Streit um Schicksal der Ruine Hundseck

CDU-Abgeordneter Tobias Wald sieht „Katastrophe“ - Hundseck-Entscheidung „unfassbar“ - Gegen Initiative von Bea Böhlen

Bühl, 22.11.2017, Bericht: Redaktion «Unfassbar und schlicht eine Katastrophe», mit diesen Worten wird Tobias Wald, CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Baden-Baden, zur Entscheidung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zitiert.

Das Regierungspräsidium hat die Verfügung des Landratsamts, die Ruine Hundseck abzureißen, aufgehoben. «Ich pflichte Jörg Schmidt, immerhin ehemaliger Vizepräsident des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg, bei: Die Entscheidung steht nicht nur in völligem Widerspruch zum Urteil des Amtsgerichts, sondern verkennt die Tatsache, dass die Ruine das Landschaftsbild und das gesamte Umfeld verschandelt», stellt der empörte CDU-Landtagsabgeordnete fest. Tobias Wald verweist in seiner Erklärung an die Medien darauf, dass er seit Jahren intensiv alle Bestrebungen unterstützt habe, «den Schandfleck zu beseitigen». Er erinnert auch an einen sogenannten Runden Tisch, dabei seien Lösungen aufgezeigt worden. «Jene wurden aber torpediert. Und zwar von den Eigentümern: Sie sorgten mit Petitionen für eine völlig überflüssige Zeitverzögerung und zudem mit einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch für weitere Verwirrung.» Durch die Entscheidung des Regierungspräsidiums «sind wir jetzt so weit wie vor vier Jahren», befürchtet der CDU-Politiker. Und deshalb bringe, «ein erneuter Runder Tisch, wie von meiner Kollegin Beate Böhlen vorgeschlagen, leider schlichtweg nichts. Oder wollen wir weiter billigen, dass die Eigentümer uns und der gesamten Region weiter auf der Nase herumtanzen?», fragt er und gibt gleich seine Antwort: «Nein!».

Das Regierungspräsidium, betont Wald weiter, hat eine schnelle Lösung vereitelt. Jene lag und liegt auf der Hand: Eigentumsverhältnisse klären, denn erst dann macht eine Ersteigerung auch Sinn. Dann kann der Investor, der bereit steht, den beabsichtigen touristischen Leuchtturm schaffen. «Und für eine Förderung durch das Land werde ich mich einsetzen», verspricht Wald. Gute Gespräche darüber habe es schon gegeben.

«Das hätte alles schnell gehen können. Doch durch die unverständliche RP-Entscheidung geht die Hängepartie jetzt weiter. Damit ist klar, wo die Verantwortung für das Debakel liegt», so Wald abschließend.


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