Internationales Wirtschaftsforum Baden-Baden

IWF-Initiator Hofmann wehrt sich gegen Maffay-Schelte: "Unwahre Behauptungen, 40 000 Euro flossen an die Stiftung" - Maffay-Stiftung widerspricht erneut: "Bis heute sind 31.490 Euro auf dem Konto"

IWF-Initiator Hofmann wehrt sich gegen Maffay-Schelte: "Unwahre Behauptungen, 40 000 Euro flossen an die Stiftung" - Maffay-Stiftung widerspricht erneut: "Bis heute sind 31.490 Euro auf dem Konto"
Peter Hofmann, Initiator des Internationalen Wirtschaftsforums Baden-Baden

Bericht: Christian Frietsch

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goodnews4-O-TON-Interview von Nadja Milke mit Albert Luppart

Baden-Baden, 02.12.14, 00:00 Uhr Fast vier Wochen nach den Vorwürfen von Peter Maffay und dessen Stiftung gegen den Veranstalter des Internationalen Wirtschaftsforums Baden-Baden, ging gestern IWF-Initiator Reinhard Hofmann mit einer Presseerklärung in die Offensive. «Haltlose Vorwürfe und unwahre Behauptungen» und «Reinhard Hofmann ist entsetzt über Lügen», heißt es in der Headline der IWF-Mitteilung, die sich gegen eine Erklärung von Anfang November der Peter Maffay Stiftung richtet.

Dort hatte es geheißen, dass der IWF-Veranstalter «Peter Maffay für die Teilnahme an der Veranstaltung eine Spende eines mittleren 5 stelligen Betrags für die Peter Maffay Stiftung in Aussicht gestellt» habe und dies sei nicht eingehalten worden. «Tatsächlich wurden der Stiftung nun lediglich Tombola-Erlöse von zirka 11.000 Euro in Aussicht gestellt», schrieb die Maffay-Stiftung Anfang November. Dem widersprach nun Reinhard Hofmann mit heftigen Worten und erklärte: «Mehr als 40 000 Euro flossen an die Stiftung.»

Albert Luppart, Geschäftsführung der Peter Maffay Stiftung, dementierte noch gestern im goodnews4-O-TON-Interview auch diese Darstellung des Internationalen Wirtschaftsforums: «Das ist nicht so, bis heute sind 31.490 Euro auf das Konto der Stiftung eingegangen, das betrifft die Tombola-Erlöse und eine Spende von 20.000 Euro von Herrn Hofmann direkt.» Die Spende von Reinhard Hofmann sei nach der Erklärung der Maffay-Stiftung von Anfang November eingegangen. Peter Luppart bestätigte, dass es keine schriftliche Vereinbarung gegeben habe, aber es gebe «den Verlass auf den Veranstalter» und «wir sind von einer Spende von 50 bis 60 Tausend Euro ausgegangen». Diese Spendensumme sei so mitgeteilt worden, «nicht schriftlich, aber mündlich».

Auch die Feststellung, dass nicht nur bei einem Teil der Besucher fälschlicherweise der Eindruck von einem musikalischen Auftritt von Peter Maffay entstanden sei, bekräftigte der Maffay-Stiftungsgeschäftsführer erneut: «Auf der Veranstaltung wurde Herr Maffay von der Produktionsleiterin auf seinen musikalischen Auftritt angesprochen, Herr Maffay hat dies dann sehr schlagfertig abgetan», und es habe «bei vielen Gästen die Hoffnung gegeben, dass Herr Maffay singt», erinnert sich Albert Luppart an den Oktoberabend im Baden-Badener Kurhaus. In «der großen Broschüre» sei Peter Maffay «bei der Charity-Gala als Stargast angekündigt und das verbindet sich bei einem Musiker dann leider mit Musik», so die Erklärung von Albert Luppart für das Missverständnis.

Weiterstreiten wolle er nun aber nicht mehr: «Wir legen das ad acta, um die anvertrauten Schützlinge kümmern ist wichtiger als sich hier um Eitelkeiten des Veranstalters zu kümmern.» Die Schützlinge sind Kinder, denen die Peter Maffay Stiftung therapeutische Aufenthalte in Einrichtungen in Deutschland , Rumänien und Spanien vermittelt. Im letzten Jahr waren dies 1200 Kinder und Jugendliche.

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goodnews4-O-TON-Interview von Nadja Milke mit Albert Luppart


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