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Aus dem Rathaus Baden-Baden

Baden-Baden Mekka der Bühnenmaler und Bühnenplastiker

Baden-Baden Mekka der Bühnenmaler und Bühnenplastiker
Das Abschlussprojekt der Bühnenmaler/-plastiker der Louis-Lepox-Schule zog die Zuschauer in der Akademiebühne in ihren Bann. Foto: Louis-Lepoix-Schule

Baden-Baden, 13.03.2018, Bericht: Rathaus Die Schüler der Abschlussklasse F3 BMT der Bühnenmaler und -plastiker der Louis-Lepoix-Schule präsentierten das Abschlussprojekt auf der Akademiebühne.

Es bestand aus mehreren Bühnenbildern und Plastiken zum Thema «Der Weg ist das Ziel» und eines eigenständig verfassten Theaterstücks. Die Abschlussklasse entführte die Zuschauer, darunter die Fachlehrer Edith Rugel und Bernd Krause sowie die geladenen Ausbilder der Theater und Familienangehörige, auf eine imaginäre Reise der Selbstfindung durch Frankreich, Afrika, Indien, Japan, Thailand und Südamerika. Durch die schauspielerischen Leistungen erhielten die Zuschauer Einblicke in die verschiedenen kulturellen Traditionen der einzelnen Stationen, die stets von einem individuell gestalteten Bühnenbild begleitet wurden.

Beispielsweise wurden die Schauspieler von einem tanzenden und singenden afrikanischen Volksstamm vor der Kulisse einer überwältigenden Steppenlandschaft mit einer dreidimensionalen Schirmakazie umringt. Dann tauchten die beiden Reisenden in die Welt Indiens ein, die durch eine lebensechte Plastik, einem sprechenden und sich bewegenden Papagei, auf amüsante Weise erläutert wurde. Indische Bauchtänzerinnen feierten das Holi-Farbenfest und erweckten das Bühnenbild des Taj Mahals zum Leben.

Mithilfe eines großen Prospekts wurde das Kirschblütenfest in Japan dargestellt, das nicht nur mit leuchtenden Kirschbäumen überwältigte, sondern sogar im Stil eines Shoji, eines japanischen Raumteilers, gestaltet war. Die traditionellen Flöße für das Lichterfest, Loi Krathong, in Thailand wurden vor einem großen Tempel mit einem durchleuchtbaren Hintergrund vorbereitet, durch den man die traditionellen Laternen aufsteigen sehen konnte. Um den 3D-Effekt zu verstärken, konnte man im Vordergrund die vorher von den Darstellern gebauten Flöße davonschwimmen sehen.

Zum Schluss verirrten sich die Reisenden im südamerikanischen Urwald. Das Bühnenbild bestand zuerst aus einer Höhle, deren Eingang an einen Azteken-Tempel erinnerte. Überraschenderweise veränderte sich das Bühnenbild: Der Höhleneingang verschwand und dem Zuschauer bot sich ein wunderschöner Anblick einer plastischen Aztekenstatue und eines Höhlensees, der durch eine Öffnung an der Höhlendecke im Mondlicht schimmerte.

Neben diesem tiefgründigen und spannenden Stück konnten die Zuschauer auch die kreativen, handwerklichen Fähigkeiten der Schüler bewundern. Denn erst durch ihre Bühnenbilder, Requisiten und Plastiken wird ein Theaterstück vollständig. Besonders lebendig wirkte die Inszenierung aber vor allem mit der entsprechenden technischen Unterstützung von Licht, technischen Effekten wie Nebelschwaden und musikalischer Untermalung durch die Klasse der Veranstaltungstechniker (E1VTQ).

Das Publikum war von den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler fasziniert. Es konnte sich aufgrund der Aktualität des Themas in die Geschichte hineinversetzen und würdigte die mitreißende Inszenierung mit einem ausgiebigen Applaus.


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