Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Warum nicht mit dem Rastatter AfD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Volker Kek?“ – Zum goodews4-Bericht „AfD-Politiker Hermann und Helber kritisieren Rastatter Oberbürgermeisterin und die SPD“

Baden-Baden, 04.09.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht AfD-Politiker Hermann und Helber kritisieren Rastatter Oberbürgermeisterin und die SPD – «Wirtschaftliche Warnsignale in Rastatt immer deutlicher».

Der Baden-Badener AfD-Landtagsabgeordnete Kurt Hermann hat zusammen mit dem Rastatter AfD-Stadtrat Philipp Helber auf die Stellungnahme von Oberbürgermeisterin Monika Müller zum drohenden Stellenabbau in der Automobilindustrie in Rastatt und Kuppenheim reagiert. Die beiden AfD-Politiker schieben Frau Müller und ihrer SPD eine Mitschuld für hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und ungünstige politische Rahmenbedingungen für die deutsche Automobilbranche zu. Herr Helber weist darauf hin, dass «Baden-Württemberg 2024 rund 61,7 Terawattstunden Strom verbrauchte, im Land selbst aber nur rund 34,1 Terawattstunden erzeugte». Nach Herrn Helbers Interpretation werde «der Strombedarf politisch immer weiter nach oben getrieben». Unabhängig davon, ob Herrn Helbers Aussagen zur Energiepolitik nun korrekt von ihm ergoogelt wurden oder nicht, stellen sich aber noch weitere Fragen:

 

Warum hat Kurt Hermann diese Pressemitteilung denn ausgerechnet mit Herrn Helber, und nicht mit dem Rastatter AfD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Volker Kek erarbeitet und der Presse verkündet? Nach Studium des Maschinenbaus in Karlsruhe hat Herr Kek als Projektingenieur für die Deutsche Bundesbahn und die Systron GmbH gearbeitet. Als selbständiger Thermo- und Fluiddynamiker berät er seine Kunden bei Fragen zu Bauphysik, Gebäudeenergieeffizienz und Wärmeschutz. Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass Volker Kek auf den Gebieten Energie- und Wärmetechnik und auch in der Energiepolitik ein ausgewiesener Experte ist.

Philipp Helber hat nach der Hauptschule eine Ausbildung zur Fachkraft für Materialbewirtschaftung gemacht. Er war im Klinikum Mittelbaden für unterschiedliche Beschaffungsprozesse zuständig. Später war er nach eigenen, kaum überprüfbaren Angaben als Selbständiger in den Bereichen Social Media und Vermarktung tätig. Man fragt sich, wo Herr Helber in seiner Berufsbiographie denn fundierte Fachkenntnisse in den Bereichen Energietechnik und Energiepolitik erworben haben will. Was qualifiziert ihn zu gemeinsam mit Kurt Hermann verkündeten fachkundigen Pressemitteilungen zur deutschen Energiepolitik? Ein einstündiges Studium an der Instagram- oder Youtube-Universität? Ist solide Fachkompetenz für Mandatsträger der AfD nicht so wichtig? Oder ist inzwischen jeder in der Alternative für Deutschland unabhängig von Ausbildung und Berufsweg mit Unterstützung von KI bereits Fachexperte für alles und jedes?

Boris Fernbacher
Baden-Baden


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