Entscheidung über Gemeinschaftsschule in Baden-Baden

Stadtrat Schnurr warnt das Baden-Badener Rathaus - "Hände weg von unserem Schulstandort in Lichtental!" - "Vereine und Bevölkerung werden dieses Mal nicht untätig zusehen"

Stadtrat Schnurr warnt das Baden-Badener Rathaus - "Hände weg von unserem Schulstandort in Lichtental!" - "Vereine und Bevölkerung werden dieses Mal nicht untätig zusehen"

Bericht: Christian Frietsch

Baden-Baden, 14.04.14, 00:00 Uhr Einen aufrüttelnden Brief an Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, den Ersten Bürgermeister Werner Hirth und Bürgermeister Michael Geggus gab gestern Stadtrat Hansjürgen Schnurr den Fraktionschefs des Baden-Badener Gemeinderats und den Medien zur Kenntnis. Offenbar muss das Rathaus mit massivem Widerstand gegen die Planung für den Standort der Gemeinschaftsschule rechnen. Eine Stellungnahme gegenüber der betroffenen Öffentlichkeit und den Medien gab es in dieser brisanten schulpolitischen Planung bisher aus dem Rathaus nicht. Als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Baden-Lichtental kündigt Stadtrat Hansjürgen Schurr in seinem Begleitschreiben an Fraktionschefs und Medien an: «Die Lichtentaler Vereine und auch die Bevölkerung werden dieses Mal nicht untätig zusehen, wie versucht wird, eine für unsere Stadtteile im Osten der Stadt überaus wichtige Infrastruktureinrichtung schleichend dem Untergang auszusetzen.»

Und er warnt die Baden-Badener Verwaltung: «Wir sagen: ‘Hände weg von unserem Schulstandort in Lichtental!!!’» Zur recht konfusen Informationslage heißt es in dem Schreiben an die Rathausspitze: «Ideologisch geprägte Vorgehensweisen sind hier nicht angebracht; und schon gar nicht, Schulleiter vor sich herzujagen und sich gegenseitig das Wasser abgraben zu lassen. Wir wissen, dass die Theodor-Heuß-Schule ursprünglich nicht die Absicht hatte, einen Antrag auf Zulassung als Gemeinschaftsschule zu stellen. Weshalb sie plötzlich nach Weihnachten ihre Meinung geändert hat, können wir nur vermuten. Tatsache ist doch auch, dass sich der Rektor der Werkrealschule in Lichtental dann auch gezwungen fühlt, einen Antrag zu stellen. Hätte keine Schule einen Antrag gestellt, hätten wir die Diskussion überhaupt nicht. Wir fragen Sie, was wäre denn dann?»

Unklar sind die Meinungsbildungsprozesse des Rathauses in der Baden-Badener Schulpolitik, die erneut ein Licht auf die mangelhafte Kommunikationsbereitschaft der Baden-Badener Stadtverwaltung wirft. Keine Zahlen, keine Fakten, keine Offenheit ist auch bei der Schulpolitik das vorläufige Resümee für die Bereitschaft der Rathausspitze zum Bürger-Dialog. «Wird denn, nachdem sich alle möglichen Kandidaten bei der OB-Wahl und auch jetzt die Parteien zur Kommunalwahl die Bürgerfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben haben, nicht mehr mit denen geredet, die es angeht?» fragt Hansjürgen Schnurr und erinnert damit auch den für die Schulen verantwortlichen Michael Geggus, der für den Fall seiner Wahl zum Oberbürgermeister ein neues Kommunikationsprinzip angekündigt hatte. Das Schreiben von Hansjürgen Schnurr in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Baden-Lichtental als PDF


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