Dienstag, 3. Februar 2015

Polizeibericht Rastatt/Baden-Baden

Polizeibericht Rastatt/Baden-Baden
Foto: Polizei

Schlag gegen international agierende Betrügerbande − Rastatter Geschäftsmann um 200.000 Euro erleichtert
Rastatt, Polizeibericht Der Kriminalpolizei Offenburg ist ein Erfolg gegen eine auf Singlebörsen im Internet operierende Betrügerbande gelungen. Nach langwierigen Ermittlungen wurden im Oktober 2014 zwei mutmaßliche Mitglieder der internationalen Bande festgenommen und große Vermögenswerte sichergestellt. Zwischenzeitlich wurden von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden Rechtshilfeersuchen nach Großbritannien und die Vereinigten Staaten gestellt bzw. sind in Vorbereitung, um weitere Erkenntnisse zu involvierten Personen und Strukturen zu gewinnen.

Auf die Spur der Beschuldigten kamen die Ermittler der Kriminalpolizei durch die Geldwäscheverdachtsanzeige eines Bankinstituts. Erste Ermittlungen führten zu einem Rastatter Geschäftsmann, der zum Opfer der Kriminellen geworden war. Vor über vier Jahren hatte er auf einer Singlebörse im Internet Bekanntschaft mit einer Frau gemacht, die sich als Fotomodel ausgab. Die Frau gaukelte ihm nach dem Kennenlernen vor, verliebt zu sein und ihn heiraten zu wollen. So gelang es ihr, das Vertrauen des Geschäftsmannes zu gewinnen und ihn nach und nach dazu zu bewegen, ihr unter verschiedenen Vorwänden Geld zu überweisen. So hatte die kriminelle Internetbekanntschaft ihn unter anderem im Glauben gelassen, sie sei Eigentümerin von Fondsanteilen in Millionenhöhe. Die vom Geschädigten überwiesenen Geldsummen sollten dazu benutzt werden, die Fondsanteile auf ihn zu überschreiben.

Um das Lügengebilde aufrecht zu erhalten, wurden von den Tätern angebliche Rechtsanwälte eingeschaltet, welche die Glaubhaftigkeit untermauern sollten. Der Rastatter Geschäftsmann wurde auf diese Art um über 200.000 Euro erleichtert. Als der Mann eines Tages signalisierte, kein Geld mehr zu besitzen, wurde er in die nächste Betrugsmasche involviert. Die Täter nutzten ihn nunmehr als sogenannten Finanzagenten. Von der angeblichen Anwältin wurde Geld auf sein Konto überwiesen, das er anschließend unter weiteren vorgeschobenen Gründen auf andere Konten weiterleitete. Es besteht der Verdacht, dass diese Gelder, insgesamt weitere rund 200.000 Euro, aus ähnlichen Betrugstaten stammen, welche in Deutschland, Kanada, USA, Australien und weiteren Ländern verübt wurden.

Anfang Oktober erfolgte schließlich der Zugriff der Polizei. Bei einer fingierten Geldübergabe wurde erst die angebliche Rechtsanwältin, eine 21-jährige deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Norddeutschland festgenommen, dann in einem Rastatter Hotel ein weiterer Beschuldigter. Der 33-jährige britische Staatsbürger, der wie die weibliche Tatverdächtige nigerianische Wurzeln hat, war am Vortag aus London eingereist. Im Zuge von Finanzermittlungen konnten insgesamt knapp 70.000 Euro sichergestellt werden. Gegen beide Tatverdächtigen wurde vom Amtsgericht Baden-Baden Haftbefehl wegen Geldwäsche erlassen.

Internetbetrüger, die insbesondere Single-Börsen nutzen, sind nicht neu. In Fachkreisen und Internetforen werden für die hier vorliegende Masche die Begriffe «Romance- und Love-Scamming» benutzt. Polizeiliche Ermittlungen in dem Bereich gestalten sich häufig kompliziert. Die Täter operieren aus dem Ausland, verwischen im Internet ihre Spuren und nutzen anonyme Bezahlungssysteme. Die Polizei warnt eindringlich vor männlichen und weiblichen Tätern, die in Single-Portalen im Internet gezielt nach Opfern suchen.

Anhaltspunkte für Romance-/Love-Scamming:
− Als Lockmittel dient eine kurze Einladung zum Chat.
− Die Betrüger kommunizieren oft in gutem Englisch, teilweise aber auch in perfektem Deutsch, auch wenn die Damen oder Herren angeblich im Ausland wohnen.
− Die Bilder der Profile sind teilweise unscharfer Qualität. Frauen locken mit besonders attraktiven Bilder, teils leicht bekleidet.
− Ab dem ersten Kontakt wird von der großen Liebe und Heiraten gesprochen.
− Die Betrüger kennen Persönliches vom Opfer. Meist haben sie die Informationen aus Facebook-Profilen.
− Irgendwann kommt es zur Bitte Geld zu überweisen. Häufig im Zusammenhang mit einem plötzlichen Unglücksfall oder einem geplanten Besuch. Teilweise werden auch Überweisungen im Zusammenhang von Überschreibungen oder Auszahlungen von angeblichen Vermögenswerten gefordert.

Tipps:
− Blockieren Sie bei Verdacht den Kontakt zu der Person (Mail und Telefon).
− Überweisen Sie auf keinen Fall Geld!
− Gehen Sie zur Polizei und holen sich Rat.
− Informieren Sie sich im Internet. Es existieren zahlreiche Foren zu dem Thema. Einen kurzen Überblick bietet unter anderem: www.polizei-beratung.de

Schwerverletzte bei Glatteisunfall
Bischweier, Polizeibericht Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam eine 45 -jährige Fahrzeuglenkerin in den heutigen frühen Morgenstunden auf eisglatter Fahrbahn auf der Kreisstraße in Richtung Bad Rotenfels mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und prallte gegen einen neben der Strecke befindlichen Baum. Durch den Zusammenstoß wurde die Fahrzeuglenkerin schwer verletzt. Die Beifahrerin überstand den Aufprall unverletzt. Während der Unfallaufnahme musste die K 3737 kurzzeitig gesperrt werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro.

Unheimliche Klopfgeräusche aus dem Keller
Rastatt, Polizeibericht Durch lautes Klopfen aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses wurde ein 31 jähriger heute Morgen kurz nach Mitternacht jäh aus seinem Schlaf gerissen. Durch die verständigten Beamten konnte der Verursacher der Klopfgeräusche schnell lokalisiert werden. Die unter der Wohnung des Mannes befindliche Heizungsanlage verursachte die unheimlichen Töne.

Auf spiegelglatter Fahrbahn in den Graben gerutscht
Bühl, Polizeibericht Aufgrund spiegelglatter Fahrbahn rutschte am frühen Montagabend eine Fahrzeuglenkerin in einer Linkskurve mit ihrem Auto von der Fahrbahn und kam erst in einem neben der Straße befindlichen Graben zum Stehen. Durch den unfreiwilligen «Ausflug» wurde ein Verkehrszeichen beschädigt. Nachdem der Pkw aus dem Graben geborgen war, konnte die Fahrzeugführerin ihre Fahrt fortsetzen.

Nach Drogenkonsum Auto gefahren
Bühl, Polizeibericht Am späten Montagabend konnte im Rahmen einer Verkehrskontrolle ein 21-jähriger Fahrzeugführer festgestellt werden, der unter Drogeneinfluss unterwegs war. Ein durchgeführter Drogenvortest verlief positiv auf die Einnahme von Cannabisprodukten, weshalb dem jungen Mann eine Blutprobe entnommen wurde. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Grundlos attackiert
Rastatt, Polizeibericht Ein 32 jähriger Passant wurde in der Nacht zu Dienstag grundlos in der Kaiserstraße von einer männlichen Person angepöbelt und gestoßen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung kam es zu einem Gerangel, bei dem der 32 Jährige leicht verletzt wurde. Im Anschluss flüchtete der unbekannte Täter. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagenbesatzungen erbrachte keine weiteren Hinweise auf den Täter.

Zu tief ins Glas geschaut
Iffezheim, Polizeibericht Bei einer Fahrzeugkontrolle in der Karlstraße konnten die Beamten in den heutigen Morgenstunden deutlichen Atemalkoholgeruch beim Fahrzeugführer feststellen. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht. Neben dem Verlust des Führerscheines, wurde beim Fahrzeugführer eine Sicherheitsleistung von 2 000 Euro erhoben. Sein Fahrzeug musste an der Kontrollörtlichkeit zurück bleiben.

Nach Trunkenheitsfahrt − Führerschein weg
Durmersheim, Polizeibericht Ein 54-jähriger Fahrzeugführer muss wohl eine Weile auf seinen Führerschein verzichten. Er wurde durch Beamte des Polizeireviers Rastatt am Montag kurz vor 22 Uhr in der Grenzstraße einer Kontrolle unterzogen. Hierbei wurde deutlicher Atemalkoholgeruch feststellten. Nach Entnahme einer Blutprobe wurde der Führerschein einbehalten.

Faxgerät löst Alarm aus
Muggensturm, Polizeibericht Beamte des Polizeireviers Gaggenau staunten nicht schlecht, als sie am Montag gegen 20:30 Uhr zu einem Alarm eines Discountmarktes in Muggenstrum gerufen wurden. Da sie von außen nichts feststellten, wurde das Objekt durchsucht. Mit großem Erstaunen konnte die Ursache der Alarmauslösung festgestellt werden. Eingehende Faxe lösten die Alarmierung aus.

Schmutzfink löst Polizeieinsatz aus
Muggensturm, Polizeibericht Anrufer meldeten am Montagabend ein Hindernis auf der Kreisstraße zwischen Muggensturm und Waldprechtsweier. Ein massiver Stein mit dem Aufdruck einer Fastfood-Kette würde den Verkehr gefährden. Die Beamten konnten den vermeintlich gefährlichen Stein schnell lokalisieren und von der Fahrbahn entfernen. Es handelte sich um eine achtlos entsorgte Papiertüte.

Fahrzeug beschädigt und abgehauen
Gaggenau, Polizeibericht Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer beschädigte am Montag in der Zeit zwischen 12:55 Uhr und 16:25 Uhr einen ordnungsgemäß geparkten Smart Forfour in der August-Scherer-Straße, gegenüber dem dortigen Kinderhort. Ohne sich um die weitere Schadensregulierung zu kümmern, entfernte sich der unfallverursachende Fahrzeugführer. Am geparkten Pkw entstand Sachschaden von etwa 1200 Euro. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier in Gaggenau unter Telefon 07225-98870 in Verbindung zu setzen.


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