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Beitrag zur Energiewende

Baden-Badener Energie-Unternehmen gelingt großer Coup - "Badisch-saarländische Energie-Allianz" - MEG-Vorstand Gernsbeck: "Roter Faden der Digitalisierung"

Baden-Badener Energie-Unternehmen gelingt großer Coup - "Badisch-saarländische Energie-Allianz" - MEG-Vorstand Gernsbeck: "Roter Faden der Digitalisierung"
Vlnr: Manuel Gernsbeck und Jörg Zwosta, Vorstand MEG; Hanno Dornseifer, Vorstand VSE AG; Ute Redecker, Leiterin Business Unit Digital Grid, Siemens Deutschland.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Manuel Gernsbeck und Hanno Dornseifer

Baden-Baden, 21.04.2017, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Für die Stadtwerke Baden-Baden wird die Luft dünner. Die innovationsfreudige Mittelbadische Energiegenossenschaft, MEG, mit Sitz in Baden-Baden gab gestern die Gründung einer «Badisch-Saarländischen Energie-Allianz» bekannt. Gemeinsam mit dem saarländischen Energieversorger VSE, Saarbrücken, wollen die Baden-Badener Energie-Genossen ihre Erfahrung bündeln.

«Diese Beziehung ist historisch gewachsen», begründete MEG-Vorstand Manuel Gernsbeck im goodnews4-VIDEO-Interview die Partnerwahl außerhalb des bisherigen Geschäftsgebietes. Es gebe nun die Chance, über Baden-Baden und die Region hinauszuwachsen.

Für Hanno Dornseifer, Vorstandsmitglied der saarländischen VSE AG, ist die wesentliche Zielgruppe der neugegründeten Allianz insbesondere bei «kleinen gewerbebetreibenden Krankenhäusern» zu finden, «die in Notstromaggregate und dergleichen mehr investieren wollen». Diese «passen perfekt zu MEG und damit auch zum Pool der VSE».

Für die Baden-Badener Kommunalpolitiker wird sich nun dringlich die Frage stellen, ob die Stadtwerke Baden-Baden weiter als Gemischtwarenanbieter wursteln soll, während innovative Wettbewerber die lukrativen Energiekunden mit zeitgemäßen Angeboten abwerben. Solange sich die Stadtwerke Baden-Baden nach den Interessen der parteipolitischen Baden-Badener Machtverhältnisse und nicht nach den Marktverhältnissen orientieren muss, stehen die Prognosen nicht gut für die Bürger, denn diese werden die Zeche letztlich bezahlen. Die Baden-Badener MEG macht vor wie erfolgreich ein Energie-Unternehmen ohne parteipolitische Einflüsse agieren kann. Mit Jörg Zwosta, ehemaliger Erster Bürgermeister Baden-Badens, hat die MEG einen Gründer mit an Bord, der die Schwächen der kommunalen Wettbewerber gut einzuschätzen weiß.

Für die Zukunftsprognose eines erfolgreichen Energie-Anbieters hat Hanno Dornseifer eine eingehende Ansage: «Das werden schnelle und flexible Anbieter sein. Die Energiewende wird weiter voranschreiten und wir müssen versuchen, das System mit flexiblen Anlagen zu stützen. Das wiederum setzt Digitalisierung voraus und Unternehmen, die dann Knowhow haben und akzeptieren, dass es nur im Zusammenspiel funktioniert, die werden als Gewinner hervorgehen.»


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Manuel Gernsbeck:

goodnews4: Die MEG, die mittelbadische Energiegenossenschaft aus Baden-Baden, geht Arm in Arm mit einem saarländischen Energieunternehmen. Warum nicht mit der Stadtwerke Baden-Baden beispielweise?

Manuel Gernsbeck: Diese Beziehung ist historisch gewachsen. Wir haben den Kontakt bekommen zur VSE über Siemens, da es da schon lange Kooperationen gibt und sind jetzt ganz glücklich, dass wir mit der VSE eben diesen namenhaften Partner gewinnen konnten. Es hat uns natürlich auch die Chance gegeben, über die Region hinauszuwachsen, über Baden-Baden hinauszuwachsen, und sowohl im Saarland als auch in Rheinland-Pfalz und an der Rheinschiene ermöglicht, einfach flexibler zu agieren.

goodnews4: Was sind konkret die Ziele für die MEG bei dieser neuen Energie-Allianz?

Manuel Gernsbeck: Wir wollen an dieser Stelle wachsen, wir haben ein neues Geschäftsmodell für uns erschlossen und wollen mit diesem Geschäftsmodell über die Region hinaus einfach auch wachsen, um weitere Genossenschaftsmitglieder zu gewinnen und den Geschäftszweck dementsprechend auch zu erfüllen.

goodnews4: Welchen Geschäftszweck und welches Geschäftsfeld?

Manuel Gernsbeck: Das Geschäftsfeld der Digitalisierung, das Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien, eben die Steuerung dieser Anlagen. Geschäftszweck, der klassische Genossenschaftszweck eben, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern, zu ermöglichen mit diesem digitalen Netz.

goodnews4: Schauen wir in die Zukunft: Wie sieht denn die Zukunft des Energiemarktes aus und welche Anbieter werden gut überleben?

Manuel Gernsbeck: Welche Anbieter werden gut überleben? Ich denke, es werden die Anbieter sein, die sich heute schon flexibel zeigen, die sich heute schon über die Zukunft Gedanken machen. Ich denke, es ist wichtig, einfach hier den roten Faden der Digitalisierung weiterzuspinnen, um hier auch in Zukunft Erfolg zu haben im Markt der Energie.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Hanno Dornseifer:

goodnews4: Was sind denn die Ziele und das konkrete Angebot der neuen badisch-saarländischen Energie-Allianz?

Hanno Dornseifer: Das ist das Zusammenspiel von der MEG, die hier Anlagen betreibt, in Anlagen investiert, und der VSE, die auf den Handelsmärkten tätig ist, und wir bündeln das jetzt zusammen. Die MEG stellt uns Anlagen und Datenströme zur Verfügung und wir versuchen, auf dieser Basis im Regelenergiemarkt für beide Unternehmen möglichst erfolgreich zu sein.

goodnews4: Welche Kunden sind denn bei der neuen Energie-Allianz gut aufgehoben? Sind es die großen Energieverbraucher, große Unternehmen oder auch der Privatmann?

Hanno Dornseifer: Da sind insbesondere private und kleine gewerbebetreibende Krankenhäuser sehr gut aufgehoben, die in Notstromaggregate und dergleichen mehr investieren wollen. Die passen perfekt zur MEG und damit auch zum Pool der VSE.

goodnews4: Zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft: Wie schaut denn die Zukunft des Energiemarktes aus? Welche Anbieter werden gut überleben?

Hanno Dornseifer: Das werden schnelle und flexible Anbieter sein. Die Energiewende wird weiter voranschreiten und wir müssen versuchen, das System mit flexiblen Anlagen zu stützen. Das wiederum setzt Digitalisierung voraus und Unternehmen, die dann Knowhow haben und akzeptieren, dass es nur im Zusammenspiel funktioniert, die werden als Gewinner hervorgehen.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Manuel Gernsbeck und Hanno Dornseifer


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