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Baden-Baden und seine Stadtteile – Problem oder Chance?
ANZEIGE Oberbürgermeisterkandidat Alexander Arpaschi hat dazu eine eigene Meinung.
«Varnhalt, Neuweier, Steinbach, Sandweier, Haueneberstein, Ebersteinburg, Innenstadt, Weststadt, Oos, Balg Lichtental mit Oberbeuern und Gerolsdau – ziemlich viele Teile für eine Stadt wie Baden-Baden.
Und alle diese Orte haben einen eigenen Charakter, ein eigenes Selbstbewusstsein und eigene Interessen. Ich finde es schön, dass es diese Vielfalt gibt, obwohl es dadurch für den Gemeinderat und die Verwaltung einschließlich OB schwieriger wird, es allen recht zu machen.
Ich finde jedoch, Baden-Baden muss dies als Chance begreifen. Jeder Stadtteil hat Stärken und Schwächen. Die Stärken müssen wir bündeln und uns bei den Schwächen gegenseitig unter die Arme greifen. Die Chancen bestehen darin, dass Baden-Baden durch die unterschiedliche Ausrichtung der Ortsteile wirtschaftlich gut diversifiziert dasteht. Dienstleistung und Handel stehen neben produzierendem Gewerbe, Tourismus neben Land- und Forstwirtschaft. Wenn man das mit einer Stadt wie Rastatt vergleicht, in der derzeit die Gewerbesteuereinnahmen massiv wegbrechen, dann wird klar, welchen Vorteil diese Diversifizierung hat.
Die Ortsteile im Bereich des Schwarzwalds, seiner Täler und Ausläufer sind wirtschaftlich anders geprägt als die Ortsteile in der Rheinebene. Verkürzt ausgedrückt: in der Rheinebene ist mehr Produktion im Schwarzwald mehr Tourismus und Landwirtschaft. Das Rebland nimmt dabei nochmals eine Sonderstellung ein. Steinbach mit großem Gewerbegebiet ist eher von Produktion geprägt, Varnhalt und Neuweier eher von Weinbau und Touristik.
Wenn Baden-Baden aber mehr sein soll als nur die Summe seiner Teile, dann müssen die Aktivitäten der Ortsteile besser aufeinander abgestimmt werden und die Weiterentwicklung der Ortsteile muss dem Rechnung tragen.
Insbesondere die Einbindung des Reblands und Ebersteinburgs in das touristische Marketingkonzept Baden-Badens kann noch erheblich verbessert werden. In anderen Gegenden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz spielt der Wein und die Kulinarik eine viel größere Rolle bei der Vermarktung. In Baden-Baden spielt der Weinbau nicht die Rolle, die er könnte. Ebersteinburg ist umgeben von Wald und unberührter Natur, daraus müsste sich doch mehr machen lassen!
Was die Weiterentwicklung der Ortsteile angeht, so muss die Politik zuerst einmal klären, wo Baden-Baden insgesamt hinsoll. Wollen wir im Jahr 2035 nun 60.000, 65.000 oder 70.000 Einwohner haben oder soll Baden-Baden nach Möglichkeit gar nicht mehr wachsen und bei 57.000 Einwohnern bleiben? Wie viele Gästeübernachtungen und Großveranstaltungen streben wir an? Wie hoch sollen die Gewerbesteuereinnahmen werden?
Erst wenn diese Entscheidungen getroffen und die entsprechenden Ziele definiert sind, können überhaupt Aussagen zur weiteren Entwicklung der verschiedenen Ortsteile gemacht werden. Erst durch die Festlegung auf konkrete Zahlen und Ziele macht die Diskussion um Neubaugebiete, Gewerbeansiedlung und Verkehrskonzepte überhaupt Sinn.
Weiter Informationen über mich und meine Ziele finden Sie unter alexander-arpaschi.de.»




















