Anzeige

Ehrung in Stuttgart

Ehemaliger Umweltminister Erwin Vetter erhielt gestern Staufermedaille in Gold von Winfried Kretschmann – Am 10. April zu Gast in Baden-Baden

Ehemaliger Umweltminister Erwin Vetter erhielt gestern Staufermedaille in Gold von Winfried Kretschmann – Am 10. April zu Gast in Baden-Baden
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) und Dr. Erwin Vetter (l.). Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Stuttgart/Baden-Baden, 14.03.2019, Bericht: Redaktion Am 10. April wird Erwin Vetter an der Seite von Erwin Teufel, Ministerpräsident a. D., das 12. Pierre Pflimlin Symposium in Baden-Baden besuchen. Davor wurde dem ehemaligen Minister im Kabinett von Erwin Teufel durch den amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann eine Ehre zu teil.

«Dr. Erwin Vetter setzte als erster Umweltminister Baden-Württembergs von 1987 bis 1992 nicht auf große Worte, sondern auf gute, nachhaltige und ganz konkrete Maßnahmen. Er hat damit Pflöcke eingehauen und Standards gesetzt», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestern in Stuttgart anlässlich der Verleihung der Großen Staufermedaille in Gold an Dr. Vetter.

Auf Dr. Vetters Initiative hin wurden in Baden-Württemberg innerhalb weniger Jahre wichtige Gesetze zum Schutz der Umwelt verabschiedet: zum Biotopschutz, zum Bodenschutz, aber auch zum Schutz vor giftigem Sondermüll. Mit dem Integrierten Rheinprogramm habe Dr. Vetter eine bundesweit vorbildliche Maßnahme auf den Weg gebracht, so Kretschmann. «Dr. Vetter hat eine große Liebe zur Heimat und zur Natur. Ganz besonders natürlich zum Schwarzwald. Das habe ich an seiner Unterstützung für den Nationalpark Nordschwarzwald sehr deutlich und dankbar gespürt.»

Von 1992 bis 1996 war Erwin Vetter Minister im Staatsministerium. Hier war er maßgeblich an der Europapolitik des Landes, an der Verwaltungsreform der 90er-Jahre sowie an der Sender-Fusion zum heutigen SWR beteiligt. Anschließend war er zwei Jahre lang Sozialminister. Nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett leitete Dr. Vetter viele Jahre lang als Präsident die Führungsakademie Baden-Württemberg.

«Dr. Vetter hat in vielen Jahren und Jahrzehnen Gutes für die Menschen getan. Vor allem auch als Oberbürgermeister von Ettlingen von 1974 bis 1987», betonte der Ministerpräsident. «Wer heute nach Ettlingen kommt, sieht überall Spuren seiner Amtszeit und seines Wirkens.» Erwin Vetter habe etwa mit großem Einsatz und viel Umsicht die Sanierung des historischen Stadtkerns betrieben. Nach der Gemeindereform habe er das bürgerschaftliche Leben und den Zusammenhalt in Ettlingen gestärkt, die Verkehrsanbindung verbessert und den Ruf Ettlingens als Kulturstadt von Rang begründet und gefestigt. Erwin Vetter habe zudem Ettlingen immer stärker eingebunden in die Region. «Dr. Erwin Vetter hat entscheidend zur Gründung und zum Erfolg der ‘Technologie-Region Karlsruhe’ beigetragen», sagte Kretschmann. «Ein Einsatz, der seine Stärken zur Entfaltung bringen konnte: Eine Idee zu entwickeln, auf die Menschen zuzugehen und sie für ein gemeinsames Ziel zu begeistern − und dieses Ziel dann mit Geduld und guten Kompromissen auch tatsächlich zu erreichen. Überall wo Dr. Vetter Verantwortung übernommen hat, war auf sein Wort Verlass. Und das ist bis heute so geblieben.»

Erwin Vetter übernahm auch zahlreiche Ehrenämter im Kreistag, in der CDU, in der Kirche, im Sport, in der Bildung, Kultur und Wissenschaft. 1993 gründete er die «Stiftung pro Politik» und leitete sie fast 20 Jahre lang. «Ziel dieser Stiftung ist es bis heute, bei jungen Menschen das Interesse für unsere Demokratie zu wecken, ihr Verantwortungsgefühl für unser Gemeinwesen zu schärfen und entsprechende schulische Leistungen und außerschulische Aktivitäten zu fördern und auszuzeichnen. Eine wunderbare Idee, die nun schon seit 25 Jahren erfolgreich in die Tat umgesetzt wird», betonte Kretschmann.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.