Neue Ideen für Neues Schloss

Vision für Neues Schloss - FBB-Stadtrat Heinrich Liesen sendet Nutzungskonzept an OB Mergen - „Deutsch-französische Begegnungsstätte“ und „Europäisches Bildungs- und Kulturzentrum“

Vision für Neues Schloss - FBB-Stadtrat Heinrich Liesen sendet Nutzungskonzept an OB Mergen - „Deutsch-französische Begegnungsstätte“ und „Europäisches Bildungs- und Kulturzentrum“
Heinrich Liesen, Stadtrat Freie Bürger für Baden-Baden. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 20.10.2017, Bericht: Christian Frietsch Nach den Vorschlägen von Professor Robert Mürb für einen Runden Tisch − goodnews4.de berichtete − kommt eine konstruktive Diskussion um das Neue Schloss doch in Schwung.

In einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Margret Mergen legt FBB-Stadtrat Heinrich Liesen ein als «Vision I» bezeichnetes Nutzungskonzept für das Neue Schloss vor.

Der Medizinprofessor und ehemalige Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sieht für die Zukunft das «Neue Schloss als deutsch-französische Begegnungsstätte» und als «europäisches Bildungs- und Kulturzentrum». Damit folgt Heinrich Liesen der Aufforderung von Oberbürgermeisterin Margret Mergen, die bei der letzten Gemeinderatssitzung um Ideen für das Neue Schloss gebeten hatte. Der FBB-Stadtrat schlägt auch ein Verfahren vor, weitere Ideenskizzen zu sammeln, um diese dann zunächst am Runden Tisch und dann gemeinsam mit den Bürgern zu diskutieren.

Bereits vor Jahren gab es in Baden-Baden unterschiedliche Initiativen für deutsch-französische Einrichtungen und auch ein Museum. Eine Initiative ging von Stadtrat Werner Schmoll schon im Jahr 2002 aus, was er in einem Antrag 2013 an den damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner wiederholte. Dabei erinnerte Werner Schmoll an eine Anfrage des ehemaligen französischen Ministers und damaligen Senators Daniel Hoeffel im Französischen Sénat in Paris, der dort im Jahr 1999 für die Idee warb, aus der ehemaligen Offiziersmesse «Hotel Latour d'Auvergne» ein «aus der Deutsch-Französischen Freundschaft» zu machen. Der damalige Verteidigungsminister Alain Richard, sprach sich für die Idee aus, machte aber klar, dass der französische Staat nicht zuständig sei, da die Immobilie der Bundesrepublik Deutschland gehöre. Auch eine Initiative von Peter Steinbach, emeritierter Professor für Neuere und Neueste Geschichte und Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, scheiterte 2013 ebenfalls am fehlenden Interesse im Baden-Badener Rathaus. Ein Konzept für ein deutsch-französisches Projekt liegt dem Rathaus vor.

Auch ein Gespräch zwischen Pierre Pflimlin und Konrad Adenauer Mitte Mai 1959 interpretiert Peter Steinbach als einen wichtigen Baustein auf dem Weg der Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich, was schließlich auch eine Grundlage war für das historische Treffen von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle in Baden-Baden. Schon zum 10. Mal fand in diesem Jahr das Pierre Pflimlin-Symposium auf Initiative von goodnews4.de und dem Brenners Park-Hotel statt. Am gleichen Platz, wo die beiden Staatsmänner im Februar 1962 den deutsche-französischen Freundschaftsvertrag vorbereiteten − im Brenners Park-Hotel.

Das Schreiben von Heinrich Liesen an OB Margret Mergen im Wortlaut:

Neues Schloss − Ideen bzgl. alternativer Nutzung 18.10.17

Sehr geehrte Frau Mergen,

im letzten Gemeinderat am Ende einer Diskussion zum Neuen Schloss baten Sie um Unterstützung mit neuen Ideen zur alternativen Verwendung/Nutzung des Neuen Schlosses.

In Anlage sende ich Ihnen einen Vorschlag der FBB. Er ist als Vision I gezeichnet, weil wir uns auch noch andere Nutzungsmöglichkeiten vorstellen können. Dies bin ich gerne bereit − wenn das in Ihrem Interesse ist − zu skizzieren. Auf der Basis solcher Ideenskizzen schlagen wir vor, zunächst am «Runden Tisch» und dann gemeinsam mit den Bürgern über diese zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen Freie Bürger für Baden-Baden e.V. Prof. Dr. med. Heinrich Liesen Stadtrat

PDF Nutzungskonzept − Neues Schloss


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