Millionen-Investition

Bäder-Chef Kannewischers Plan zur Fußball-WM: «Jogi Löw einladen» - Mit Baden-Badens «geothermischer Energie» zur Weltmeisterschaft - Millionen-Investition im Friedrichsbad

Bäder-Chef Kannewischers Plan zur Fußball-WM: «Jogi Löw einladen» - Mit Baden-Badens «geothermischer Energie» zur Weltmeisterschaft - Millionen-Investition im Friedrichsbad

goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Jürgen Kannewischer

Bericht: Christian Frietsch

Baden-Baden, 01.07.13, 01:45 Uhr Vor 2000 Jahren entdeckten vorbeiziehende römische Legionäre verdächtige Dämpfe, die im Tal der Oos gen Himmel stiegen. Schell war den siegverwöhnten Kriegern klar, dass sie hier jene Geheimrezepturen finden würden, die ihnen die Kraft für ihre siegreichen Feldzüge geben. Die bäderkundigen Römer machten Baden-Baden aus diesem Eigeninteresse schnell zur Dependance zum fernen Rom. Und mit der erfolgversprechenden «geothermischen Energie» sollten sich auch die deutschen Kicker vor ihrer Reise nach Brasilien einmal auseinandersetzen, findet Jürgen Kannewischer, Chef der Carasana Bäderbetriebe GmbH, zu der auch das legendäre römisch-irische Friedrichsbad gehört:

«Jogi Löw sollte man mal einladen», kam ihm beim goodnews4-VIDEO-Interview ein spontaner Gedanke. Völlig abgehoben ist der Gedanke keineswegs, denn eine Referenz mit einer Weltmeisterin kann das Friedrichsbad schon vorweisen: «Frau Halmich kommt ab und zu hierher», fiel ihm ein. Alles wäre auch gut bestellt für einen Besuch von Heeresführer Jogi und seinen Kickern in der Baden-Badener Edel-Therme, denn gerade wurde mal wieder eine Millionensumme locker gemacht, um den Umkleidebereich neu zu gestalten und allerlei Blessuren des prächtigen, aber kostspieligen Bades zu beseitigen. «Zwei Drittel der Kosten trug die Carasana, ein Drittel die BKV», ging der «Vielleich-bald-Gastgeber» von Jogi auf die Kosten der Renovierung ein. Und dass die Bäderstadt derzeit etwas im Schatten der musealen und operalen Ereignisse steht, stört ihn wenig: «Für uns ist es wichtig, dass sich Baden-Baden insgesamt entwickelt. Die Gäste, die ins Museum gehen, kommen danach gerne zu uns zur Erholung.» Sigrun Lang, die ehemalige Oberbürgermeisterin und entschlossene Verfechterin des 2000jährigen Markenkerns, würde den Bäderchef wohl gerne kämpferischer sehen, wenn es um die Titelei Baden-Badens geht. Doch zumindest zurzeit heiligt der Erfolg die Mittel. Aber hier noch eine ernstgemeinte Botschaft aus der Carasana-Feder an Jogi Löw zum Geheimrezept aus Baden-Baden für seine Brasilien-Mission im nächsten Jahr: «Das Thermalwasser entspringt im Quellgebiet des Florentinerberges Baden-Baden. Insgesamt befinden sich hier zwölf unterschiedliche natrium-chlorid-haltige Einzelquellen, die aus 1.200 bis 1.800 Meter Tiefe − durch den Druck der Erdmassen − mit einer Temperatur zwischen 56 Grad Celsius bis 68,8 Grad Celsius an die Oberfläche gelangen. Die Quellen sind etwa 12.000 bis 17.000 Jahre alt und schütten täglich rund 800.000 Liter Thermalwasser mit einem Mineralienanteil von 2.400 Kilogramm pro Tag aus.» Da kann ja nichts mehr schief gehen, Jogi, victoria nostra est!

goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Jürgen Kannewischer