5. Rastatter Unternehmer-Treffen

Rastatter OB Pütsch begeistert von Daimler-Chef Zetsche: "Unserer Einladung gefolgt, und zwar unkompliziert und schnell" - Rastatter Unternehmer-Treffen zum Standort Deutschland

Rastatter OB Pütsch begeistert von Daimler-Chef Zetsche: "Unserer Einladung gefolgt, und zwar unkompliziert und schnell" - Rastatter Unternehmer-Treffen zum Standort Deutschland

Bericht: Christian Frietsch

Rastatt, 30.10.13, 00:00 Uhr «Ich freue mich sehr, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind, und zwar, das kann ich heute sagen, unkompliziert und schnell», begrüßte der Rastatter Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch den Hauptredner Dieter Zetsche. Der Rastatter OB skizzierte auch den tatsächlich bescheidenen Aufwand der reichte, um den Vorstandsvorsitzenden des traditionsreichsten Autokonzerns der Welt nach Rastatt zu locken. «Eine Mail der Wirtschaftsförderung, ein offizielles Schreiben der Stadt Rastatt − und Sie hatten Ihre Zusage gegeben», wandte er sich an den schnauzbärtigen und zu diesem Fall schmunzelnden Konzern-Chef. Bei dem 5. Rastatter Unternehmer-Treffen sollte Dieter Zetsche den Rastattern und der ganzen Autoregion eine Sorge nehmen und zu dem Thema des Abends sprechen.

Bild OB Hans Jürgen Pütsch «Deutschland − Produktionsstandort mit Zukunft?!» Schon vor seinem Auftritt in Rastatt hatte der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Konzerns eine klare Erklärung für den Produktionsstandort gegeben. Auch die hohen Lohnkosten änderten daran nicht, so die beruhigende Position. Spekulationen waren durch eine Reihe von Kooperationen im Ausland aufgekommen, dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern bei der Entwicklung eines zukunftsträchtigen Elektro-Autos. Beim Einkauf arbeitet Daimler-Benz inzwischen sogar mit dem ärgsten Wettbewerber BMW zusammen. Längst sei Mercedes ja nicht mehr der einzige deutsche Premium-Anbieter, deshalb stehe die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsplätze durchaus auf dem Prüfstand. Laufen die Geschäfte gut, dürfte es für Rastatt und Gaggenau weiter nur gute Nachrichten geben. Lassen Konjunktur und Export nach, wird auch Dieter Zetsche sich den Marktmechanismen beugen müssen. Doch noch stehen die Zeichen für die Konjunktur in Deutschland gut und die Weltwirtschaft gewinnt wohl auch an Fahrt.

Die Affinität von Dieter Zetsche zu den badischen Standorten von Mercedes-Benz ist jedenfalls gewiss, denn der «Weltenbummler» Dieter Zetsche habe in Karlsruhe am KIT studiert und kenne Rastatt aus diesen Zeiten wohl noch gut. Vom Mercedes Werk jedenfalls scheint der in Istanbul geborene Dieter Zetsche angetan, denn seit 2009 investierten die Stuttgarter auch unter seiner Regie 1,2 Milliarden Euro in das Werk, das als Kompetenzzentrum für Kompaktfahrzeuge von Mercedes-Benz geführt wird. Allein in dieser Zeit wurden 900 neue unbefristete Stellen geschaffen. «Mit der Erweiterung der Produktpalette im Premium-Kompaktwagensegment wird Mercedes-Benz künftig fünf Modelle anbieten, um neue Kundengruppen zu gewinnen und in zusätzlichen Märkten zu wachsen. Drei Modelle, A- und B-Klasse sowie das kompakte SUV, werden in Rastatt gefertigt», skizziert Mercedes-Benz die bedeutende Rolle von Rastatt im Konzern.


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