7. Pierre Pflimlin-Symposium

Erzbischof Zollitsch beim 7. Pierre Pflilmlin-Symposium: "Nicht so einfach, derzeit eine Vision für die Zukunft Europas zu formulieren" - Roland Ries an Margret Mergen: "Ich hoffe, dass wir gut zusammen arbeiten in den nächsten Jahren"

Erzbischof Zollitsch beim 7. Pierre Pflilmlin-Symposium: "Nicht so einfach, derzeit eine Vision für die Zukunft Europas zu formulieren" - Roland Ries an Margret Mergen: "Ich hoffe, dass wir gut zusammen arbeiten in den nächsten Jahren"

Bericht: Christian Frietsch

Baden-Baden, 03.04.14, 00:00 Uhr «Er liebt es nicht, dass man von ihm spricht, aber er muss es jetzt miterleben», leitete gestern Abend im Kulturhaus LA 8 in Baden-Badender Straßburger Journalist Alain Howiller die Laudatio auf den französischen Minister a. D. Daniel Hoeffel ein. Während des 7. Pierre Pflimlin-Symposiums wurde Daniel Hoeffel mit dem Goldenen Coeur de l’Europe für seine Verdienste um Europa ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielten bisher Pierre Pflimlin und der damaligen deutsche Außenminister Klaus Kinkel. In seiner Rede ging Daniel Hoeffel auf das Thema des Abends, «Fraternité 2014» und die Auswirkungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges am Oberrhein ein:

«100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges und fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs muss daran erinnert werden, dass zwischen Vogesen und Schwarzwald noch mehr als anderswo unter der Grenzlandtragödie schwer gelitten wurde.» Er wünsche sich, dass die Jugend von heute Hoffnungsträger des Europa von morgen bleibe. In einer eindrucksvollen Rede schilderte gestern Abend Erzbischof Robert Zollitsch seine Sicht zur europäischen Integration. «Es ist gar nicht so einfach, derzeit eine Vision für die Zukunft Europas zu formulieren», stellte er seinen Betrachtungen voraus. Die Schilderungen seiner eigenen Lebensgeschichte, die in der Zeit des totalitären Jugoslawien seine Familie Tod und anderes Leid erfahren musste, machten deutlich, wie selbstverständlich die friedlichen Lebensumstände geworden sind und nicht mehr als Privileg empfunden werden.

Die Karlsruher Historikerin Andrea Hoffend erinnerte in ihrer Rede an den kaum bekannten Sachverhalt, dass der ehemalige deutsche Außenminister Hermann Müller ein deutsch-französisches Parlamentarier-Treffen organisierte, um den Ersten Weltkrieg noch abzuwenden.

Nach der Eröffnung des 7. Pierre Pflimlin-Symposiums durch Christian Frietsch und Frank Marrenbach formulierte der am Sonntag zum Oberbürgermeister von Straßburg wiedergewählte Roland Ries die Hoffnung einer besonderen Fraternité zwischen Baden-Baden und Straßburg: «Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, ich gratuliere zu ihrer Wahl und ich hoffe, dass wir gut zusammen arbeiten in den nächsten Jahren.»

Neben Antoinette Pflimlin, Tochter des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten und langjährigen OB von Straßburg, waren gestern 180 Teilnehmer aus Frankreich und Deutschland zum 7. Pierre Pflimlin-Symposium ins Kulturhaus LA8 in die Lichtentaler Allee gekommen. Neben den bereits genannten waren auch Frieder Burda, Sigrun Lang, die Baden-Badener Fraktionschefs Beate Böhlen, Joachim Knöpfel, Hans-Peter Ehinger und Michael Bauer dabei. Veranstalter der Pierre Pflimlin-Symposien sind goodnews4Baden-Baden und das Brenners Park-Hotel. Eine Aufzeichnung des 7. Pierre Pflimlin-Symposiums ist auf der Startseite von goodnews4Baden-Baden zu sehen. Aufgrund eines technischen Mangels ist der erste Teil der Auszeichnung nur als Ton-Dokument zu hören.


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