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Sorge um Schloss-Inventar

Neues Schloss nach 15-Millionen-Angebot wieder im Brennpunkt - FBB: "Welches Inventar wurde aus dem Schloss ausgelagert?" - Kunstschätze: Geheimer Ort ist nicht geheim

Neues Schloss nach 15-Millionen-Angebot wieder im Brennpunkt - FBB: "Welches Inventar wurde aus dem Schloss ausgelagert?" - Kunstschätze: Geheimer Ort ist nicht geheim
2003 wurde das Neue Schloss samt Schlosspark für weniger als drei Millionen Euro an die kuwaitische Familie Al Hassawi verkauft. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 29.09.2017, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Es war der vielleicht tragischste Ausverkauf von Kulturgütern, den Deutschland in seiner jüngeren Geschichte erlebte. 1995 versteigerte Sotheby’s im Auftrag des Markgrafen Max von Baden Zeugnisse aus fast 1.000 Jahren der badischen Geschichte. Die Landespolitik hatte kein Interesse, den Schatz wie in anderen Fällen zu sichern.

2003 wurde dann auch das Neue Schloss samt Schlosspark für weniger als drei Millionen Euro an die kuwaitische Familie Al Hassawi verschleudert. Aus dem versprochenen Luxus-Schlosshotel wurde nichts. Die damalige Naivität und Ignoranz von Kommunal- und Landespolitikern hat nun absurde Folgen. Die Baden-Badener Oberbürgermeisterin Margret Mergen signalisierte der kuwaitischen Eigentümerin ein Angebot von angeblich 15 Millionen Euro, um alleine den Schlosspark zu kaufen. Zum fünffachen des damaligen Kaufpreises des gesamten Anwesens. Aus Kuwait kam offenbar prompt eine Absage. Öffentlich hat das Rathaus die Hintergründe zu diesen Sachverhalt bisher noch nicht dargelegt. Eröffnet hat das wohl reichlich naive Baden-Badener Rathaus aber damit nun möglicherweise eine Spekulations-Spirale für das historisch bedeutendste Anwesen der Stadt.

Andere Fragen treiben Stadtrat Martin Ernst, FBB, um. In einem Schreiben, das er gestern an die Oberbürgermeisterin sendete, will er wissen: «1. Welches Inventar wurde aus dem Schloss ausgelagert und gibt es dazu eine Inventarliste? 2. Wo und wie sicher ist das Inventar gelagert?» Auf Anfrage von goodnews4.de teilte das Rathaus mit, dass es auf die zweite Frage aus Sicherheitsgründen keine Antwort geben wolle. Das kollektive Gedächtnis im Rathaus aber reicht nicht lange zurück. Am 11. März gab die Stadtverwaltung den Einlagerungsort für die Kunstschätze und andere Exponate ganz offiziell und öffentlich bekannt. Nachzulesen in goodnews4.de. Nach Auskunft des Rathauses gegenüber goodnews4.de sind die historischen Gegenstände «konservatorisch einwandfrei gelagert» und nach «Museumsstandard» gut gesichert.

PDF FBB-Antrag an OB Mergen


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