Nicht nur gute Karten für Angela Merkel

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1913. Der Sommer des Jahrhunderts soll es gewesen sein, geht es nach dem Buch von Florian Illies. «Malewitsch malt ein Quadrat, Proust begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der modernen Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino − und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten», heißt es zur Essenz des Jahres 13 vor 100 Jahren. Und in den langsam ruhiger werdenden Baden-Badener Sommertagen des frühen Juli 2013 darf man auf Nachsicht hoffen für die viel zu lange Einleitung für das halbwegs geschichtsträchtige Datum, das wir in weniger als drei Monaten erleben. Da geht es längst nicht um Ahnungen von Krieg und Völkerschlacht wie damals im Vorjahr der ersten Weltkatastrophe des letzten Jahrhunderts. Es geht nur um eine Bundestagswahl. Vielleicht geht es aber doch wieder um ganz Europa. Sparkurs ja oder nein? Ein Europa der noch Reicheren und noch Ärmeren? Wohlstand bewahren oder Umverteilungen riskieren? «Fifty-fifty CDU SPD. Ich werde auf jeden Fall wählen gehen, weil ich finde, es ist eine wichtige Sache», sagt ein junger Mann in der goodnews4-VIDEO-Umfrage in der Baden-Badener Innenstadt.