Neue Standorte für Asylbewerber-Unterkünfte

Haueneberstein wird größter neuer Standort für Asylbewerber in Baden-Baden - Bürgermeister Geggus bittet goodnews4-Zuschauer um Hinweise: "Wir haben in Baden-Baden eine Knappheit an bezahlbarem Wohnraum"

Haueneberstein wird größter neuer Standort für Asylbewerber in Baden-Baden - Bürgermeister Geggus bittet goodnews4-Zuschauer um Hinweise: "Wir haben in Baden-Baden eine Knappheit an bezahlbarem Wohnraum"
Michael Geggus, Bürgermeister von Baden-Baden.

Bericht: Christian Frietsch

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Michael Geggus

Baden-Baden, 04.02.15, 00:00 Uhr Bilanz und Prognose zum statistischen Teil der Asylbewerber und Flüchtlinge in Baden-Baden hatte Bürgermeister Michael Geggus im goodnews4-VDEO-Interview schnell parat: «20 Menschen kommen im Monat zu uns, pro Jahr also 240. Wir haben 70 Plätze im Vincentiushaus, wir planen in der Schussbach 60 Plätze, somit fehlen rechnerisch noch 110 Plätze.» Bei der Suche nach den noch notwendigen Plätzen lassen die Kollegen im Rathaus den zuständigen Bürgermeister nicht im Regen stehen:

«Wir haben uns in der Stadtverwaltung besprochen und Bürgermeister Werner Hirth ist ja immer dabei und auch die GSE, die städtische Wohnungsbaugesellschaft, und auch der Ortschaftsrat, dass wir dort weitere Modulbauten für 90 Plätze errichten wollen», schildert Michael Geggus die erfolgreiche Suche, die nach Haueneberstein führte, wo ab 1. Dezember mit 90 Plätzen der größte Standort in Baden-Baden sein soll für Menschen, die in Not in unsere Stadt kommen.

Michael Geggus berichtet auch über weitere Aktivitäten der Findungsbeauftragten. In Varnhalt soll für 70.000 Euro die ehemalige Ortsverwaltung umgebaut werden, 15 Plätze schaffen und bis zur Jahresmitte zur Verfügung stehen. «Das Kloster Lichtenthal hat uns eine Wohnung in Neuweier zur Verfügung gestellt, wo wir eine bis zu zehnköpfige Familie unterbringen können», erreichte das Rathaus die Nachricht einer weiteren Entlastung. Zum Ist-Stand sagte Michael Geggus: «Wir haben in der Industriestraße 140 und in Wohnungen sind weitere 100 Menschen untergebracht.»

Wohl hat sich die Lage durch die neuen Standorte etwas entspannt, doch Michael Geggus sorgt sich dennoch. «Wir haben in Baden-Baden eine Knappheit an bezahlbarem Wohnraum», und der zuständige Bürgermeister bittet die goodnews4-Leser und -Zuschauer um Hilfe: «Wir sind dankbar um jeden Hinweis.» Er empfiehlt in diesem Fall «ein Telefonat mit unserem Herrn Weingärtner oder Herrn Hase».

Das Konzept der von Margret Mergen angeregten Patenschaften für die neuen Mitbürger will Michael Geggus gemeinsam mit der Caritas im März der Öffentlichkeit vorstellen. Zum Integrationskonzept gehört auch, «dass Asylsuchende nach drei Monaten eine Arbeit aufnehmen dürfen» und dafür hat das Rathaus einen Fragebogen entwickelt, welcher «die Kompetenzen der Asylsuchenden» abfragen soll.

Die Konflikte zwischen Asylbewerbern in der Erstaufnahmestelle in Karlsruhe wurden auch in Baden-Baden registriert. Zur Frage, ob es denn auch ein Sicherheitskonzept gibt, antwortete Michael Geggus: «Hausmeister und Sozialarbeiter sind vor Ort und die Polizei schaut auch mal vorbei.»

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Michael Geggus


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