als Bauherren auftreten, bestimmte Dinge selber steuern und darauf achten, dass das Projekt nicht in die Hände von Investoren fällt, die nur weitervermieten», erklärt Michael von Göler im goodnews4-VIDEO-Interview. Das in der Cité geplante Gemeinschaftswohnprojekt «Bretagne» klingt idealistisch, aber längst befinden sich die realistischen Idealisten in der konkreten Planungssphase. «Dass die Bauherren selber einziehen und dass es nicht einfach weitervermietet wird», nennt Michael Göler eines der Prinzipien des Projektes. Und die Initiatoren wollen die Kosten deckeln: «Bei 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche mit allen Kosten, mit Grundstückserwerb.» Als einer der Partner sei die städtische Wohnungsbaugesellschaft GSE gefunden worden, die mit einem «reduzierten Preis» für das Grundstück die Idee fördern half.

«Es entstehen 26 Wohnungen auf drei Etagen, in U-Form wird das Gebäude gebaut, in Massivholzbauweise mit Tiefgarage. Alle Wohnungen haben einen Balkon oder eine Terrasse. Die Erdgeschossgrundstücke haben auch ein kleines Gartengrundstück dabei», beschreibt Michael von Göler das Projekt, das wohltuend einen Ausgleich schafft zur Flut von sogenannten Stadtvillen, die eher vom Spekulationsmotiv getrieben sind. «Die Hälfte der Wohnungen ist noch zu haben», macht Michael von Göler all jenen Bauherren Mut, die sich vielleicht mit dem Gedanken tragen, außerhalb von Baden-Baden ein Baugrundstück oder Wohneigentum zu suchen.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Michael von Göler:

goodnews4: Baden-Baden gilt als Stadt, in der es für einen Normalverdiener schwierig ist Wohnraum zu finden, zumindest gilt dies wohl für die schönen Wohngegenden in der Innenstadt. War das auch ein Grund für die Initiative, das Wohn-Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen?

Michael von Göler: Ganz bestimmt. Der Kostenfaktor spielte natürlich eine eigene Rolle, dass wir hier selber als Bauherren auftreten wollen, bestimmte Dinge selber steuern wollen und eben auch darauf achten, dass das Projekt nicht in die Hände von Investoren fällt, die nur weitervermieten wollen. Hier soll etwas entstehen, wo wir wirklich selber drin wohnen, in einer toleranten Solidargemeinschaft, wo man sich gegenseitig hilft. Wir legen Wert auf solche Dinge wie Barrierefreiheit natürlich, es entsteht auch ein großer Gemeinschaftsraum. Der Preis spielte dabei eine ganz große Rolle. Die Stadt oder die Entwicklungsgesellschaft GSE kommt uns da entgegen mit einem reduzierten Preis für das Grundstück und eben auch der Auflage, dass die Bauherren selber einziehen und dass es nicht einfach weitervermietet wird.

goodnews4: Ist das auch das Prinzip für das geplante Bauprojekt hier in der Cité?

Michael von Göler: Ja, das ist das Prinzip. Wir wollen die Kosten deckeln. Bei 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche mit allen Kosten, mit Grundstückserwerb. Die Gemeinschaft hat sich jetzt schon seit längerem zusammengefunden − etwa um die Hälfte der Wohnungen sind belegt − und ist ganz aktiv, trifft sich auf regelmäßiger Basis, um die Entscheidungen gemeinsam zu treffen − welche Fassaden, welche Baustoffe und so weiter. Es soll ökologisch und energieeffizient werden. Wir bauen in Massivholzbauweise, das ist wahrscheinlich neu für Baden-Baden und das macht auch richtig Spaß.

goodnews4: Wer sind denn die Initiatoren?

Michael von Göler: Eine Gruppe Privatleute eigentlich. Es gibt ein ähnliches Projekt hier am Pariser Ring schon seit, ich glaube, acht Jahren. Das VIA Wohnprojekt, was sehr erfolgreich gestartet ist. Dort sind immer wieder Interessenten aufgetaucht und haben gefragt, ob Wohnungen frei sind oder frei werden und aufgrund dieser Nachfrage hat sich eine Gruppe von Privatleuten zusammengeschlossen, um dieses neue Projekt anzugehen.

goodnews4: Was sind die wichtigsten Daten und Fakten für das neue Wohnprojekt hier in der Cité?

Michael von Göler: Es entstehen 26 Wohnungen auf drei Etagen, in U-Form wird das Gebäude gebaut, wie gesagt in Massivholzbauweise, mit Tiefgarage. Alle Wohnungen haben einen Balkon oder eine Terrasse. Die Erdgeschossgrundstücke haben auch ein kleines Gartengrundstück dabei. Wie gesagt, 3.000 Euro pro Quadratmeter ist die selbstgesetzte Obergrenze für die Gesamtkosten. Energieeffizient, es soll beispielsweise mit Holzpellets geheizt werden. Das sind so die Grunddaten.

goodnews4: Sie sagten die Hälfte der Wohnungen ist noch zu haben. Wo kann man sich hinwenden, wenn man Interesse hat mitzumachen?

Michael von Göler: Man findet uns im Internet unter der Seite www.cite-bretonen.de oder unter der Telefonnummer 07223/8011966.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Michael von Göler


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