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Neugestaltung Augustaplatz

Spekulationen um das "Platzgebäude" am Augustaplatz - Café wäre Goldgrube - Bisher kein Dialog mit besorgten Gastronomen rund um den Augustaplatz

Spekulationen um das "Platzgebäude" am Augustaplatz - Café wäre Goldgrube - Bisher kein Dialog mit besorgten Gastronomen rund um den Augustaplatz

Bericht: Christian Frietsch

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Baden-Baden, 14.09.13, 00:00 Uhr Die Planungen des Siegerentwurfes für die Neugestaltung des Augustaplatzes sehen viel freien Raum vor. Der Augustasee wird verschwinden, dafür soll dort ein sogenanntes Platzgebäude entstehen. Der Augustaplatz sei das Herzstück der Stadt Baden-Baden, heißt es in einer Erklärung des Baden-Badener Rathauses zur geplanten Neugestaltung des Augustaplatzes. Zum Briefing für den nun vorliegenden Planungsentwurf eines Wettbewerbes heißt es weiter: «Die heutige Gestaltung resultiert aus den Zeiten vor der Verlagerung des Durchgangsverkehrs in den Stadttunnel. Ziel war es damals unter anderem, den Grünraum Lichtentaler Allee von der Verkehrsader Lichtentaler Straße abzuschirmen.» Dies stelle heute eine erhebliche Barriere für die Fußwegebeziehungen zwischen Innenstadt und Lichtentaler Allee und für die multifunktionale Nutzung des Platzes dar.

Es biete sich deshalb die historische Chance, auf dem Augustaplatz unter Einbeziehung der Lichtentaler Straße einen neuen Stadtraum mit attraktiven Freiraumqualitäten zu entwickeln. Zum Siegerentwurf wird Oberbürgermeister Gerstner zitiert: «Der Entwurf der renommierten Landschaftsarchitekten RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn überzeugt durch seine visionäre Kraft und ist eine hervorragende Grundlage für die Realisierung dieser wichtigen städtebaulichen Aufgabe.» Das Preisgericht habe der Stadt Baden-Baden einstimmig empfohlen, den Entwurf des ersten Preisträgers der weiteren Planung zugrunde zu legen. Für das neue Platzgebäude soll es einen separaten Architektenwettbewerb geben. Einige Zweifel dürfte das sogenannte Platzgebäude wecken, das durch die historische Konstellation eines ehemaligen Gebäudes neben dem Palais Gagarin begründet wird. Zu hoffen ist, dass es sich nicht um eine Beschaffungsmaßnahme für die einflussreichen Bauträger handelt. Mutmaßlich wird ein Teil des sogenannten multifunktionalen Platzgebäudes durch ein Café oder ein anderes Angebot geprägt. Dies könnte an dem belebten Augustaplatz zur gastronomischen Goldgrube werden. Mit beunruhigten Gastronomen rund um den Augustaplatz, denen mit einem neuen Gastrobetrieb mitten auf dem Platz das Wasser abgegraben werden könnte, hat die Stadt im Vorfeld der Planungen bisher offenbar nicht gesprochen.