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Infoveranstaltung im Rathaus

Sorgen der Baden-Badener Kaufleute am Leopoldsplatz - Britta Krampe: "Jeder Monat, den es länger dauert, wird einen Kollegen die Existenz kosten können"

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Baden-Baden, 21.07.15, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Eine bemerkenswerte Sicht bringt Josua Straß, Baden-Badener Buchhändler, in die Debatte um die fast zwei Jahre dauernde Sanierung des Leos, Paradeplatz unserer weltberühmten Stadt: «Der Stadt muss klar sein, dass wir Repräsentanten sind der Stadt.»

Bild Josua Straß Hunderttausende von Gästen aus aller Welt passieren den Leo und bestaunen die Prachtbauten Palais Hamilton und Haus Victoria aus dem 19. Jahrhundert. Und die Händler rund um den Leo erfüllen über ihr unmittelbares wirtschaftliches Interesse hinaus eine Aufgabe, die viel Gemeinsinn erfordert und von einem in seiner Existenz bedrohten Händler nicht zu erfüllen ist. «Je weniger Sorgen er sich über das Geschäft machen muss, um so freier kann er agieren, sowohl als Geschäftsmann, als auch als jemand, der einem Touristen weiterhilft − wo eine Bushaltestelle ist, wo man schön essen geht.» Das passiere täglich, weiß und erlebt Josua Straß in seinem traditionsreichen Buchladen unmittelbar neben dem Leopoldplatz.

Auf den im Baden-Badener Rathaus sicher vorhandenen Feinsinn hoffen nun die Kaufleute rund um den Leopoldsplatz. Von September 2016 bis Frühsommer 2018 ist die Sanierung des nun schon seit über zwei Jahrzehnten wackeligen Belages, der bereits zwei Oberbürgermeistern und zwei Oberbürgermeisterinnen getrotzt hat.

Bild Britta Krampe und Silke Wiskandt Die Einzelhändler und Anwohner wollen nur eines: «Dass es möglichst schnell gemacht wird», bringt es Britta Krampe, Inhaberin des Damenbekleidungsgeschäfts Moyo, auf den Punkt. «In jedem Fall Mehrschichtbetrieb», fordert sie die Stadt auf, alles zu tun, um mögliche Pleiten von Händlern verhindern zu helfen. «Weil es uns beeinträchtigen wird und wir große Sorgen davor haben», beschreibt Britta Krampe das Gefühl der Ungewissheit, dass die fast zwei Jahre einer Baustelle am Leopoldsplatz eine unkalkulierbare Zukunft bedeuten für viel Baden-Badener Geschäftsleute. «Jeder Monat, den es länger dauert, wird einem Kollegen die Existenz kosten können.»

Und Silke Wiskandt von Bär & Mehr sieht das genauso. Im Vorfeld sei einiges besprochen worden mit Bürgermeister Werner Hirth, Rudolf Schübert, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, und Martin Lautenschlager, Wirtschaftsförderung der Stadt Baden-Baden, und sie hoffe, dass alle Zusagen eingehalten werden. So verließen dann alle von der geplanten Marathon-Baustelle bald Geplagten gestern Nachmittag mit Sorgen und Hoffnung das Baden-Badener Rathaus.

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