Baden-Badener Markenzeichen

Prekäre Lage bei Baden-Badener Philharmonie - CDU-Stadträtin Keilbach-Siegle: "Handlungsbedarf sehen wir schon lange" - Richtungsentscheidung mit BKV-Verträgen

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Reinhilde Kailbach-Siegle

Baden-Baden, 16.05.15, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Ministerpräsident Winfried Kretschmann reiste gerade durch den Landkreis Rastatt und umkurvte damit einige drängende Fragen, die sich in Baden-Baden an die Landesregierung stellen. Nachdem in Baden-Baden aus standortpolitischer Sicht fast verschlafenen SWR-Staatsvertrag, naht nun eine 100 Millionen-Frage.

Die Frage nämlich, ob die sogenannten BKV-Verträge zwischen Land und Stadt verlängert werden oder nicht. Die Entscheidung fällt in der kommenden Legislatur. Im goodnews4-VIDEO-Interview machte CDU-Stadträtin Reinhilde Keilbach-Siegle noch einmal darauf aufmerksam, was von den jährlich 10 Millionen Euro Landesmitteln alles abhängt − das sind nicht nur «Theater und Kur- und Parkanlagen», sondern beispielsweise auch die Baden-Badener Philharmonie.

Und bei den Baden-Badener Musikern hängt der Haussegen ohnehin schon mehr als schief. Die wirtschaftliche Lage ist prekär. Nicht auszudenken, welche Entwicklung diese wichtigen Baden-Badener Markenzeichen nähmen, wenn die Landesmillionen bald fehlen würden. «Einen Handlungsbedarf sehen wir schon lange, eine Initialzündung hat aber Herr Baleff, der Dirigent der Philharmonie, gegeben, als er Ende März im Schul-, Kultur- und Sportausschuss für seine Philharmonie aus sich heraus gegangen ist», beschreibt Reinhilde Keilbach-Siegle die emotionale Lage der Baden-Badener Philharmoniker, die weit unter tariflichen Standarts arbeiten und auch deshalb um 300.000 Euro an Einnahmeverlusten fürchten müssen, die sie im Wettbewerb mit anderen Orchestern zu verlieren drohen.

Reinhilde Keilbach-Siegle plädiert für eine interfraktionelle Maßnahme in Form eines Arbeitskreises oder einer Kommission. Diese sollte sich dann sinnvollerweise ganzheitlich um die Kulturfinanzierung Baden-Badens insgesamt kümmern und die Vorbereitung der strategischen Ausrichtung für die Verhandlungen zu den für Baden-Baden lebenswichtigen BKV-Verträgen vorantreiben sollte. Die Grundlagen für die 2020 zu erneuernden Verträge könnten vermutlich schon in den nächsten Monaten bestimmt werden. Noch vor der Landtagswahl sollten die möglichen Kandidaten für eine zukünftige Regierung aufgefordert werden, Farbe zu bekennen in Sachen BKV-Verträge. Das gilt für Grün-Rot und auch für Schwarz-Gelb. Dann haben die Baden-Badener eine Entscheidungshilfe für ihre Stimmabgabe. Nach dem politisch gewollten Niedergang des Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg wird es auch für die Baden-Badener Philharmoniker zumindest eine Richtungsentscheidung geben. PDF IST-Situation der Baden-Badener Philharmonie, Schul-, Kultur- und Sportausschusses

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