Logo goodnews4Plus

Ab Inzidenz 200

Hotspot-Strategie für Baden-Württemberg – Stand 1. Dezember

Hotspot-Strategie für Baden-Württemberg – Stand 1. Dezember
Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 gelten als Hotspots.

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
02.12.2020, 00:00 Uhr



Stuttgart Stadt- und Landkreise mit mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelten als Hotspots. Am 25. November haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder weitergehende Regelungen für Hotspots beschlossen, die auf Landesebene umgesetzt werden sollen.

Das Sozialministerium teilte gestern den «Zwischenstand der Beratungen für eine Hotspot-Regelung im Land» mit.

Die Lenkungsgruppe SARS-CoV-2 der Landesregierung habe am Montagabend «eine mögliche Hotspot-Strategie intensiv mit den Kommunalen Landesverbänden diskutiert». Danach sollen zunächst mit einem Erlass des Sozialministeriums die Gesundheitsämter aufgefordert werden, per Allgemeinverfügung weitergehende beschränkende Maßnahmen zu ergreifen. Voraussetzung ist eine Inzidenz im betreffenden Kreis von über 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner über drei Tage hinweg und ein diffuses, nicht klar eingrenzbares Infektionsgeschehen. Bei Zweifelsfragen sollen sich betroffene Gesundheitsämter im Einzelfall mit dem Sozialministerium abstimmen.

Die voraussichtlichen wesentlichen Inhalte des Erlasses:

• Im öffentlichen und privaten Raum darf sich nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.

• Grundsätzliches Veranstaltungsverbot (mit Ausnahme religiöse Veranstaltungen, Gerichtstermine etc. gemäß §10 IV der Corona-Hauptverordnung)

• Schließung von Frisörsalons und Sonnenstudios

• Medizinische Behandlungen bleiben möglich

• Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nur nach vorherigem Antigentest oder mit FFP2-Maske

• Verbote von besonderen Verkaufsaktionen im Einzelhandel (z.B. Schlussverkauf)

«Über potenzielle Ausgangsbeschränkungen (nicht: Ausgangssperren) berät eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Sozialministeriums mit den betroffenen Ressorts und den kommunalen Landesverbänden», teilte das Sozialministerium weiter mit. Eventuelle Ausgangsbeschränkungen sollen durch Verordnung des Landes festgesetzt werden.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.