goodnews4-Sommergespräche

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther kämpft um die Zukunft des KSC - Im goodnews4-Sommergespräch: "Stadion lebenswichtig, wenn in Karlsruhe Profifußball weiter gewünscht wird"

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther kämpft um die Zukunft des KSC - Im goodnews4-Sommergespräch: "Stadion lebenswichtig, wenn in Karlsruhe Profifußball weiter gewünscht wird"

Bericht: Christian Frietsch

VIDEO goodnews4-Sommergespräch von Christian Frietsch mit Ingo Wellenreuther

Baden-Baden, 09.08.13, 00:00 Uhr Die Technologieregion müht sich seit Jahrzehnten, eine gemeinsame Identität für den Raum zwischen Bruchsal und Baden-Baden/Bühl zu vermitteln, zumindest in Baden-Baden findet man sich unter diesem Dach aber nicht sonderlich zurecht. Identitätsstiftend für das ganze Oberzentrum ist dagegen viele Jahrzehnte der Karlsruher Sportclub gewesen. Vielleicht das wirklich einzige große Karlsruher Licht, das hinaus strahlte in die Welt. Das elitäre ZKM und die verschanzten Gerichte schaffen diese Breitenwirkung für Karlsruhe nicht. «Wir haben leider Gottes schwere Zeiten hinter uns», blickt Ingo Wellenreuther im goodnews4-Sommergespräch auf die letzten Jahre des KSC, der mit dem Aufstieg aus dem tiefen Tal der Dritten Liga nun in der Zweiten Liga wieder auf bessere Zeiten hofft. Das Ziel hat der KSC-Präsident maßvoll definiert:

Wildparkstadion «Nichts mit dem Abstieg zu tun haben und den Verein weiterkonsolidieren.» Doch einen langen Schatten weiß der KSC-Präsident über sich. Seit gefühlt endlosen Jahren ringen die Karlsruher mit der ungelösten Stadionfrage: Das sei «überlebensnotwenig für den KSC». Die Gründe, die Ingo Wellenreuther aufzählt, kennt wohl jeder KSC-Fan eigentlich schon seit vielen Jahren. «Parkplatzangebot, An- und Abfahrt, Sicherheitsfragen, Einnahmepotentiale, konkurrenzfähig bleiben.» Und der im Hauptberuf als Bundestagsabgeordneter erfahrene Präsident weiß wohl zu genau, dass sich mit dieser Frage die Zukunftsfähigkeit des traditionsreichen KSC entscheiden wird. Auch seine Geschichtsschreibung wird damit verbunden werden, ob es dem umgänglichen und unkomplizierten CDU-Politiker gelingt, diesen Karlsruher Knoten zu durchschlagen oder nicht. Nun setzt Ingo Wellenreuther auf den «Konsens in der Stadt» und «Wohlwollen der Stadtverwaltung». So wird man außerhalb von Karlsruhe mit einiger Verwunderung weiter warten, ob die uneinigen Karlsruher ihrem wichtigsten Botschafter ein zeitgemäßes Zuhause, also Stadion, bauen werden. «Wir hoffen, dass der Diskussionsprozess mit dem neuen Oberbürgermeister weitergeführt wird, denn wir brauchen ein neues Stadion, wenn in Karlsruhe Profifußballl weiter gewünscht wird», blickt Ingo Wellenreuther ins Karlsruher Rathaus, wo er statt Frank Mentrup, gegen den er Wahlkampf verlor, auch gerne Regie geführt hätte. Den Baden-Badenern hat Ingo Wellenreuther auch etwas zu sagen: «Baden-Baden ist eine schöne Stadt, aber auch Karlsruhe hat was zu bieten. Vor allem für den KSC kann ich den Baden-Badenern versprechen, dass sie ehrliche Arbeit und Emotionen bekommen hier im Stadion.» Vielleicht kommen die Zeiten dann doch wieder, wo die fußballbegeisterten Väter aus Baden-Baden, Bühl und Rastatt ihre Söhne und auch manche Kicker affine Tochter ins legendäre Wildparkstadion schleppten und die Begeisterung für den KSC schon erzieherisch festlegten.

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