Entscheidung über Gemeinschaftsschule

Patrick Meinhardt alleine auf weiter Flur - Schulpolitischer Ideologie-Streit schlägt auf Baden-Baden durch - "OB lässt es zu, Bürgermeister Geggus ist Fan der Gemeinschaftsschule, Beate Böhlen will das und SPD forciert"

Patrick Meinhardt alleine auf weiter Flur - Schulpolitischer Ideologie-Streit schlägt auf Baden-Baden durch - "OB lässt es zu, Bürgermeister Geggus ist Fan der Gemeinschaftsschule, Beate Böhlen will das und SPD forciert"

Bericht: Christian Frietsch

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goodnews4-O-TON-Interview von Nadja Milke mit Patrick Meinhardt

Baden-Baden, 16.04.14, 00:00 Uhr Um die Kontakte von Patrick Meinhardt ins Baden-Badener Rathaus ist es offenbar nicht sonderlich gut bestellt. «Ich habe nur mitbekommen, dass das Rathaus vorhat, dass der Gemeinderat am 12. Mai 14 Tage vor der Kommunalwahl noch eine Entscheidung für eine Gemeinschaftsschule an einem der beiden Schulstandorte durchziehen will», berichtete der ehemalige bildungspolitische Sprecher der FDP im goodnews4-O-TON-Interview über die Planungen der Baden-Badener Verwaltung in Zusammenhang mit den Schulen in Lichtental und der Baden-Badener Weststadt. Der landespolitische Ideologiestreit um das Schulmodell der Zukunft schlägt nun wohl in Baden-Baden voll durch. Schon vor Tagen hatte Hansjürgen Schnurr, CDU-Stadtrat und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Baden-Lichtental, gewarnt, dass «dieses Mal Vereine und Bevölkerung nicht untätig» zusehen würden.

«Wenn die Entscheidung für die Weststadt fällt, würde dies mittelfristig das Aus für Lichtental bedeuten. Würde die Entscheidung für Lichtental fallen, würde dies mittelfristig das Aus für die Weststadt bedeuten», fast der FDP-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl die Konsequenzen für die Baden-Badener Schullandschaft zusammen. «Eine chaotische Situation», meint der FDP-Hoffnungsträger, der den derzeitigen FDP-Fraktionschef Michael Bauer ablösen wird, wenn die Baden-Badener bei der Kommunalwahl den FDP Fraktionsstatus erreicht. Ziel der Baden-Badener FDP sei es, die Lichtentaler Schule und auch die Theodor-Heuss-Schule in der Weststadt «mit einer intelligenten Lösung» zu erhalten.

Auf die Schulpolitik aus Stuttgart ist Patrick Meinhardt nicht gut zu sprechen. Dort werde «eine Scheckbuch-Bildungspolitik durch die grün-rote Landesregierung gemacht», wirft er der Kretschmann-Regierung vor. «Passt auf, macht Gemeinschaftsschulen, dann kriegt ihr das Geld», laute die Devise der grün-roten Regierung. «Da sagt manche Kommune, das Geld brauchen wir und stellt den Antrag obwohl sie diese Schule gar nicht haben will», vermutet er offenbar auch ein finanzielles Motiv bei der Baden-Badener Verwaltung. Kretschmann habe angekündigt, in 10 Jahren nur noch Gymnasien und Gemeinschaftsschulen haben zu wollen.

Zur Mengenlage in Baden-Baden vermutet er eine breite Front von CDU-Politikern, SPD und Grünen zu Gunsten einer Gemeinschaftsschule: «Der OB lässt es zum Ende seiner Amtszeit zu, Bürgermeister Geggus macht keinen Hehl daraus, dass er ein Fan der Gemeinschaftsschule ist, die grüne Landtagsabgeordnete Beate Böhlen will das ohnehin in Baden-Baden vorantreiben und die SDP-Gemeinderatsfraktion hat das auch forciert.» So sieht sich Patrick Meinhardt, der den Segen der Gemeinschaftsschule für Baden-baden verhindern möchte, ziemlich alleine auf weiter Flur unter den Kommunalpolitikern. Die Betroffenen sieht er jedoch hinter sich: «Die Politik will das, nicht aber die Pädagogen, nicht die Schüler und nicht die Eltern», glaubt Patrick Meinhardt die Stimmung im Volk richtig einzuschätzen.

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goodnews4-O-TON-Interview von Nadja Milke mit Patrick Meinhardt


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