Wiedereröffnung 2019

Grundsteinlegung beim Europäischen Hof in Baden-Baden - Investor Martin Buchli: "Nein, es läuft überhaupt nicht nach Plan, das ist ja das Spannende daran"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Martin Buchli

Baden-Baden, 06.06.2017, 19:30 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Ohne Umschweife gestand Martin Buchli im goodnews4-VIDEO-Interview heute Vormittag bei der Grundsteinlegung ein, dass die Planungsziele für den neuen Europäischen Hof nicht eingehalten werden konnten: «Nein, es läuft überhaupt nicht nach Plan. Das ist ja das Spannende daran.» So ist der Schweizer Investor Martin Buchli auch vorsichtig bei der Antwort auf die Frage, wann denn der erste Hotelgast sich in eines der Betten des mit 70 Millionen Euro sanierten Hotels legen werde: «Irgendwo Anfang, Mitte 2019.»

Auch zur wirtschaftlichen Perspektive hat der Schweizer Geschäftsmann eine schnörkellose Antwort: «Wir werden 121 Zimmer haben. Bei 60 Prozent Auslastung verdienen wir Geld. Wenn es mehr sind, dann verdienen wir etwas mehr.»

Vom Baden-Badener Flaggschiff unter den großen Hotels grenzt sich Martin Buchli deutlich ab. «Brenners ist Brenners», will der Schweizer gar keinen Zweifel aufkommen lassen für seine Respektslage. «Wir wollen Brenners nicht konkurrieren, wollen Brenners nicht kopieren. Brenners ist eine völlig andere Art der Hotellerie, das ist Fünf-Sterne-High-Class. Das hier ist ein Stadthotel, das ist mit Lärm verbunden, wir können keinen Park bieten wie das Brenners. Das wird eine völlig andere Klientel haben.»

So wird der Europäische Hof sich Mitte 2019 wohl zum Segen aller anderen Hotels in unsere Stadt einfügen. Mit präzisen Ansagen sind Martin Buchli und sein Baden-Badener Chef-Architekt Peter Kruse aber vorsichtig geworden. Auch mit etwaigen Zusagen für die interessierten Einzelhändler, die im bald attraktiven Luisenflügel auf ein rosiges Verkaufsklima hoffen: «Dort haben wir Anfragen ohne Ende. Viele wollen im Luisenflügel unterkommen, aber bis jetzt habe ich mich geweigert, irgendetwas zu tun in dieser Richtung. Wir wollen jetzt mal bauen, dann sollen die Leute anschauen was wir gebaut haben.»


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Martin Buchli:

goodnews4: Das traditionsreiche Baden-Badener Hotel Europäischer Hof hat nun einen neuen Grundstein. Für was steht denn dieser Grundstein?

Martin Buchli: Dieser Grundstein, eine schöne Tafel, es ist ein Plansatz drinnen, dieser Grundstein steht für ein komplett neues Projekt hier in Baden-Baden von historischer Bedeutung.

goodnews4: Wie läuft es denn bis jetzt − die eine oder andere Verzögerung mussten Sie schon einstecken?

Martin Buchli: Nein, es läuft überhaupt nicht nach Plan. Das ist ja das Spannende daran. Ursprünglich war ja mal vorgesehen, dass Steigenberger das Hotel noch im Jahr 2015 betreibt und zu unser aller Erstaunen musste es dann am 18. Dezember 2014 geschlossen werden wegen Brandschutzmängeln. Mit der Zeit, als wir im am 1. Juli 2015 das Hotel übernommen haben, das war ja nicht vorgesehen, da haben wir schon gemerkt, wo die Brandschutzthemen und die Probleme sind. Das hat zur totalen Entkernung all dieser Häuser geführt. Es ist kein Fußboden mehr drin, keine Wand. Sie müssen sich vorstellen, an den Wänden waren vier Renovationen sichtbar, der Neue hat immer auf den Alten draufgekleistert und jetzt ist einfach mal Schluss mit Kleistern, jetzt muss das alles weg und das dauert länger.

goodnews4: Was sind aus heutiger Sicht die nächsten Terminschritte und wann kann sich der erste Gast in eines der neuen Betten im Europäischen Hof legen?

Martin Buchli: Ich gehe mal davon aus, irgendwo Anfang, Mitte 2019 − das kann ist nicht so genau sagen − ist das fertig.

goodnews4: Und was sind die nächsten großen Schritte hier auf der Baustelle?

Martin Buchli: Die Entstehung des Luisenflügels, parallel dazu die Ertüchtigung der Altbauten − das sieht man nicht so, aber es geht viel im Innern dieser Häuser. Plötzlich ist dann die Fassade am Luisenflügel und dann ist das Hotel praktisch auch schon fertig.

goodnews4: Wie viele Hotelgäste wird der Europäische Hof im Jahr benötigen, um wirtschaftlich zu arbeiten?

Martin Buchli: Wir werden 121 Zimmer haben. Wenn wir 60 Prozent Auslastung haben, dann verdienen wir Geld. Wenn es mehr sind, dann verdienen wir etwas mehr.

goodnews4: Nun haben wir als unbestrittenes Flaggschiff in Baden-Baden das Brenners Park-Hotel. Dahinter bei den großen Hotels das Maison Messmer und Roomers. Auf welchem Platz sieht sich der neue Europ − gleich hinter dem Brenners auf Platz Zwei?

Martin Buchli: Brenners ist Brenners. Wir wollen Brenners nicht konkurrieren, wollen Brenners nicht kopieren. Brenners ist eine völlig andere Art der Hotellerie, das ist Fünf-Sterne-High-Class. Das hier ist ein Stadthotel, das ist mit Lärm verbunden, wir können keinen Park bieten wie das Brenners. Das wird eine völlig andere Klientel haben. Aber es wird seinen Platz haben.

goodnews4: Was wird die gesamte Anlage unserer Stadt neben dem Hotel Neues bringen. Gibt es schon Namen von Pächtern für gastronomische und sonstige Angebote?

Martin Buchli: Die Gäste können sich wirklich freuen an dieser ganzen Geschichte. Wir sind daran, Verträge abzuschließen mit Unternehmungen aus dieser Gegend, Weltmarktfirmen aus dieser Gegend, die die Gäste schönpflegen werden, hübschmachen werden, gesundmachen werden. Das ist im Plan. Die Gastronomie wird in erster Linie das Haus Steigenberger bringen müssen, die wollten das, es ist schön, dass die das auch selber wollen und nicht nur einfach verpachten. Sind wir mal gespannt wie die das machen.

goodnews4: Und wie steht es mit dem Luisenflügel, wo ja auch Flächen für Einzelhandel geplant sind?

Martin Buchli: Dort haben wir Anfragen ohne Ende. Viele wollen im Luisenflügel unterkommen, aber bis jetzt habe ich mich geweigert, irgendetwas zu tun in dieser Richtung. Wir wollen jetzt mal bauen, dann sollen die Leute anschauen was wir gebaut haben und dann sehen wir, was da so kommt. Das eilt nicht.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Martin Buchli


Erklärung des Bauherren zu Daten, Fakten und Terminen:

Auf der rund 3.000 qm großen Fläche des ehemaligen zwischenzeitlich komplett abgerissenen Luisenflügels des Baden-Badener Traditionshotels entsteht ein ganz neuer Hotelflügel: Mit einer Bruttogeschoßfläche von gut 14.000 qm, einer eleganten Geschäfts- und Ladenpassage für vier Shops im Erdgeschoß, mit 45 Zimmer und Suiten in den Obergeschossen sowie einem Roof-Top-Glas-Pavillon inklusive Terrasse auf der Dachgeschoßebene. Parallel zum Neubau laufen bereits seit Anfang letzten Jahres die umfassenden Modernisierungs- und Umbauarbeiten im historischen Teil des Hotelkomplexes. Mit der Fertigstellung der gesamten Hotel-Immobilie und mit der Wiedereröffnung des 5-Sterne Luxus Hotels wird 2019 gerechnet.

Das leitende Baden-Badener Architektenbüro von Peter W. Kruse und dem Bühler Ingenieur- und Baustatik-Büro Zachmann mussten sich während der mehrmonatigen Abrissarbeiten des Luisenflügels und der anschließenden komplexen Sicherung des Rotenbachkanals sehr anspruchsvollen planerischen und bautechnischen Herausforderungen stellen.

Ab der Neueröffnung wird der Europäische Hof Baden-Baden wieder durch die Steigenberger Hotels AG betrieben. Das Gesamtbauprojekt hat drei wesentliche Schwerpunkte. Für den ersten Abschnitt, den Neubau des Luisenflügels, wurde heute der Grundstein gelegt. Mittels Putzflächen und Natursteinelementen wird der Stil an die Vorderfront des Hauses angepasst. Die 45 Hotelzimmer haben alle einen individuellen Zuschnitt bzw. Grundriss und verfügen über französische Balkone.

Im zweiten Schwerpunkt wird der ehemalige Innenhof des Hotels zu einem großflächigen, 220 qm großen Rezeptionsbereich mit einer hellen Lobby umgestaltet. Dies ermöglicht bessere Sicht auf die freigelegten sehenswerten Innenfassaden. Auch die Hotelzufahrt wird neu gestaltet, künftig erfolgt die Zufahrt ausschließlich über die Inselstraße.

Der dritte Schwerpunkt betrifft die historischen Einzelbaukörper: So wird das Haupthaus freigestellt, damit wertvolle Bauelemente künftig authentischer wahrgenommen werden.

Geplante Gesamtinvestition: 70 Millionen Euro. Der Investor unterstreicht seinen festen Willen, mit der Fertigstellung des Hotelkomplexes Europäischer Hof wieder zur Top-Grandhotellerie Baden-Badens zu gehören.

2019 eröffnet ein Luxus-Hotel mit 122 Zimmern je 21 bis 35 qm und Suiten je 40 bis 150 qm, einer Restaurantfläche mit rund 270 qm, einem Barbereich von knapp 150 qm und einem großzügigen Spa-Bereich, der höchsten internationalen Standards entspricht. Tagungskapazitäten stehen auf 300 qm zur Verfügung. Das gesamte Umbau- und Sanierungsprojekt des 175-jährigen eng mit Baden-Baden verbundenen Traditionshotels ist bis 2019 terminiert. Dann erwartet die Kurstadt ein international renommiertes Luxus-Hotel, das Tradition und Moderne auf höchstem Niveau verbindet.

Martin Buchli aus Chur/Schweiz ist seit mehr als 20 Jahren im internationalen Hotelimmobilien-Geschäft tätig und ist alleiniger Geschäftsführer der Europäischer Hof Kaiserallee Immobilien 1 GmbH & Co KG mit Sitz in Mainz, die das Bauprojekt maßgeblich verantwortet und leitet.


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