Steuervorteile nutzen

Steuerliche Vorteile online und offline – Auch Geschäftsessen akzeptiert das Finanzamt

Steuerliche Vorteile online und offline – Auch Geschäftsessen akzeptiert das Finanzamt
Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 10.02.2022, Bericht: Redaktion Die Unterhaltungsindustrie wächst Jahr für Jahr weiter, was angesichts der Digitalisierung des Alltags keine große Überraschung mehr darstellt. Sowohl Unternehmen als auch Kunden können sich dabei gewisse steuerliche Vorteile zu ihren Gunsten sichern. Das funktioniert sowohl in der Unterhaltungsbranche im Netz als auch möglicherweise bei Geschäftsessen.

Unterhaltungsbranche lockt Kunden mit Steuerersparnis

Steuervorteile sind sowohl bei Unternehmen als auch für Kunden gern gesehen. In der Unterhaltungsindustrie ist das nicht anders. Wenn ein großes Studio etwa in dem Deutschland einen Film dreht, kann es bis zu 25 Prozent der Produktionskosten als steuerlichen Zuschuss vom Deutschen Filmförderfonds zurückerhalten. Dafür muss aber mindestens 25 Prozent des Budgets innerhalb Deutschlands ausgegeben werden. Den Zuschuss in Höhe der maximalen 25 Prozent gibt es dann, wenn die Kosten in Deutschland mindestens acht Millionen Euro, und die Gesamtkosten des Projektes mindestens 20 Millionen Euro, betragen.

Ein immer weiterwachsender Teil der Unterhaltungsbranche ist die Glücksspielindustrie über digitale Spielbanken bis hin zu Sportwettenanbieter. In Deutschland gilt nach wie vor die Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent, die einen Kunden besonders dann ärgert, wenn er die Wette eigentlich gewinnt und so eine geringere Nettosumme zurückerhält als die Quoten versprechen. Umso spannender ist die Liste der Wettanbieter ohne Steuer. Sie beinhaltet genau die Unternehmen, die die Wettsteuer nicht an ihre Kunden weitergeben. Somit schaffen sie gegenüber anderen Unternehmen auf einem umkämpfen Markt einen Anreiz, sich für die jeweilige Plattform zu entscheiden.

Der Klassiker des Geschäftsessens

Ein Klassiker bezüglich dieses Themas ist das Geschäftsessen in einem Restaurant. Schließlich muss der Besuch bestens unterhalten werden, um einem möglichen Vertrag zuzustimmen. Und im Gegensatz zu Non-Food-Einzelhändlern boomt die Branche nach wie vor. Doch wie hoch ist der steuerliche Vorteil für das Unternehmen genau? Grundsätzlich sind die anfallenden Kosten für Geschäftsessen steuerlich absetzbar. Dafür wird allerdings der vollständig ausgefüllte Bewirtungsbeleg benötigt, um vom Finanzamt anerkannt zu werden. Letztlich können bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten eines Restaurantbesuchs steuerlich abgesetzt werden.

Zu guter Letzt ein Blick auf Gutscheine und vergleichbare Karten. Ein Beispiel dafür ist das Unternehmen Edenred mit Ticket Compliments. Die Karte ermöglicht dem Nutzer, etwa Kinokarten zu kaufen oder im Reisebüro einen Wochenend-Trip zu buchen. Das hat Vorteile für beide Seiten, denn insgesamt 186 Euro sind pro Jahr steuerfrei. Diese Zahl kann in bestimmten Fällen auf 372 Euro verdoppelt werden. Während das Unternehmen nun Lohnnebenkosten spart, zahlt die Belegschaft ebenfalls weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung auf den ausgewählten Betrag.

Steuerliche Vorteile sind in Deutschland und Nachbarländern überall zu finden. Profitieren können davon sowohl die Unternehmen als auch die Kunden.


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