Resolution an Landtag von Baden-Württemberg

Landesteil Baden „noch immer benachteiligt“ - Landesvereinigung Baden kritisiert Grün-Rote Regierung - "Im kulturellen Bereich fehlen 48 Millionen, bei Universitäten 40 Millionen Euro"

Landesteil Baden „noch immer benachteiligt“ - Landesvereinigung Baden kritisiert Grün-Rote Regierung - "Im kulturellen Bereich fehlen 48 Millionen, bei Universitäten 40 Millionen Euro"

Karlsruhe, 02.12.14 Lange war es ruhig um die Landesvereinigung Baden, die in den vergangenen Jahren immer wieder die Benachteiligung des Landesteils Baden gegenüber Württembergs anprangerte. Mit einer Resolution meldeten sich die Aktivisten um den Baden-Badener Professor Robert Mürb zurück.

Bei der Jahreshauptversammlung richtete die badische Organisation eine Resolution an die Abgeordneten des Landtags von Baden-Württemberg, «in der sie nach wie vor Benachteiligungen des Badischen Landesteils nachweist», heißt es in einer Erklärung von gestern. Wie die Stimmungslage sei, zeigten nach Ansicht der Landesvereinigung Baden zwei verschiedene Befragungen in den letzten Jahren. Um die Jahreswende 2012/2013 hätten auf die Frage des Südkuriers, ob «Baden benachteiligt wird», 89 Prozent der Leserinnen und Leser in Überlingen am Bodensee mit Ja geantwortet. Sie hätten beklagt, dass «zu Vieles aus Stuttgarter Sicht» entschieden werde. Auf die gleiche Frage hätten während der «Badenmesse» in Freiburg im September 2014 100 Prozent und in Karlsruhe bei der «Offerta» 96,7 Prozent der Besucherinnen und Besucher mit Ja geantwortet.

Diese Meinung der Mitbürgerinnen und Mitbürger sei berechtigt, kommentiert die Landesvereinigung Baden, zu deren Gremien auch badische Landes-, Bundes- und Europaparlamentarier gehören. Unter ihnen der Daniel Caspary, CDU Europaabgeordneter, oder auch Ingo Wellenreuther, CDU Bundestagsabgeordneter. Die «Badener» rechnen vor, dass proportional zur Bevölkerung der Landesteil Baden massiv benachteiligt sei. «Im kulturellen Bereich sind es, gemessen an der Bevölkerungszahl, im Jahr 2013/2014 zirka 48 Millionen Euro.» An den Universitäten würden im gleichen Jahr mindestens 40 Millionen fehlen, gemessen an den Studierendenzahlen, heißt es aus der Zentrale der Landesvereinigung aus Karlsruhe. «Wir appellieren an den Landtag und Landesregierung, endlich entsprechend der Landesverfassung alle Regionen im Land gleichermaßen nachhaltig zu fördern und den zentralistischen Staat nicht weiter auszubauen.»

Zeitlich gut platziert zur Landtagswahl könnte das Gespenst der Baden-Frage in Stuttgart wieder herumgeistern. Im grenzüberschreitenden Bereich vereinbarten die unbequemen Badener «eine enge Kooperation mit Pierre Klein, Präsident der Elsässer Bürgerinitiative für Einheit in Vielfalt und des Verbandes zweisprachiges Elsass, heißt es abschließend in der badisch-patriotischen Erklärung. Mehr: www.lvbaden.de


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