Aus dem Rathaus Baden-Baden

Baden-Badener Thermalbrunnen plätschern im April endlich wieder - Stadt, Carasana und BKV einig

Baden-Badener Thermalbrunnen plätschern im April endlich wieder - Stadt, Carasana und BKV einig
Spätestens am 2. April sollen die Brunnen wieder in Betrieb gehen. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 21.02.15 Während die Aufregung um die von der FBB entfachte Schuldendiskussion das Rathaus in Atem hält, gerät eine gute Nachricht etwas ins Abseits. Endlich werden die Baden-Badener ihr Thermalwasser aus den Brunnen wieder haben.

Das kündigte das Rathaus gestern in einer Erklärung an: «Die Stadt Baden-Baden, die Bäder- und Kurverwaltung und die Carasana Bäderbetriebe GmbH haben sich über den Betrieb der Thermalwasserbrunnen verständigt.

Der Zulauf der Fettquelle zum Brunnen an den Dernfeldstaffeln wird so umgebaut, dass ein Teil des ursprünglichen Thermalwassers wie vor der Brunnenstilllegung direkt und unbehandelt zum natürlichen Auslauf geführt wird. Da dieses Thermalwasser unter anderem hohe Arsenwerte enthält und mögliche Verkeimungen ungeachtet der hohen Wassertemperatur nicht völlig ausgeschlossen werden können, ist dieses Thermalwasser zum Trinken nicht geeignet. Der Brunnen wird deshalb dauerhaft mit dem Hinweis ‘kein Trinkwasser’ gekennzeichnet. Es ist laut Stadt-Pressestelle davon auszugehen, dass die notwendigen Maßnahmen bis etwa Mitte März zum Abschluss kommen.

Für die vier Brunnen Friedrichsbad, Caracalla Therme, Trinkhalle und Reiherbrunnen wird nach Abschluss von Restarbeiten die Herstellungserlaubnis zur Abgabe des frei auslaufenden Heilwassers zu Trinkzwecken nach dem Arzneimittelgesetz spätestens bis Ende März erwartet. Sollte die Genehmigung zu diesem Zeitpunkt nicht vorliegen, werden die Brunnen spätestens am 2. April mit der Kennzeichnung ‘kein Trinkwasser’ in Betrieb genommen.

Die Gründe für eine Nicht-Erteilung könnten überwiegend darin bestehen, dass die geforderten Arsenwerte zwar eingehalten werden, es aber trotz intensivem Bemühen offensichtlich nicht gelingt, die geforderte Keimfreiheit des entarsenierten Thermalwassers nach Arzneimittelgesetz und Trinkwasserverordnung über die langen Leitungswege dauerhaft und nachhaltig sicherzustellen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist daher noch nicht darüber entschieden, ob und gegebenenfalls wie das Verfahren dann fortgeführt werden kann oder beendet wird.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen betont: ‘Aus Sicht der Stadt, dem Land als Eigentümer der Quellen und des Betreibers der Thermalquellen, der Carasana GmbH, ist es nicht mehr länger hinnehmbar, unsere Brunnen stillstehen zu lassen. Die lebhafte Diskussion in der Bevölkerung und im Gemeinderat zeigt den eindeutigen Wunsch nach der Wiederinbetriebnahme unsere Thermalwasserbrunnen.’»


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