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Augustaplatz-Neugestaltung

OB Gerstner beruhigt in Sachen Augustaplatz: "Der neue Gemeinderat wird entscheiden" - goodnews4-VIDEO-Umfrage: "Bitte keine weiteren Gebäude" - "Nur ein quadratisch, praktisches Gebilde passt nicht zur Stadt"

OB Gerstner beruhigt in Sachen Augustaplatz: "Der neue Gemeinderat wird entscheiden" - goodnews4-VIDEO-Umfrage: "Bitte keine weiteren Gebäude" - "Nur ein quadratisch, praktisches Gebilde passt nicht zur Stadt"

Bericht: Christian Frietsch

goodnews4-VIDEO-Umfrage von Nadja Milke

Baden-Baden, 04.10.13, 00:00 Uhr Nochmals versuchte Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner manche aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. Während der öffentlichen Bürgerinformation im Rathaus regte sich einige Skepsis wegen des Sieger-Entwurfs für die Neugestaltung des Augustaplatzes. Nach den Ausführungen von OB Gerstner soll der neue Gemeinderat, der im Mai nächsten Jahres gewählt wird, die Entscheidung treffen wie der neben dem Leopoldsplatz wichtigste Baden-Badener Platz gestaltet werden soll. Insbesondere gegen ein im derzeitigen Entwurf vorgesehenes Gebäude gibt es Bedenken bei einem Teil der Bürger. Im Gemeinderatssaal des Rathauses präsentierte Eckart Rosenberger, Vorsitzender des Preisgerichts, den über 120 Bürgern die Ergebnisse des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Augustaplatzes.

Wettbewerbsaufgabe sei das Erarbeiten eines «städtebaulichen und freiraumplanerischen Vorentwurfs» gewesen, hieß es seitens der Stadt. Die anspruchsvolle Aufgabe sei in Zusammenarbeit von Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanern sowie Architekten erarbeitet worden. Das Preisgericht hatte am Dienstag, dem 10. September, über die vorgelegten Arbeiten von insgesamt 20 Ingenieur-Büros entschieden und den Siegerentwurf ausgewählt.

In einer goodnews4-VIDEO-Umfrage am Mittwochabend nach der Bürgerveranstaltung fielen die Antworten durchwachsen aus. «Ich habe den Eindruck, dass der Augustaplatz modern wirkt und sich in das Gefüge der Stadt einfügt», hatte ein befragter Baden-Badener Bürger einen eher positiven Eindruck vom vorliegenden Entwurf.

«Die Architektur, die den ersten Preis gewonnen hat, passt nicht zur Stadt, es ist alles viel zu gerade. Nur ein quadratisch, praktisches Gebilde da reinzusetzen empfinde ich als nicht schön.» Er würde viel lieber einen See erhalten, der würde «besser passen zu dem ganzen Ensemble außen rum», riet dieser befragte Bürger.

«Es soll auf gar keinen Fall ein Haus gebaut werden, das finde ich unmöglich», monierte eine Dame. Am derzeitigen Augustaplatz gebe es «nichts zu meckern», er sei «ein Fotomotiv für alle Leute, die kommen». «Der Kiosk, der sollte neu gemacht werden, ansonsten ist alles in Ordnung», so das Fazit und «wieder ein Neubau dahin ist doch doof».

«Auf keinen Fall ein Haus bauen», meinte auch ein anderer am Mittwochabend im Rathaus engagierter Baden-Badener. «Ich bin dafür, dass kein neues Gebäude dazu kommt», blies eine Baden-Badenerin ins gleiche Horn. Es sei jetzt wunderschön mit dem Palais Gagarin. «Bitte keine weiteren Gebäude», flehte sie die baufreudige Stadtverwaltung an.

«Ich würde es begrüßen, wenn er so bleibt wie er ist, ein neues Gebäude kann ich mir schlecht vorstellen», meinte ein weiterer Befragter. «Ich bin gegen das neue Gebäude und in ein paar Jahren fehlen die Leute, um auf dem großen Platz die Flaschen aufzusammeln», schaute eine Baden-Badenerin schon besorgt in die Zukunft eines Augustaplatzes ohne See. Mit ihrer Empfehlung «nur der Kiosk könnte verschwinden», fand sich die Dame in der Mehrheitsmeinung der Befragten wieder.

PDF Protokoll Preisgerichtssitzung Wettbewerb Augustaplatz

goodnews4-VIDEO-Umfrage von Nadja Milke