Hoch-Risiko-Sektor Immobilienbranche

ZDF-Magazin Frontal 21 berichtet heute über Geldwäsche - Fall in Baden-Baden soll zentrale Rolle spielen - "Zehn Prozent des Immobilienmarktes in Deutschland betroffen"

ZDF-Magazin Frontal 21 berichtet heute über Geldwäsche - Fall in Baden-Baden soll zentrale Rolle spielen - "Zehn Prozent des Immobilienmarktes in Deutschland betroffen"
Schloss Seelach wurde mit hohen Millionenaufwänden zu einem der wohl wertvollsten Anwesen Baden-Badens restauriert.

Baden-Baden, 21.03.2017, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Erneut wendet sich das ZDF-Magazin dem Thema Geldwäsche zu. Nach Informationen von goodnews4 recherchierte das TV-Magazin auch in Baden-Baden. Ein Fall aus unserer Stadt könnte heute Abend eine zentrale Rolle in der Berichterstattung des ZDF spielen.

Mit Immobilien lasse sich in Deutschland viel Geld aus illegalen Geschäften waschen, heißt es seitens der Frontal 21-Redaktion. Zehn Prozent des Immobilienmarktes sollen betroffen sein, schätzten Experten und das treibe die Preise nach oben. Das Bundesfinanzministerium beschreibe die Immobilienbranche sogar als Hoch-Risiko-Sektor und berufe sich dabei auf eine Studie der Universität Halle.

Das Problem sei seit vielen Jahren bekannt. Doch wenn es darum gehe, Gesetze zu verschärfen, Schlupflöcher zu schließen und eine effektive Kontrolle einzuführen, halte sich die Regierung zurück, heißt es seitens der Frontal 21-Redaktion weiter. Vor allem der für Geldwäschefälle zuständige Finanzminister Wolfgang Schäuble personalisiert für das Magazin die politische Zurückhaltung in Sachen Geldwäsche. «Die meisten politischen Akteure in Deutschland haben noch nicht verstanden, dass Deutschland ein zentraler Platz ist für kriminelle Strukturen aus aller Welt», zitiert Frontal 21 Gerhard Schick, den finanzpolitischen Sprecher von Bündnis90/Die Grünen.

«Frontal 21 über untätige Politiker, überförderte Behörden und frustrierte Ermittler», beschreibt das ZDF den Content des Berichts, der heute Abend in der Sendung, die um 21 Uhr beginnt, zu sehen sein soll. Bei dem in Baden-Baden recherchierten Fall handelt es sich offenbar um das Anwesen Schloss Seelach, das mit hohen Millionenaufwänden zu einem der wohl wertvollsten Anwesen Baden-Badens restauriert wurde.

Die ehemalige Villa Chreptowitsch hatte Mitte des vorletzten Jahrhunderts ihren Namen von der Gräfin Chreptowitsch erhalten, die das Anwesen erworben hatte und zu einem mondänen Domizil umgestalten hatte lassen. Der europäische Hochadel, auch die Vertreter des russischen Zarenhauses, gingen ein und aus in dem prächtigen Anwesen mit ebenso prächtiger Aussicht. Im 20. Jahrhundert war die Anlage mit zahlreichen Gebäuden dann aber praktisch völlig verfallen. Von 2008 bis 2012 wurde das Schloss Seelach mit großem Aufwand restauriert. Das Anwesen soll sich in russischem Besitz befinden.

Nicht zum ersten Mal recherchiert das ZDF in Sachen Geldwäsche in Baden-Baden. 2011 war die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau in die Schusslinie geraten. Zu Ermittlungen gegen das öffentlich-rechtliche Geldinstitut kam es damals nicht.


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