Ungewohnte Ruhe

Stillstand bei Baustelle Europäischer Hof - Architekt Peter Kruse erklärt die Ursache: "Das uns zugesagte Bohrgerät konnte nicht zur Verfügung gestellt werden"

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goodnews4-O-TON-Interview von Nadja Milke mit Peter Kruse

Baden-Baden, 14.10.2016, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Durch die ewige Baustelle Neues Schloss und den nicht eingelösten Ankündigungen eines Luxus-Hotels sind manche Baden-Badener beim Fortgang von Baustellen besonders sensibilisiert. Dass nun seit einiger Zeit an der Baustelle des Europäischen Hofs ungewohnte Ruhe einkehrte, beunruhigte eben manchen dieser sensibilisierten Bürger.

Im goodnews4-O-TON-Interview erklärte Architekt Peter Kruse die Gründe für den Stillstand des Baustelle: «Die im Moment eingetretene Pause liegt einfach und schlicht daran, dass das uns zugesagte Bohrgerät, um die Bohrpfähle rund um die Luisenstraße einzubringen, nicht zur Verfügung gestellt werden konnte.» Schuld daran sei die gute Konjunktur, vor einem Jahre seien «solche Geräte noch auf Halde angeboten» worden. «Es gibt überhaupt keine Gründe besorgt zu sein», will Peter Kruse überhaupt gar keinen Zweifel aufkommen lassen, dass es nach dem Neuen Schloss ein weiteres Sorgenkind für die Baden-Badener Hotelbranche geben könnte.

Die Planung für den neuen Europäischen Hof sieht der Baden-Badener Architekt nicht gefährdet, es sei und bliebe «das Ziel 2018». Und er wolle mal ganz mutig sein, kündigte Peter Kruse eine Pre-Opening-Phase für das Spätjahr 2018 an. Gut vorbereitet könne dann der erste Gast zum Jahreswechsel einchecken.

Doch davor wird es noch eine Reihe von Herausforderungen geben. «Der nächste Schritt wird dann sein, dass die Pfähle entlang der Luisenstraße eingebracht werden, die dürfen nicht sehr tief eingebracht werden, weil wir dort im Thermalwasserschutzgebiet sind», erklärt der für das Projekt verantwortliche Architekt. Eine imposante Konstruktion sei notwendig, die bleiben müsse bis der Aushub getätigt ist. «Nach den Unterfangungen wird der Keller gebaut, nach dem Keller und wenn die Decke über dem Keller betoniert ist, erst dann können die Bohrpfähle gegen den neuen Keller gesichert werden und die Stahlkonstruktion rückgebaut werden», schildert Peter Kruse die nächste Etappe des großen Projekts mitten in der Innenstadt.

«Jetzt fahren aber die schweren Busse, man kennt das Leid mit den Bussen vom Leopoldsplatz, auf der Wasserflussrichtung an der rechten Seite des Rotenbachkanals entlang und wirken von der Seite auf ihn ein. Um ihn zu sichern, ist der ganze Aufwand nötig», gibt Peter Kruse einen kleinen Einblick in die Vielzahl der Aufgaben und Rücksichten rund um das Projekt, das das Gesicht der Innenstadt auf behutsame Weise erfrischen wird.

Einige Abstimmungen werden auch mit der zwei Jahre währenden Baustelle in der direkten Nachbarschaft am Leopoldsplatz notwendig werden: «Wenn dann die Aushubarbeiten stattfinden und größere LKW-Kolonnen da entlangfahren, dann wird sich das einspielen müssen», ist Peter Kruse auch auf diesen Sidekick vorbereitet.

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