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Positiver Effekt: Baufibel wegen Bewerbung Weltkulturerbe

Baden-Baden folgt Idee aus Wiesbaden – Baufibel soll historische Villengebiete Baden-Badens schützen helfen

Baden-Baden folgt Idee aus Wiesbaden – Baufibel soll historische Villengebiete Baden-Badens schützen helfen
Seit vielen Jahren wird in Baden-Baden die auf Gewinnmaximierung der Bauunternehmer ausgerichtete Baupolitik beklagt.

Baden-Baden, 13.02.2018, Bericht: Redaktion Einer prima und erfolgreichen Idee der Stadt Wiesbaden folgt nun auch unsere Stadt Baden-Baden.

Eine Baufibel soll die historischen Villengebiete Baden-Badens retten und schützen helfen. Seit vielen Jahren beklagen unter anderen auch der Verein Stadtbild die auf Gewinnmaximierung der Bauunternehmer ausgerichtete Baupolitik der Baden-Badener Kommunalpolitiker. Jüngste Bauspiele sind die Projekte Vincentius und SWR-Tannenhof. Gerade hatte Wolfgang Kohler, Baden-Badener Stadtamtsmann a. D., die Verdichtung bei der Bebauung als Sünde bezeichnet. goodnews4.de berichtete. Die sorgfältige Studie der Wiesbadener Vorlage hatte goodnews4.de schon vor längerer Zeit als lesenswerte Lektüre auch für die in Baden-Baden verantwortlichen Baupolitiker empfohlen. goodnews4.de berichtete.

Beschlussvorschlag für die Sitzung des Bau-und Umlegungsausschuss am 22. Februar 2018

Der Bau- und Umlegungsausschuss stimmt der Vergabe der Baufibel für die historischen Villengebiete Baden-Badens zum Preis von 69.429,36 Euro an die Planungsgruppe Darmstadt zu.

Zusammengefasster Sachverhalt

Die Villengebiete Baden-Badens liegen durchweg in den charakteristischen Hanglagen um das Stadtzentrum und sind stadtbildprägend. Die Problematik der Einfügung neuer Bauvorhaben bzw. Sanierungs- und Umbautätigkeiten in den historischen Villengebieten, Annaberg und Beutig-Quettig, wird im Hinblick auf Farb- und Materialwahl, Einfriedigungen und Freiflächen öffentlich diskutiert und ist nicht zuletzt in den Sitzungen des Gestaltungsbeirates deutlich geworden. Die in diesen Gebieten geltenden Erhaltungssatzungen, 1979/1985 bzw.1985/1989, haben in früheren Jahren nicht ausreichend Hilfe für eine rechtssichere Handhabung der Bauvorhaben geboten, so dass in den 1990er Jahren bestandsorientierte Bebauungspläne aufgestellt wurden. Diese reichen aber auch nicht aus, um stadtgestalterische Belange zu regeln. Auch lassen sich unterschiedliche Architekturauffassungen schwerlich bewältigen. Mit der Entscheidung, dass Baden-Baden mit anderen europäischen Bäderstädten einen transnationalen seriellen Antrag auf Aufnahme der «Great Spas of Europe» in die UNESCO-Welterbeliste erarbeitet, kommt einer nachhaltigen baulichen Entwicklung dieser Stadt, auch in den historischen Villengebieten, eine besondere Bedeutung zu. Die Verwaltung bereitet schrittweise eine Qualifizierung der planerischen Instrumente innerhalb der nominierten Welterbestätte vor, um die historischen baulichen Qualitäten auch für die Zukunft zu sichern und zeitgemäß fortzuentwickeln. Die Beauftragung einer Baufibel stellt dafür einen unverzichtbaren Baustein dar.

Mehr: baden-baden.more-rubin1.de


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