Neues Hotel-Projekt in Baden-Baden

Türkischer Investor kaufte Babo-Hochhaus - Aus Baden-Ooser Wahrzeichen soll Hotel werden - OB Gerstner "begrüße die Investition"

Türkischer Investor kaufte Babo-Hochhaus - Aus Baden-Ooser Wahrzeichen soll Hotel werden - OB Gerstner "begrüße die Investition"

Bericht: Christian Frietsch

Baden-Baden, 13.05.14, 16:20 Uhr Das lange Tauziehen um das seit vielen Jahren leer stehende Ooser Hochhaus Babo ist zu Ende. In einer Erklärung teilt der neue Eigentümer mit, dass das Wahrzeichen des Stadtteils in Baden-Oos zu einem Hotel umgebaut werden soll. Neuer Eigentümer sei die eigens dafür gegründete GmbH des türkischen Unternehmers Hüseyin Aydoğan, der in Antalya das Hotel «Nashari Resort Hotel and Spa» gebaut habe und betreibe. Es handele sich mit rund 1000 Betten, einer mehr als 6000 Quadratmeter großen Poollandschaft mit einem Aquapark mit 27 Rutschen, 9 Tennis- und 20 Volleyballplätzen sowie einer auf Natur und Umwelt wert legenden Fläche von mehr als 110.000 Quadratmetern um eines der größten Fünf-Sterne-Ferienhotels in der Türkei.

Zudem betreibe Hüseyin Aydoğan den 120.000 Quadratmeter großen «Nashira Park» in Antalya. Nach Angaben des Anwaltes des neuen Eigentümers wurde die Transaktion zusammen mit dem Baden-Badener Immobilienmakler Martin Ernst begleitet und umgesetzt. «Allen Beteiligten sei eine enge Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Kräften in Baden-Baden sehr wichtig», heißt es weiter. Deshalb habe es bereits in einer frühen Phase ein Treffen mit dem Baden-Badener Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner und dessen Mitarbeitern gegeben. OB Gerstner habe die türkische Delegation «sehr offen empfangen und begrüße die Investition in einen positiven Neuanfang des leer stehenden Babo-Hochhauses».

Nach Angaben von Ali Yarayan, Sprecher und Rechtsanwalt des neuen Babo-Hotel-Projektes, werde die Investition in das Babo-Gebäude neben dem Kaufpreis mehrere Millionen Euro betragen. Geplant sei ein Drei-Sterne-Hotel. Geprüft werde auch, ob in den oberen Geschossen Wohnungen gebaut und zusätzlich eine Tiefgarage erstellt werden können. Die Planungen stünden «ganz am Anfang und sollen in enger Abstimmung mit der Stadt Baden-Baden vorangetrieben werden». Nach derzeitigen Plänen werde mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund zehn Millionen Euro gerechnet.

Das «Babo-Hochhaus» in Baden-Baden, auch als «Ooser Hochhaus» bekannt, wurde im Jahr 1954 für die französischen Streitkräfte als Verwaltungszentrale eingerichtet. Der damalige Name des Hochhauses − BABO ≡ Bâtiment Administratif de Baden-Oos − ist als Kurzform geblieben. Architekt war Karl Kohlbecker aus Gaggenau, der das Gebäude als Stahlskelettkonstruktion entworfen hatte. Der letzte Eigentümer war der Ukrainer Igor Bakai.


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