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Geldanlagen auch 2019 kein einfaches Thema

Geldanlage bleibt auch 2019 ein komplexes Thema – Riskante Investitionen machen im Zweifelsfall weniger Sinn, als ein Besuch des Casino Baden-Baden

Geldanlage bleibt auch 2019 ein komplexes Thema – Riskante Investitionen machen im Zweifelsfall weniger Sinn, als ein Besuch des Casino Baden-Baden
Die Frage nach einer sinnvollen und sicheren Anlage ist nicht mehr ganz so leichten zu beantwortenden.

Baden-Baden, 09.02.2019, Bericht: Redaktion Baden-Baden eilt der Ruf voraus, dass hier viele wohlhabende Menschen leben. Doch nicht nur für Menschen, die zu ihrem Glück Geld im Überfluss besitzen, ist die Frage nach einer sinnvollen und sicheren Anlage zu einer nicht mehr ganz so leichten zu beantwortenden Frage geworden.

Vor allem auch wie sich das eigene Geld rentabel anlegen lässt, bleibt auch im Jahr 2019 kein einfaches Thema. Die sich verändernden und schwierig einzuschätzenden Märkte und die unterschiedlichen Ratschläge, die man immer wieder von vermeintlichen Experten hört, machen es nicht einfacher. Wichtig ist also, selbst gut informiert zu sein und für sich eine individuell sinnvolle Entscheidung zu treffen. Aber worauf sollten Anleger sich 2019 einstellen und wo lohnt es sich noch, in die eigene Zukunft zu investieren?

Warum Geldanlagen auch 2019 kein einfaches Thema sind

Einfach ein Sparbuch eröffnen und Geld einzahlen, um später Zinsen einzustreichen, war früher Gang und Gäbe − vor allem wenn es um rentable Geldanlagen für den Nachwuchs ging. Leider sind diese Zeiten vorbei. Sparbücher sind keine Option mehr, wenn es darum geht, Geld sicher für die Zukunft anzulegen. Auch möchte man möglichst strikt Risiken vermeiden, die allzu große Verluste mit sich bringen könnten, nur um nach etlichen Jahren vielleicht auf ein paar Euro mehr zu hoffen. Riskante Investitionen machen im Zweifelsfall weniger Sinn, als ein Besuch des Casino Baden-Baden, wo es sich beim Geldverlieren wenigstens noch vergnügen lässt. Um halbwegs sicher anlegen zu können, sollte man also einerseits über passende Anlegeformen, andererseits aber auch über aktuelle und kommende wirtschaftliche Zustände Bescheid wissen.

Zunächst ist zu sagen, dass viele Profianleger für 2019 skeptisch sind und an ein eher schlechtes Jahr für Geldanlagen glauben. Das liegt unter anderem daran, dass der deutsche Leitindex Dax in den letzten Monaten so viele Punkte verloren hat, dass er Ende 2018 wieder etwa auf dem Stand von 2016 war. Mit einem Rückgang von knapp 20 Prozent beendete er das letzte Jahr − womit eine Marke erreicht ist, bei welcher Analysten schon von einer «Baisse» sprechen, also einer ernstzunehmenden anhaltenden Entwicklung an der Börse, die durch sinkende Aktienkurse charakterisiert ist. Zahlreiche Pessimisten gehen davon aus, dass die Märkte und die Konjunktur sich weiter abkühlen werden und die Kurse weiter absacken. Andere Marktbeobachter wiederum halten den aktuellen Pessimismus für übertrieben. Es sei zwar Vorsicht geboten, wenn es um Geldanlagen in diesem Jahr 2019 ginge, den großen Abschwung sehen viele Ökonomen aber noch nicht. Die Wachstumsaussichten seien dafür noch zu gut und die amerikanische Zentralbank Fed verhalte sich zudem sehr geschickt.

Doch gehen wir zunächst noch einmal einen Schritt zurück: Was ist eigentlich die geeignete Anlage im Jahr 2019?

Die Anlageabsicht entscheidet
Das kommt im Grunde vor allem darauf an, für was das Geld angelegt werden soll. Dann kann entschieden werden, ob etwa ein Tagesgeldkonto genutzt, in eine Immobilie investiert oder eine sonstige Geldanlage gewählt wird.

Notfälle und teure Anschaffungen: Das Tagesgeldkonto
Auf die Schnelle einmal eine Notreserve zur Verfügung zu haben, auf die immer zugegriffen werden kann, ist im Grunde für jeden wichtig. Sei es eine Autoreparatur, die anfällt oder eine kaputte Waschmaschine, oder aber gar ein gesundheitliches Problem, das einen zwingt, aus irgendeinem Grund mehr Geld im Monat auszugeben − all das lässt sich mit einem Notfalldepot absichern. Ein ebensolches Depot kann auch für teure Anschaffungen, auf die gespart werden soll dienen. Am besten empfiehlt sich sowohl für den Notfall, als auch für kurze Sparziele ein Tageskonto, das neben dem regulären Konto betrieben wird. Hier kann monatlich ein fixer Betrag eingezahlt werden. Es gibt keine feste Laufzeit und kaum Zinsen, dafür aber auch keine Risiken.

Geldanlage Immobilienkauf
Eine Immobilie ist beim Thema Anlage aus zwei Gründen interessant: Zunächst stellt sie selbst eine beliebte Geldanlage da und außerdem muss oft Geld angelegt werden, um sie sich überhaupt leisten zu können. Geht es um Letzteres können Interessenten zwischen Möglichkeiten wie Anleihen oder Bausparverträgen entscheiden und sich dabei umfassend beraten lassen. Die Immobilienpreise derzeit sind recht hoch und werden dies auch 2019 bleiben, weshalb eine Investition in Eigentum gut durchdacht sein muss. Gerade auch Bauprojekte etwa in der Innenstadt Baden-Badens, die im Frühjahr 2019 noch in die Bauphase gehen, sind nur schwer erschwinglich. Dennoch gelten Immobilien bei Anlegern als wichtige Renditeobjekte − steigen die Immobilienpreise lässt sich profitieren und die Rendite deutlich erhöhen. Voraussetzung ist natürlich auch, dass man als Anleger hinsichtlich jener Rendite weiß, was sie eigentlich genau bezeichnet und wo sie überall erzielt wird. Gleiches gilt für alle anderen Fachtermini und Spezifika rund um den Immobilienkauf und andere Geldanlagen.

Passive Aktienfonds
Die gesetzliche Rente reicht aus diversen Gründen leider meist nicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Es ist daher im Jahr 2019 (und auch sonst) nicht zu spät und empfehlenswert, monatlich Geld mit einem Sparplan in passive Aktienfonds (ETF) anzulegen. Eine Ausnahme ist dann gegeben, wenn es bis zur Rente weniger als zehn Jahre dauert.
Die Angst, mit in Aktien investiertem Geld große Verluste einzustreichen, ist eigentlich unbegründet. Zumindest dann, wenn man viel Zeit hat mögliche Kursstürze und Wirtschaftskrisen auszusitzen. Langfristig erzielen die meisten Privatanleger mit Aktien sogar die höchsten Renditen. Menschen, die Sachwerte wie Aktien oder Immobilien besaßen standen in der Menschheitsgeschichte selbst nach Kriegen finanziell meistens am besten dar.
Streut man das Geld breit und legt es in diverse Unternehmen, Branchen und Länder an, lässt sich das Risiko Geld zu verlieren, noch einmal deutlich mehr senken. So sollte, als unerfahrener Anleger im Bereich der Aktien, besser in Fonds als in Einzelaktien investiert werden. Der Index «MSCI World» beispielsweise spiegelt mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern wider und kann bei einem ETF-Sparplan gut als Einstieg dienen. Anleger, die mit ETFs auf diesen Index setzten, konnten seit 1970 eine durchschnittliche Rendite von etwa 6,8 Prozent jährlich erzielen. Zwar kam es immer wieder zu Einbrüchen und Schwankungen innerhalb der Jahre, langfristig gab es allerdings immer eine Steigerung.

Das Dickicht Aktienmarkt 2019
Generell scheint das Wachstum der Aktienmärkte weltweit auch 2019 etwas schwächer zu werden. Dennoch ist vorerst keine Schrumpfung in Sicht, wenn auch Risiken für Märkte wie Italien oder auch Großbritannien bestehen. Auch der Handelsstreit zwischen China und den USA (der sich bald aber auch verbessern dürfte) könnte die Märkte destabilisieren. Was also lässt sich Anlegern 2019 raten, die in Aktien investieren möchten?
Experten betonen, dass es vor allem wichtig sei, investiert zu sein. Durchaus kann es sein, dass die Wirtschaft weiter wächst, man selbst aber nicht Teil daran hat. Das bedeutet im Klartext: Wer Aktienkäufe oder Zukäufe plant, sollte sich (neben erwähnten Fonds) an europäischen Aktien orientieren, da diese wohl die besten Aussichten bieten. Bei amerikanischen Aktien − die 2019 eventuell etwas besser performen − ist das Risiko für europäische Anleger durch den zusätzlichen Wechselkurseffekt und den schwankenden Dollar hingegen höher. Vor allem ist auf Großunternehmen im Heimatland zu setzen. Klassische Branchen sind hier: Versorger, Lebensmittelkonzerne und die Pharmaindustrie. Technologieaktien und Autowerte dagegen sind derzeit eher zu meiden.
Wer bereits Aktien besitzt, sollte, je nach Risikoneigung, den Aktienanteil im Depot 2019 bestenfalls reduzieren. Sollte es 2019 zu einem Absturz kommen hat man so ruhigere Nächte, auch wenn die Transaktionskosten mit dieser Strategie höher sind. Wer weiterhin risikofreudiger ist, der bleibt mit aggressiver Ausrichtung und hoher Aktienquote von rund 65 Prozent am Markt vertreten. Alle anderen sollten sich eher an der 35 Prozent-Marke orientieren oder gar bei 20 Prozent einpendeln.

Professionell beraten lassen?
Wer sich immer noch unsicher fühlt und wem auch andere Ratgeber und Hilfen im Internet nicht weiterhelfen, der kann sich selbstverständlich auch persönlich beraten lassen, wie er sein Geld 2019 am besten anlegen sollte. Der erste Gedanke Vieler ist dabei vermutlich: «Da wende ich mich an meine persönliche Bank in Baden-Baden oder der Umgebung, der ich vertraue.» Und wenn man dann vielleicht auch noch mit den Beratern sympathisiert, ist dieser Gedanke irgendwo auch verständlich. Allerdings ist zu bedenken, dass selbst diese vermeintlich sympathischen Berater in den meisten Fällen Verkaufsziele haben, die im Interesse der Bank und somit auch in ihrem persönlichen Interesse liegen. Gleiches gilt übrigens natürlich auch für Versicherungen.
So kann es vorkommen, dass Banken ihren Mitarbeitern vorgeben, in einem bestimmten Monat möglichst viele Bausparverträge zu kaufen. Um dieses Ziel zu erreichen beeinflussen Berater ihre Kunden dahingehend dann unter Umständen. Denn die Bank bekommt beim Abschluss eine Provision, die man als Anleger im Rahmen des Vertrags mit zahlt. Somit ist eine solche Beratung also nicht kostenlos. Wer das aber im Hinterkopf behält und kritisch mit Empfehlungen umgeht, kann bei seiner Bank natürlich durchaus eine Beratung wahrnehmen. Für unabhängige Beratungen zur Geldanlage zahlt man zwar deutlich mehr − nämlich meist einen gewissen Stundensatz −, dafür aber erhält man auch eine Beratung, die sich ausschließlich am eigenen Interesse orientiert.


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