Aus dem Landratsamt Rastatt

Maßnahmen gegen Geflügelgrippe im Landkreis Rastatt - Stallpflicht entlang des Rheins

Rastatt, 29.11.14, Landratsamt Nach den Ausbrüchen der hochpathogenen Geflügelgrippe in Großbritannien, den Niederlanden und in Mecklenburg-Vorpommern soll eine Einschleppung in Bestände des Landkreises Rastatt unbedingt vermieden werden, teilt das Landratsamt mit.

Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung im Landratsamt erklärt, dass das Virus der Geflügelgrippe auf verschiedenen Wegen in einen Hausgeflügelbestand gelangen kann, so beispielsweise über eine Verschleppung durch infiziertes Hausgeflügel oder Anhaftungen an Gerätschaften, Kleidung und Schuhwerk. Dieses Risiko lasse sich durch das Einhalten von strikten Hygienemaßnahmen deutlich minimieren. Dazu gehören die gründliche Reinigung und Desinfektion von Schuhwerk vor und nach Betreten eines Geflügelbestandes sowie eine Trennung von Stall- und Straßenkleidung. Außerdem sollte ein Austausch von Tieren und Gerätschaften mit anderen Geflügelhaltern vermieden werden.

Nachdem in Mecklenburg-Vorpommern das Virus H5N8 bei einer Wildente nachgewiesen wurde, gehen die Behörden davon aus, dass es auch schon in der Wildvogelpopulation verbreitet ist. Auch Zugvögel können das Virus aus betroffenen Gebieten in andere Regionen tragen. Um eine Infektion von Hausgeflügelbeständen zu vermeiden, empfiehlt das Veterinäramt die Trennung von Haus- und Wildgeflügel. Die Möglichkeit, dass Menschen an diesem Virus erkranken, ist nach Meinung der Experten eher gering. Bisher seien keine Fälle bekannt.

Laut Amtsleiter Peter Reith ist eine 500 Meter breite Pufferzone entlang des Rheins als Hochrisikogebiet ausgewiesen, in dem eine Stallpflicht für jegliches Geflügel gilt. Die genauen Grenzen dieser Zone sind in einer Allgemeinverfügung enthalten, die in den nächsten Tagen veröffentlicht wird. Darin wird auch angeordnet, dass in den Rheingemeinden vorerst keine Geflügelmärkte oder –ausstellungen stattfinden dürfen und dass auch in anderen Gebieten Geflügel im Freien nicht an Stellen gefüttert werden darf, die für Wildvögel erreichbar sind. Das Amt für Veterinärwesen teilt weiter mit, dass Gewässer, zu denen Wildvögel Zugang haben, nicht genutzt werden sollen und Futter, Einstreu und Gerätschaften für Wildvögel unerreichbar aufbewahrt werden müssen. Eine weitere wichtige Maßnahme liegt in der Früherkennung. Sollte es zu plötzlichen vermehrten Erkrankungs- oder Todesfällen im Tierbestand kommen, ist es laut Reith wichtig, die Erkrankungsursache schnellstmöglich zu ermitteln, um weitere Tiere zu schützen. Zur Probennahme ist ein praktischer Tierarzt hinzuzuziehen und das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung in Rastatt zu informieren.

Des Weiteren weist das Landratsamt Rastatt darauf hin, dass eine Registrierung jeglicher Geflügelhaltungen (Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln und Laufvögel) – sei es gewerblich oder zu Hobbyzwecken - gemäß Viehverkehrsverordnung vorgeschrieben ist und im Seuchenfall ein rasches Handeln ermöglicht. Eine nicht erfolgte Registrierung kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Nähere Informationen erteilt das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung Rastatt (07222 381-2400).


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