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Zeitschriftenartikel wirft Fragen auf

Diskussion um Denkmalqualität des BABO - SPD-Stadtrat erhält Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege

Diskussion um Denkmalqualität des BABO - SPD-Stadtrat erhält Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege
Das BABO ist vom Landesamt für Denkmalpflege als Kulturdenkmal eingestuft. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 07.12.2017, Bericht: Redaktion Ein von SPD-Stadtrat Werner Schmoll recherchierter Zeitschriftenartikel löste eine Diskussion um die Denkmalqualität des BABO aus. goodnews4.de berichtete.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der französischen Streitkräfte in Baden-Oos soll zu einem Hotel umgebaut werden. Der Charakter des Bauwerks soll erhalten bleiben. Nun erhielt Werner Schmoll eine Nachricht vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zu den diskutierten historischen Hintergründen zur Architektur des imposanten Gebäudes in Baden-Oos, das auch für die gesamte Epoche der Nachkriegszeit von Ende der 40er bis zu den 90er Jahren steht, als die Franzosen ihre Besatzungsrolle in Deutschland aufgegeben hatten.

Im Schreiben von Clemens Kieser aus dem Referat 83.2 Denkmalkunde heißt es zu dem von Werner Schmoll entdeckten historischen Zeitschriftenartikel: «Bei der Lektüre des französischen Textes ist zu bemerken, dass hier lediglich von ‘conception’ die Rede ist. Darunter ist das von der Militärverwaltung gewünschte Raumprogramm zu verstehen, nicht die Erstellung von Plänen. Das Vorbild Orly bedeutet, dass man sich von französischer Seite sicherlich eine moderne Glasvorhangfassade wünschte, wie in dem Prestigeprojekt des Flughafens verwirklicht. Orly folgte dabei dem ‘International Style’, der wiederum auf amerikanische Architekten zurückging. Die Glasvorhangfassade kam erstmals in New York zur Ausführung, in Deutschland wohl erstmals hier in Baden-Baden. Von Le Corbusier sind die schweren Betonpfeiler inspiriert, die das Gebäude stützen und unterquerbar machen. Die Pläne sind von Kohlbeckers Hand und von ihm unterzeichnet. Die Kulturdenkmaleigenschaft des Anwesens betrachten wir weiterhin als tragfähig.»


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