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Leserbrief

Leserbrief "Meine Meinung" - Gesundheitliche Auswirkungen von Windkraftanlagen - "dramatische, psychosomatische Folgen..."

Baden-Baden, 12.11.2016, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion berichtet goodnews4-Leser Detlef Heusler über die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative «Windkraft-freies-Grobbachtal» am 5. November 2016.

Am Samstag, 5. November 2016 fand in der Grobbachhalle in Geroldsau eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung (unter den Besuchern auch einige Stadträtinnen und Stadträte) der Bürgerinitiative «Windkraft-freies-Grobbachtal», zusammen mit dem Verein «BI zum Schutz der Landschaftsschutzgebiete in und um Baden-Baden» und der IG «Rubachtal» statt. Leider habe ich in den «goodnews4» darüber nichts gelesen. Schade, denn diese Veranstaltung war hoch interessant und sehr informativ.

Der Referent Dr. Johannes Mayer, Allgemeinmediziner und Präsident der deutschen osteopathischen Gesellschaft sprach über gesundheitliche Gefahren, die von Windenergieanlagen (WEA) ausgehen.

Entsprechend der WHO-Nachtlärm-Richtlinien müssten die Anlagen dabei eine Entfernung von mindestens 1.600 Meter zur Wohnbebauung haben. Bei der in Deutschland leider noch geltenden «Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm» (kurz: TA-Lärm) seien dagegen mindestens (nur!) 1.000 Meter Abstand erforderlich. Selbst wenn diese Abstände eingehalten würden, fände noch keine Vermeidung der Infraschall-Risiken statt. Dieser niederfrequente Schall (unter 8 Hz) sei für das sogenannte «Windturbinen-Syndrom» (WTS) verantwortlich. Da bei der TA-Lärm Schallwellen unter 10 Hz gar nicht gemessen, bzw. ausgefiltert werden, gibt es diesen Infraschall bei uns in Deutschland gar nicht, weshalb er offiziell auch keine nachweisbaren gesundheitlichen Schäden verursachen kann. Aus diesem Grund wird jeder Kläger vor Gericht scheitern, wenn von den Anlagen keine höheren Werte als 45 dB (viel zu hoch) ausgehen. Gesundheitliche Schäden durch Infraschall werden von den Gerichten nicht anerkannt!!!

Die gesundheitlichen Gefahren, die von Infraschall ausgehen, sind aber durch hunderte, weltweit durchgeführte Studien wissenschaftlich bewiesen. Nur in Deutschland denkt man nicht daran (warum wohl?) solche Studien durchzuführen. Stattdessen werden die Gefahren verharmlost und heruntergespielt, nein, absichtlich verschwiegen, denn sonst wäre die Windkraftindustrie erledigt. Da geht es aber um viele hundert Milliarden! Für mich ist die Unterschlagung dieser Erkenntnisse ein Skandal größten Ausmaßes, nein, ein Verbrechen an der Menschheit und der Natur. Infraschall dringt durch meterdicke Betonwände und durch tausende Meter Fels. Man spürt ihn im Innern eines Hauses mehr als im Freien. Man hört ihn nicht, man spürt ihn nicht, aber er dringt ins Gehirn ein und das reagiert, besonders in der Nachtruhe «grundlos» mit der Ausschüttung von Stresshormonen, wie Cortison und Adrenalin. Man wird immer wieder wach oder kann überhaupt nicht mehr einschlafen. Der Körper kann dadurch nicht mehr richtig regenerieren. Nach etwa 3 Monaten treten die ersten Symptome auf: Bluthochdruck, Herabsetzung der Atemfrequenz, Schwindel (ähnliche Symptome wie bei der Seekrankheit), Tinnitus, Durchblutungsstörungen. Diese Symptome haben wiederum dramatische, psychosomatische Folgen wie Angst, Ermüdung, Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen.

Die beeindruckenden und nachdenklich stimmenden Ausführungen von Johannes Mayer wurden von Dipl. Ing. K. Saum (Hochschwarzwald) eindrücklich unterstrichen. Er sprach nicht nur über eine schwere persönliche Erkrankung, sondern auch über die gesundheitlichen Probleme seiner Kinder (totaler Leistungsabfall in der Schule, Nasenbluten in der Nacht u.v.m.), aber auch über eine dramatisch gestiegene Rate an Todesfällen und Fehlgeburten und schweren Erkrankungen bei seinen Tieren (Rinder, Pferde, Hühner). Erst nachdem die Familie vom seit Jahrhunderten in ihrem Besitz befindlichen Hof in den 15 Km entfernten Ort St. Märgen umgezogen sei, wäre eine langsame gesundheitliche Besserung eingetreten.

Wer angesichts dieser Tatsachen noch immer der Meinung ist, WEA seien nicht gesundheitsschädlich, dem empfehle ich einen kleinen Ausflug in die Gemeinde Schuttertal zu machen, wo sich im Regelsbach (kleiner, idyllisch gelegener Weiler) sieben! Windräder des Bürgerwindparks Südliche Ortenau (200 Meter hoch) drehen und dabei einen Höllenlärm verursachen.

Ich habe dieses Szenario am Mittwochabend, den 9. November 2016, zusammen mit anderen Mitstreitern unserer BI bei Regen und heftigem Wind selbst erlebt, das ich mit den Worten einer Mitstreiterin zum Ausdruck bringen möchte.

Zitat:
− Es ist ein Grauen!
− Ein Donnergrollen, was nicht aufhört.
− Wie ein Flugzeug, was in Dauerschleife über einem kreist.
− Das Gefühl einer Bedrohung, der Körper kann es nicht genau orten, aber es ist da.
− Dumpf, laut, wummernd, eine Beklemmung bis in den Bauch.
− Dazu ein rotes, grelles Dauerblinken mitten durch die Nacht, immer wieder optisch durchbrochen vom Vorbeischlagen der Rotoren, wie Fallbeile.

Laut Familie Schätzle, deren Haus 1.600 Meter vom nächsten Windrad entfernt ist, geht`s aber noch schlimmer. Am 9.11. nur 70-80 Prozent des Maximums. Das kann man weder Mensch noch Tier zumuten. (Zitat Ende)

Da bleibt einem der Atem stehen!

Detlef Heusler
Baden-Baden


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