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Leserbrief

Offener Brief von Yannic Weber - Vandalismus an der Stauferstele in Baden-Baden

Offener Brief von Yannic Weber - Vandalismus an der Stauferstele in Baden-Baden
Zu der Einweihung der Stauferstele am Alten Schloss kam auch Max Markgraf von Baden. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 14.10.15, Bericht: Leserbrief In einem offenen Brief an die Stadtverwaltung Baden-Baden berichtet Yannic Weber über Vandalismus, der die Stauferstele am Alten Schloss getroffen hat. In einem in diesem Schreiben beinhalteten Link sind die betrüblichen Ergebnisse zu sehen.

Das Schreiben von Yannic Weber im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren vom Fachbereich Bürgerdienste, Sicherheit und Umwelt,

leider ist mir Anfang der vergangenen Woche bei einem Besuch des Alten Schlosses aufgefallen, dass die dortige, für viel Geld gestiftete und aufgestellte «Stauferstele» Opfer von Vandalismus geworden ist. Sie ist auf mehreren Seiten beschmiert bzw. mit Parolen beschriftet. Eine der Aufschriften ist Russisch; es handelt sich, soweit ich es entziffern kann, um Glückwünsche für ein Hochzeitspaar. Aufgrund der angegebenen Namen und des Datums gehe ich davon aus, dass Sie beim Abgleich mit den standesamtlichen Daten die Hochzeitsgesellschaft ermitteln und die Urheber zur Verantwortung ziehen können.

Meine Bildaufnahmen von den Verunreinigungen habe ich dem Projekt stauferstelen.net zur Verfügung gestellt, das dieses wichtige europaweite Erinnerungswerk, an dem teilzuhaben auch Baden-Baden die Ehre hat, erforscht und dokumentiert. Herr Koblank, der Betreiber der Seite, ist daraufhin am vergangenen Wochenende nach Baden-Baden gefahren, um die Stele provisorisch zu reinigen. Sie können den Vorgang hier: www.stauferstelen.net nachlesen.

Bitte erlauben Sie mir, Ihnen die Lektüre dieses Beitrags nachdrücklich ans Herz zu legen! Es wäre wirklich eine Schande für Baden-Baden, wenn wir die einzige Stadt in ganz Europa wären, deren Stauferstele ständig zum Opfer von Vandalismus würde! Daher bitte ich Sie, die von Herrn Zorn von der Burggastronomie vorgeschlagene Standortverlegung in Erwägung zu ziehen und beim Land vorzuschlagen. Eine Überwachung des abgelegenen Parkplatzes unter der Burg ist jedenfalls keine Option, so bliebe das Denkmal auch zukünftig schutzlos. Auch die vor einigen Monaten erfolgte Schändung des Dragonerdenkmals am Fremersberg möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal in Erinnerung rufen.

Ebenfalls habe ich mir erlaubt, diese Nachricht informationshalber an die Damen und Herren der Presse, des Vereins Stadtbild Baden-Baden sowie des Arbeitskreises für Stadtgeschichte in Kopie zu schicken.

Mit freundlichen Grüßen
Yannic Weber