Gedenkfeier

Gedenken in Baden-Baden – Kränze am sowjetischen Ehrenmal in Lichtental

Gedenken in Baden-Baden – Kränze am sowjetischen Ehrenmal in Lichtental
Foto: Deutsch-Russische Kulturgesellschaft

Baden-Baden, 13.04.2026, Bericht: Redaktion Kein anderes Land hatte nach dem Zweiten Weltkrieg so hohe Opferzahlen zu beklagen wie die Sowjetunion.

Mit einer Kranz- und Blumenniederlegung am sowjetischen Ehrenmal auf dem Soldatenfriedhof in Baden-Baden-Lichtental gedachten am Wochenende auch Baden-Badener den Opfern.

Die Mitteilung der deutsch-russischen Kulturgesellschaft vom 12. April 2026 im Wortlaut:

Am 11. April 2026 fand am sowjetischen Ehrenmal auf dem Soldatenfriedhof in Lichtental eine Trauerfeier mit Kranz- und Blumenniederlegung statt. Die Veranstaltung wurde im Vorfeld des Gedenktages für die Opfer des von den Nazis während des Zweiten Weltkrieges begangenen Völkermordes an dem sowjetischen Volk organisiert.

 

An der Gedenkveranstaltung nahmen der Generalkonsul Russlands in Bonn Oleg Ju. Krasnitskiy, der Generalkonsul der Republik Belarus in München Kirill L. Dragun, der Vorsitzende der Deutsch-Russischen Kulturgesellschaft Dr. René Lohs, deutsche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und russischsprachige Landsleute teil.

Generalkonsul Oleg Ju. Krasnitskij dankte den Teilnehmern für die Wahrnehmung dieses wichtigen Datums und verwies auf die Förderung der historischen Wahrheit, die in Russland auf der Ebene der Gemeinschaft unabhängiger Staaten und im internationalen Kontext vorangetrieben werden. Generalkonsul Kirill L. Dragun stimmte seinem russischen Amtskollegen zu und betonte die Bedeutung der Arbeit zur Bewahrung des Andenkens an die sowjetischen Opfer des Völkermordes am sowjetischen Volk.

Der Vorsitzende der Deutsch- Russischen Kulturgesellschaft Baden-Baden Dr. René Lohs wandte sich an die Teilnehmer und betonte, dass die historische Verantwortung Deutschlands unverändert bleibe und sich um Frieden bemühe.

Seit vielen Jahren kümmern sich Aktivisten der Gesellschaft um die Pflege der Grabstätte. So fanden jährlich Blumenniederlegungen und Gedenkfeiern an dieser Grabstätte statt. Im Jahr 2024 wurde auf dem Friedhof eine Gedenktafel zu Ehren der 253 hier begrabenen sowjetischen Kriegsgefangenen und vielen Zwangsarbeitern im Lager Malschbach aufgestellt.

Im Anschluss an die Zeremonie spielte der Klarinettist Kirill Rybakov bekannte sowjetische Lieder aus den Kriegsjahren.




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