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Bau eines Mehrfamilienhauses – Besonderheiten und aktuelle Förderungen

Bau eines Mehrfamilienhauses – Besonderheiten und aktuelle Förderungen
Foto: Pixabay

Beim Hausbau sind seit vielen Jahren Mehrfamilienhäuser auf dem Vormarsch. Grundstücke und Wohnraum sind rar und Mehrfamilienhäuser somit die logische Antwort. Ein Mehrfamilienhaus mit bis zu 12 Wohnungen kann auch für private Bauherren eine lohnenswerte Investition sein.

Die späteren Mieteinnahmen sind eine zuverlässige Altersvorsorge. Allerdings ist der Neubau eines Mehrfamilienhauses ein komplexes Vorhaben, bei dem Bauherren verschiedene Aspekte beachten müssen.

Den richtigen Baupartner für den Hausbau finden

Damit die Umsetzung des Bauprojektes gelingt, sollten die künftigen Hausbesitzer zunächst einen seriösen Baupartner suchen.

1. Bauträger

Bauherren können ihr Mehrfamilienhaus zum Beispiel mit einem Bauträger bauen. Bauträger sind Baugesellschaften, die große Flächen oder Grundstücke erwerben. Auf diesen errichten sie komplette Wohnsiedlungen oder einzelne Häuser, um sie anschließend zu verkaufen. Zu beachten ist, dass der Bauträger während der Bauphase der Bauherr ist. Erst wenn der Bau abgeschlossen ist, gehen Grundstück und Haus an den Käufer über. Das Mitspracherecht ist also beschränkt. Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) bildet hierfür die gesetzliche Grundlage.

2. Typen- und Fertighausanbieter

Daneben haben viele Typen- und Fertighausanbieter zu den Ein- und Zweifamilienhäusern mittlerweile Mehrfamilienhäuser in ihr Programm aufgenommen. Sie bieten ihren Kunden, die ein Mehrfamilienhaus bauen möchten, ein hohes Maß an Individualisierung und begleiten sie von den ersten Überlegungen über wichtige Finanzierungsfragen bis zur Übergabe der fertigen Immobilie.

3. Architekt

Alternativ kann ein Bauherr sein Mehrfamilienhaus von einem Architekten planen und betreuen lassen. Dieser arbeitet mit dem Bauherren zusammen und sucht in dessen Auftrag geeignete Handwerksbetriebe.

Für Bauherren ist die Wahl eines geeigneten Baupartners von großer Bedeutung: Dieser muss solvent, solide und seriös sein. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann über die Schufa-Unternehmensauskunft erste Informationen über den potenziellen Baupartner einholen.

Die Baugemeinschaft: Gemeinsam mit anderen Bauherren bauen

Der Bau eines Mehrfamilienhauses stellt für private Bauherren finanziell oft eine große Herausforderung dar. Deshalb schließen sie sich mit anderen Bauherren zu einer sogenannten Baugemeinschaft zusammen. Diese teilt sich dann die Grundstücks-, Planungs- und Nebenkosten. Alle Ansichten und Wünsche der Baugemeinschaft zu realisieren, kann allerdings mühsam sein. Wer Wert auf Autonomie legt, sollte das Mehrfamilienhaus allein bauen.

Weitere Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Die Preise steigen in vielen Bereichen des Lebens, auch im Immobilienbereich. Wer ein Mehrfamilienhaus bauen möchte, sollte sich im Vorfeld gut über die Grundstückspreise informieren. Beim Bau eines Mehrfamilienhauses gilt dieselbe Faustregel wie beim Bau eines Einfamilienhauses: Bauherren sollten mindestens Eigenkapital in Höhe des Grundstückspreises mitbringen.

Wie für Einfamilienhäuser gibt es auch für Mehrfamilienhäuser diverse Fördermöglichkeiten. Bauherren profitieren unter Umständen von landeseigenen, regionalen oder kommunalen Fördermitteln, die für spezielle Baumaßnahmen in Betracht kommen können.

Finanzielle Unterstützung gibt es außerdem vom Staat. Hier fasst die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) seit dem 1. Juli 2021 die Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zusammen. Achtung: Seit dem 1. Februar 2022 entfällt die Förderung der bisherigen Effizienzhäuser 55 EE. Es werden nur noch Häuser gefördert, die die Standards BEG 40 EE und BEG 40 Plus erreichen.

Da sich der Fördersektor aktuell im Wandel befindet, sollten sich Bauherren diesbezüglich beraten lassen.