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Aus dem Rathaus Baden-Baden

Spannende Geschichte des Bankiers Franz Meyer aus dem Stadtarchiv wird veröffentlicht - 1.500 Seiten des 19. Jahrhunderts

Spannende Geschichte des Bankiers Franz Meyer aus dem Stadtarchiv wird veröffentlicht - 1.500 Seiten des 19. Jahrhunderts
Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 27.04.2016, Bericht: Rathaus Vor inzwischen zehn Jahren hat der Baden-Badener Oberstufenschüler Sebastian Diziol im Stadtarchiv ein Berufsorientierungspraktikum absolviert.

Bereits damals fesselte ihn von den vielen Tausend hier verwahrten Dokumenten zur Stadtgeschichte eines ganz besonders: die Tagebücher des Bankiers Franz Meyer (1799-1871). Nach Studium und Promotion hat es den einstigen Praktikanten zum Solivagus-Verlag nach Kiel verschlagen, einem exklusiven Fachverlag für historische Quelleneditionen. Als Mitarbeiter dieses Verlags verwirklicht er nun seinen lange gehegten Wunsch, die Tagebücher zu publizieren. Der erste von drei Bänden soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Das Stadtmuseum/-Archiv Baden-Baden begrüßt und unterstützt das Projekt, durch das sich die seltene Gelegenheit ergibt, einer breiteren Öffentlichkeit eine höchst spannende Quelle zur Stadtgeschichte auf bequeme Art und Weise zugänglich zu machen. Franz Meyer hat seine Berichte 1817 begonnen und bis zu seinem Tod, mithin mehr als ein halbes Jahrhundert lang, fortgeführt. Auf über 1.500 Seiten beschreibt er nicht nur seinen persönlichen Werdegang, sondern nimmt immer wieder auch Anteil an politischen und gesellschaftlichen Ereignissen. So nehmen beispielsweise die Berichte zu den Ereignissen in den Revolutionsjahren 1848/49 einen breiten Raum ein. So überliefern die Tagebücher, die durch zahlreiche Beilagen angereichert sind, ein dichtes Bild zur Sozial- und Stadtgeschichte aus einer historisch bewegten und ereignisreichen Zeit.


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