Zentrum "Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung"

Staatssekretärin Mielich in Eisental - DORV-Zentrum zum Einkaufen: „Das Projekt kann man sich schöner gar nicht ausdenken“

Staatssekretärin Mielich in Eisental - DORV-Zentrum zum Einkaufen: „Das Projekt kann man sich schöner gar nicht ausdenken“
Baerbl Mielich im DORV-Zentrum in Buehl-Eisental. Foto: Bongartz

Bühl/Eisental, 05.09.2017, Bericht: Böhlen Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Grün geführten Sozial- und Integrationsministerium von Baden-Württemberg, besuchte am 30. August das Zentrum «Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung» − kurz DORV genannt, im Ortsteil Eisental im Rahmen ihrer Sommertour.

Begleitet wurde sie von Bea Böhlen, Landtagsabgeordnete der Grünen und Petitionsausschussvorsitzende. Die Staatssekretärin informierte sich vor Ort über die Entstehung und die positiven Effekte des nun seit vier Jahren bestehenden Zentrums. Bei einer Impulsveranstaltung zur Quartiersentwicklung in Riegel bei Freiburg war die Staatssekretärin auf das Projekt Eisental aufmerksam geworden. Dort hatte Jürgen Lauten, seinerzeit Mitinitiator des DORV-Zentrums in Eisental und inzwischen Ortsvorsteher, einen Vortrag gehalten.

Lauten und Oberbürgermeister Hubert Schnurr schilderten Mielich die Entstehung des Zentrums von der ersten Idee über die einzelnen Entwicklungsstufen ausführlich. Ihnen sei klar gewesen, nachdem 1999 der letzte Einzelhändler in Eisental geschlossen hatte, dass «es so nicht weiter gehen kann», so Lauten. Und so kam die Idee von Heinz Frey aus Nordrhein-Westfalen mit seinem DORV-Zentrum zum Tragen: Lebenslang in der sozialen Umgeben leben zu können. Das Konzept passt optimal in den Ideenwettbewerb zur Quartiersentwicklung, den das Ministerium für Soziales und Integration in diesem Jahr ausgeschrieben hat. Kommunen können bis zu 100.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung innovativer und passgenauer Vorhaben erhalten.

Der positive Nebeneffekt der vier Jahre dauernden Projektphase in Eisental: Nach anfänglichen Zweifeln entwickelte sich, so Lauten, die Zuversicht und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihr Engagement. Ein Aspekt, der Mielich besonders gut gefiel, zumal gerade ältere Menschen darauf angewiesen seien, in ihrem angestammten Umfeld leben bleiben zu können. Dieser Aspekt werde unter anderem durch den wöchentlichen Einkaufsservice unterstützt, der ältere Menschen zu festen Zeiten ins DORV-Zentrum zum Einkaufen und wieder zurück nach Hause brächte. Hier finden die Eisentäler nicht nur über 2 000 Produkte des alltäglichen Bedarfs, sondern auch Dienstleistungen wie Post- und Paketservice, ein Versicherungsbüro, Bankautomat, der sich überraschenderweise einer besonderen Beliebtheit erfreut und eine Physiotherapeutin, die zu dem auch Fußballmannschaften fitnessmäßig betreue. Regionale Produkte von bäuerlichen Betrieben rundeten das Angebot ab. «Und wir sind auf dem guten Weg, die Wirtschaftlichkeit des Geschäftes weiter zu verbessern», deutete Lauten an.

Das Vertrauen, dass Lauten und seine vielen Mitstreiterinnen und Mitstreiter in das Unternehmen gesetzt hatten, zahle sich aus, stellte Mielich erfreut fest. Dass der Laden nicht ehrenamtlich geführt werde, sondern auch sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz mehrerer Menschen sei, freute Mielich zusätzlich. «Das Projekt kann man sich schöner gar nicht ausdenken», fasste die Staatssekretärin unter dem Strich zusammen.

Das DORV-Zentrum mit seinen vielen positiven Aspekten für die Bürgerinnen und Bürger habe sich als eine regelrechte Keimzelle für zahlreiche weitere Projekte wie den Dorfbott in der Gemeinschaft Eisentals erwiesen, die auch Oberbürgermeister Hubert Schnurr in weitere Ortsteile der Zwetschgenstadt tragen will. Er verwies auf das CAMPUS-Projekt in Bühl, bei dem die Verwaltung ebenfalls auf bürgerschaftliche Beteiligung zurückgreift und so die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt verbessert.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.