Leserbrief

Ein Leserbrief aus Hamburg – „Trotz allem Positivem darf erlaubt sein, festzustellen, dass Baden-Baden das größte Altersheim Deutschlands zu sein scheint“

Baden-Baden/Hamburg, 23.04.14 Zur goodnews4-Berichterstattung über den Vergleich von Hamburg und Baden-Baden durch die ehemaligen Hamburger Bürgermeister Dohnany und von Beust nahm der Hamburger goodnews4-Leser Richard Paul in einem Leserbrief Stellung.

Lieber Herr Frietsch, seien Sie gegrüßt! Vergleiche zwischen Baden-Baden und Hamburg wären, wenn die Kritiken der beiden tatsächlich und allen Ernstes als Attacke gemeint gewesen wären, ohnehin barer Unfug. Bewusst überspitzt wurde m. E. formuliert und diskutiert, um die Hamburger Bevölkerung, vor allem den Senat, mit der Nase auf Versäumnisse auf Notwendigkeiten, Reformen, Bedarfsfälle, Liegengelassenes drastisch hinzuweisen; sprich den Senat aufzurütteln: «Tun Sie bitte, definieren Sie bitte endlich das Notwendige für die Entwicklung, für die Zukunft der Stadt… u.s.w.»
Übrigens; der gegenwärtige SPD-Bürgermeister, Olaf Scholz, und seine Senatsmitglieder kriegen doch einiges gebacken, was vorherige Senate liegengelassen haben.
Nehmen Sie nur die Elbphilharmonie. Sie wird die Hamburger Bürger letzten Endes knapp unter einer Mrd. Euro kosten, wenn nicht gar 1 Mrd. Das Projekt an sich ist nicht zu beanstanden. Aber, die dilettantische (Fastnicht)-Planung des CDU Senats, sich nicht darum kümmern, die Dinge laufen lassen, die Ernennung von Laienspielern anstelle von Damen und Herren aus dem jeweiligen Fach, und, und, und. Dieses Chaos und die zwangsläufige, «wundersame»... Kosteninflation, (honi soit qui mal y pense) hat der jetzige Erste Bürgermeister mit seiner Frauen- und Mannschaft zu stemmen. Ein Mordsbrocken.
Also; des Baden-Badener Bürgermeisters Reaktion auf die Äußerungen der beiden ehem. HH-Bürgermeister wäre mimosenhaft, schriebe er zur solchen Lappalien tatsächlich einen Brief an die Herren Dohnany und O. v. Beust. Er möge «die Stiftskirche unterhalb des Neuen Schlosses lassen». Allerdings; ich meine, daß sich (meine Meinung ist völlig unwichtig) Baden-Baden gegenüber früheren Jahren gemausert hat. Trotz allem Positivem darf erlaubt sein, festzustellen, dass Baden-Baden das «größte Altersheim Deutschlands» zu sein scheint. Das war es schon immer; wegen seiner Lage, seiner Ruhe, seiner Unversehrtheit, seiner prächtigen Villen, wegen des Klimas. Eine Kurstadt eben, die sich dem Zeitgeist entsprechend entwickelt hat und weiterentwickeln wird.
In diesem Sinne lieber Herr Frietsch, alles Gute und herzliche Grüße aus Hamburg,
Ihr
Richard P a u l


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