Aus dem Rathaus Rastatt

Umweltstiftung Rastatt huldigt dem Gänseblümchen - Pflanze des Monats Februar

Umweltstiftung Rastatt huldigt dem Gänseblümchen - Pflanze des Monats Februar
Allseits bekannt und beliebt: Das Gänseblümchen. Foto: Stadt Rastatt.

Rastatt, 12.02.15, Rathaus Noch muss man noch einige Zeit warten bis sich die Blumen wieder über die Erdoberflächen wagen, für die Umweltstiftung Rastatt kein Grund dem Gänseblümchen jetzt im Februar zu huldigen. Dem Gänseblümchen − lateinisch Bellis perennis − hat die Stiftung die beliebte Blume zur Pflanze des Monats Februar 2015 zur gewählt.

Im Text von Stiftung und Jury heißt es:
«Das Gänseblümchen wächst fast das gesamte Jahr auf nahezu allen kurzgehaltenen Wiesen und Rasenflächen. Vom zeitigen Frühjahr bis zum ersten Frost in den späten Herbst- und Wintermonaten kann man es betrachten. Viele Parkbesucher und Gartenbesitzer freuen sich über die zierlichen weißgelben Tupfen im Gras. Während sich das Gänseblümchen als wintergrüne Rosettenpflanze mit unterirdischen Ausläufern auf relativ kurz gehaltenen Flächen wunderbar entfalten kann, führt sie in Wiesen eher ein kümmerliches Dasein. Hochwüchsige Pflanzen und Gräser bedrängen und beschatten dort das Gänseblümchen. Was oft für die Blüte des Gänseblümchens gehalten wird, ist in Wirklichkeit ein ganzer Korb voller einzelner kleiner Blütchen. Daher rührt auch die Bezeichnung der Pflanzenfamilie, zu der das Gänseblümchen gehört: den Korbblütlern. Außen befinden sich weiße Zungenblüten und innen gelbe Röhrenblüten. Abends sowie bei Regen und Kälte schließen sich die Blütenköpfchen, indem sich die weißen sanft über die gelben Blüten legen. Oftmals zeigt das zarte Pflänzchen schon eine ganze Weile vor Einsetzen des Regens mit dem Schließen ihres Köpfchens den Umschwung des Wetters an.

Das bis zu 15 Zentimeter große Gänseblümchen macht seinem botanischen Namen ‘Bellis perennis’ alle Ehre. Grob übersetzt bedeutet es so viel wie ‘Ewige Schöne’. Bekannt ist das Pflänzchen auch unter den Namen ‘Tausendschön’, ‘Monatsröserl’, ‘Margritli’ oder ‘Maßliebchen’. Einer Legende nach sollen die Blüten die Tränen von Maria sein, die sie auf der Flucht nach Ägypten verlor. Als Marienpflanze ist das Gänseblümchen zudem auf vielen mittelalterlichen Tafelbildern zu entdecken. Das Gänseblümchen ist aber nicht nur hübsch anzusehen, es schmeckt auch. Junge Blätter können beispielsweise Salaten beigefügt werden. Die Blütenköpfchen schmecken süßlich-mild und finden oft Verwendung als hübsche essbare Dekoration verschiedener Speisen. Die noch festen, grünen Blütenkörbchenknospen eignen sich eingelegt in Essig und gewürzt mit Salz als Kapern-Ersatz.

In der Naturheilkunde war das Gänseblümchen vor allem als Wildkraut ein angesehenes Allheilmittel. Gedünstet in Wein soll es leberkühlend wirken und die innere Hitze löschen. Die Germanen vertrauten darauf, dass das Gänseblümchen im Frühjahr, wenn die germanische Göttin des Frühlings Freya den Boden mit ihren Füßen berührt, mit seiner stoffwechsel- und appetitanregenden Wirkung die Wintermüdigkeit verjagt. Heute wird die Pflanze als natürliches und bewährtes Hustenmittel in der Kinderheilkunde eingesetzt.


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